Abmahnung Waldorf-Frommer Kanzlei wegen Filesharing - Eure Erfahrungen?

3 Antworten

Seit 2009 oder 2011 Hat ein Gericht entschieden dass wenn ein Kind etwas downloadet und darüber belehrt wurde was es für konsequenzen geben kann sollte eigentlich die Summe nicht bezahlt werden müssen

War es denn ein P2P Download oder ein One Klick Download?

Danke für die schnelle Antwort und den Link! :)

Es war ein P2P Download.

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Nö, das hat kein Gericht entschieden. Das Gericht hat entschieden, dass dann der Anschlussinhaber nicht haften muss. Das Kind muss aber natürlich im Rahmen seiner Einsichtsfähigkeit haften.

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@AalFred2

Ich müsste also quasi, anstelle meines Vaters, dem Anschlussinhaber, haften. Würde mich da denn, aufgrunddessen, dass ich minderjährig bin, eine Milderung der Strafe erwarten, oder muss man mit der exakt gleichen Strafe rechnen?

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@HerrFragen554

Hier wird doch gar nicht über eine Strafe geredet. Strafen gibt es im Strafrecht. Hier geht es um Schadensersatzleistungen und Anwaltskosten. Die werden durch Minderjährigkeit ja nicht geringer.

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@AalFred2

Gibt es da denn gar nichts, was man machen kann? Ich habe gehört, wenn man denen einmal Geld bezahlt, sollen immer weiter Briefe mit Geldforderungen kommen wegen Sachen, die man vor Jahren mal gemacht haben soll. Das wäre auf gar keinen Fall gut! Auf absolut gar keinen Fall.

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@HerrFragen554

Man wende sich an einen Anwalt für Medienrecht und gebe eine modifizierte Unterlassungserklärung ab. Zudem reduziere man den Schadensersatz in Absprache mit dem Anwalt deutlich.

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NICHT ZAHLEN!!!!!!!!!!!!!!

Vorwurf bestreiten, schriftlich, die ganze Angelegenheit ist ein legalisierter Betrug::

Sieg gegen Waldorf Frommer vor dem AG Frankenthal

29. Januar 2015, 18:01 Uhr

 

Das Amtsgericht Frankenthal hat die Filesharing-Klage der Constantin Film Verleih GmbH,  vertreten durch die Kanzlei Waldorf Frommer, gegen unseren Mandanten abgewiesen. Ihm  wurde vorgeworfen, dass er den Film „Jerry Cotton“ auf einer Tauschbörse angeboten und öffentlich zugänglich gemacht hätte. Waldorf Frommer machte einen Schadensersatz von 600 Euro sowie vorgerichtliche Rechtsanwaltsgebühren für die Abmahnung in Höhe von 506 Euro geltend.

Unser Mandant hat im Verfahren angegeben, die behauptete Urheberrechtsverletzung nicht begangen zu haben. Zum angeblichen Tatzeitpunkt habe auch sein Mitbewohner Zugang zum Internet gehabt und dieses selbständig genutzt. Der Mitbewohner habe unserem Mandanten gegenüber nicht eingestanden die Rechtsverletzung begangen zu haben.

Auch das AG Frankenthal legt das Bearshare-Urteil des BGH zu Grunde

Einen Nachweis darüber zu erbringen, dass unser Mandant die Urheberrechtsverletzung begangen hat, ist der Kanzlei Waldorf Frommer nicht gelungen.
Sehr erfreulich ist, dass zahlreiche Gerichte die aktuelle BGH-Rechtsprechung zu Grunde legen. So auch das AG Frankenthal in seinem Urteil. In Bezugnahme auf das Bearshare-Urteil des BGH hält das Amtsgericht fest, dass -auch unserer Ansicht nach völlig zu Recht, eine tatsächliche Vermutung der Täterschaft des Anschlussinhabers nicht besteht. Denn eine solche tatsächliche Vermutung für eine Täterschaft des Anschlussinhabers wird dann nicht begründet, wenn zum Zeitpunkt der Rechtsverletzung auch andere Personen die Möglichkeit hatten, diesen Anschluss zu nutzen.

Unser Mandant hatte seinen Mitbewohner namentlich genannt und dem Gericht mitgeteilt, dass dieser das Internet selbständig nutze. Dadurch hat er seiner ihm obliegenden sekundären Darlegungslast genügt.

Entgegen der Ansicht der Kanzlei Waldorf Frommer sieht es auch das Amtsgericht in Frankenthal so, dass die Zugriffsmöglichkeit nicht feststehen-, sondern diese Möglichkeit nur plausibel dargelegt werden muss. Somit traf Constantin Film gemeinsam mit Waldorf Frommer die volle Beweislast für die behauptete Täterschaft des durch unsere Kanzlei Vertretenen Betroffenen. Dieser Beweis konnte geführt werden.

