Abmahnung wegen Einkaufen während der Krankschreibung?

9 Antworten

Zunächst einmal solltest du auf den konkreten Inhalt der schriftlich formulierten Abmahnung warten. Falls da drin steht, dass man dich abmahnt, weil du während einer Krankschreibung einkaufen warst, kannst du dich entspannt zurücklehnen. Sowas ist grundsätzlich unwirksam, solange du nicht "ans Bett gefesselt" wurdest. Sollte es später zu einem Kündigungsschutzverfahren kommen, wird auch diese Abmahnung auf dem Tisch landen. Und unwirksame Abmahnungen schwächen die Position der Firma.

Unterschreibe jedoch KEINESFALLS dafür, dass du die Abmahnung akzeptierst. Quittiere deinem Chef AUSSCHLIESSLICH den Erhalt der Abmahnung. Steht nicht konkret da, dass du nur den Erhalt bestätigen sollst, sage deinem Chef - und zwar ruhig und besonnen(!) -, dass du den Erhalt selbstverständlich gern bestätigen wirst, jedoch die Abmahnung noch nicht akzeptieren kannst, weil du noch darüber nachdenken möchtest.

Allerdings hat mich wohl ein Kollege gesehen, wie ich mit Einkaufstüte gerade nach Hause ging. Mein Chef hat mir darauf hin eine Abmahnung ausgesprochen.

An dieser Stelle würde ich mich erst mal hinsetzen und gründlich nachdenken: Dein Kollege hat dich "beim Chef verpetzt". Hat er Gründe dafür? Hat er möglicherweise beim Petzen übertrieben und vielleicht sogar deinen Chef belogen, damit er dir eine Abmahnung erteilt? Wird er noch weitergehen?

Auch über meinen Chef würde ich mir Gedanken machen: Hanebüchene Abmahnungen sind oft starke Indikatoren dafür, dass man den Arbeitnehmer baldmöglichst loswerden will. Will dein Chef dich vielleicht loswerden und sucht nun Wege zur Kündigung?

Wenn ich absolut sicher bin, dass mein Chef garantiert nichts Übles im Sinn hat, würde ich das Gespräch mit ihm suchen und - sehr ruhig und besonnen(!) - mit ihm über die Hintergründe der Abmahnung reden. Eventuell lässt es sich ja ganz einfach und geräuschlos klären, etwa, weil es möglicherweise Missverständnisse gab, die man nun bereinigen kann, und er zieht die Abmahnung ganz allein wieder zurück?

Manchmal ist es aber auch besser, die Füße komplett still zu halten. Klar, so eine Abmahnung verletzt den eigenen Stolz. Und sie ist unter Umständen der erste Schritt zu einer (fristlosen) Kündigung. Doch es ist nichts, was ewig währt: Nach zwei Jahren kann sie auf deine Aufforderung hin bzw. behelfsweise auf dem Weg der Klage aus der Personalakte entfernt werden.

Warum ich Aufriss, wie etwa eine Klage oder das Aufeinanderhetzen der Anwälte, möglichst vermeiden würde? Niemand, auch der wohlwollendste Chef nicht, will einen renitenten Arbeitnehmer haben. Und eine aussichtsreiche Klage sorgt für erheblichen Gesichtsverlust des Chefs. Er wird also hochgradig frustriert. Und manche werden dann rachsüchtig.

Und das wiederum bedeutet: Dir kann - muss nicht, aber kann - schon bald die nächste Abmahnung ins Haus flattern. Dann jedoch eine, die du nicht so leicht wegbügeln kannst. Denn dann wird dein Chef sehr gründlich darauf achten, dass ihm so ein Fauxpas nicht noch einmal unterläuft. ... Und ja: Wer sucht, der findet. Denn wir alle machen Fehler.

Bevor ICH, ganz persönlich, also den "lauten Weg" gehen würde, würde ich sehr gründlich recherchieren, ob es im näheren Umkreis andere relevante Arbeitgeber gibt, die mich brauchen können. Und dann würde ich im Zweifel und nach Abwägung meiner Optionen ggf. sogar lieber die Firma wechseln.

Hat dein Arzt Medizin studiert und hat er dich untersucht?

Er muss ja nichtmal wissen, woran du erkrankt bist. Er kann also keinesfalls behaupten, dass dein Einkaufen der Genesung schadet. Denn nur dann wäre die Abmahnung haltbar. Die Aussage "dann hättest du auch arbeiten können", ist kompletter Unsinn.

Die Abmahnung kann auch - falls es später mal weitere Probleme geben sollte - nicht als Grundlage für eine eventuelle Kündigung dienen, weil sie eben kein wirkliches Fehlverhalten nachweisen kann.

Im Grunde könntest du also durchaus damit leben, dass diese wertlose Abmahnung in den Akten schlummert. Ich finde es aber durchaus bedenklich, wenn ein Kollege meint, dich anschwärzen zu müssen und dein Chef auch noch auf diesen Karren aufspringt.

Wenn du mit Tüten eines Modegeschäfftes gesehen wurdest, ist das ziemlich ungünstig für dich. Waren es wirklich nur die eines Lebensmittelgeschäfts ist das gut für dich.

Wenn du mit einer Grippe krankgeschrieben bist, kannst du durchaus Lebensmittel kaufen, jedoch nicht Shoppen!
Du kannst dich auch nicht in eine Eisdiele oder ein Restaurant setzen. Jeder Arzt wird dir eigentlich sagen, dass dein Körper Ruhe braucht und du dich nicht anstrengen sollst.

Du kannst tatsächlich zu einem Anwalt gehen und dich beraten lassen.

Nein es war wirklich nur ein Supermarkt

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Dann schaltet einen Anwalt ein oder sprich mit deinem Chef.

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@Hope1791

Das wäre zum Fenster hinaus gewordenes Geld.

Denn die Abmahnung ist das Papier nicht wert, auf dem sie geschrieben steht!

Da reicht es, allenfalls eine eigene Darstellung zur Personalakte zu geben, wenn der Arbeitgeber die Lächerlichkeit seiner Abmahnung nicht einsieht.

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Deswegen ja auch die zweite Option mit dem Chef zu sprechen.

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