Auch ein Anspruch aus einer Störerhaftung besteht nicht

Auch ein Anspruch aus einer Störerhaftung gegenüber unserem Mandanten für eine unzureichende Sicherung und Überwachung des Internetanschlusses besteht dem Gericht zufolge nicht. Unter Bezugnahme der aktuellen BGH-Rechtsprechung haftet der Anschlussinhaber nicht als Störer, denn der Inhaber eines Internetanschlusses ist grundsätzlich nicht verpflichtet, volljährige Familienangehörige über die Rechtswidrigkeit einer Teilnahme an Tauschbörsen aufzuklären, wenn keine konkreten Hinweise für eine solche Nutzung bestehen. Für nicht familiär verbundene Mitbewohner kann insofern nichts anderes gelten.

Hier der Urteils-Volltext: Urteil des AG Frankenthal Az. 3c C 80/14

https://www.wbs-law.de/abmahnung-filesharing/sieg-gegen-waldorf-frommer-vor-dem-ag-frankenthal-58618/

Zunächst mal danke für deinen Kommentar.

Zu dem muss ich sagen, dass ich ihn nicht ganz verstanden habe :D Du sagst, dass das ganze nur Betrug wäre, auf den ganzen Seiten, auf denen ich mich informiert habe, wird aber immer wieder betont, dass es dort mit legalen (aber grenzwärtigen) Mitteln zugeht, und dass es kein Betrug ist, und es auch vor Gericht kommen kann, wenn man nicht darauf reagiert.

Meintest du mit deinem Kommentar, dass mein Vater im Grunde jemand anderen nennen kann, der das gemacht hat, dieser es aber bestreitet, und es so nicht zur nötigen Beweislast kommen kann?

Denn ich habe den Film ja tatsächlich heruntergeladen.

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@HerrFragen554

Die Technik basiert auf dem "Torrent-Prinzip": Während ein Film (völlig legal-) angeschaut (gestreamt) wird werden gleichzeitig und ohne Wissen des Nutzers dessen Dateien anderen Nutzern zur Verfügung gestellt.

Dieses Verfahren -und die fraglichen Methoden des  angeblichen IP-Nachweises- führen zur Unzulässigkeit der Abmahnung.

Dies ist Waldorf-Frommer seit langem bekannt, es werden keine Prozesse mehr angestrengt man vertraut auf die Gutgläubigkeit der Opfer!

ps. Habe in den letzten 12 Monaten ca. 25 Abmahnungen von Waldorf-Frommer gesehen, immer mit gleichen, umfangreichen Schriftsätzen ohne Substanz. In allen Fällen wurden meine Standart-Erwiderungsschreiben (via fax) verschickt, es kam noch eine standartisierte Nachricht und meine ebenso standartisierte Rückantwort und alle Verfahren wurden beendet ohne dass Waldorf-Frommer auch nur einen Cent gesehen hätten!

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Er gibt doch zu, die Urheberrechtsverletzung begangen zu haben.

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@Justinianus

Wo genau hast du denn etwas von Streaming gelesen? Ich lese da etwas von Filesharing.

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@Justinianus

Jap, dass Streaming nicht illegal ist, ist mir bewusst. Hierbei handelt es sich aber (leider) nicht um Streaming, sondern tatsächlich um einen Download, bzw um Filesharing. Und diesen zu verschweigen wird sehr wahrscheinlich keinen Sinn haben, die Beweise sind ja nunmal da, in Form eines Stempels, auf dem steht, wann die Aktion stattgefunden hat und welche IP-Adresse der PC besaß, über welchen die Datei heruntergeladen wurde. Der Schuld bin ich mir durchaus auch bewusst.

Meine eigentliche Frage ist, welche Strafen mich da, als minderjährigen, erwarten müssten.

@Justianius : Du scheinst dich in dem Gebiet trotzdem ganz gut auszukennen - wärst du bereit, mir damit ein wenig zu helfen? Vielleicht könnte man ja auf ganz legale Weise behaupten, dass es nur Streaming war, und ich nicht wusste, dass diese Datei gleichzeitig auch "verteilt" wird. Denn bei dem Brief scheint der Tatbestand nur zu sein, dass ich diesen Film "verteilt" habe (aufgrund der kurzen Dauer (weniger als 1 Minute) der illegalen Aktion), nicht aber ihn heruntergeladen habe. Das könnte eventuell ein Argument sein.

Ob es denn nun tatsächlich ein Argument sein könnte, weiß ich nicht, auf dem Gebiet kenne ich mich dafür leider nicht aus. Hilfe wäre sehr nett, wegen einer Sekunde "weitergeben" des Inhaltes, möchte ich nämlich keine 815€ bezahlen.

Mit freundlichen Grüßen :)

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