Abmahnung und Kündigung in einem Schreiben! Ist das wirksam?

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9 Antworten

Das kommt darauf an (wie meistens).

Wenn die Abmahnung zu Recht erfolgt ist, hast du deinen Arbeitsplatz selbst fahrlässig aufs Spiel gesetzt. Dann ist eine Sperrzeit (fast) unvermeidlich.

Eine Abmahnung kann kein Grund für eine Kpndigung sein, das braucht mehr.

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@Minihawk
Eine Abmahnung kann kein Grund für eine Kpndigung sein

Eine Abmahnung nicht, aber die Wiederholung eines abgemahnten Verhaltens.

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Die Abmahnung ist eine Sache. Dass Dir eine andere Tätigkeit zu anderen Bedingungen angeboten wird, ist eine andere. Dies bedarf einer Änderungskündigung. Beides in einem Schreiben dürfte unzulässig sein. Da Du aber freiwillig gegangen bist, könntest Du evtl. eine Sperrzeit bekommen. Du hättest zumindest noch eine Abfindung aushandeln können, aber dazu wird es wahrscheinlich schon zu spät sein. Ich rate Dir, Dich mit Deiner Gewerkschaft in Verbindung zu setzen und die Rechtslage abzuklären.

Als Nicht-Jurist sind alle meine Angaben ohne Gewähr!

Eine Sperre seitens vom Arbeitsamt ist nicht zu befürchten, da die Kündigung von Deinem Chef gekommen ist und nicht von Dir selbst. Also ergibt sich auch keine Arbeitsverweigerung, da der neue angebotene Arbeitsvertrag nicht akzeptiert und unterschrieben wurde. Ich würde einen Anwalt mit dem Schwerpunkt Arbeitsrecht beauftragen, denn ich sehe hier wie Du es beschrieben hast nicht als rechtens an, fristlos zu kündigen. Eine Kündigungsfrist ist ein zu halten und das zu den bestehenden Arbeitsvertrag mit Entgeld Zahlung. Ich sehe es so, das Du immer noch angestellt bist und rate dringend, Deine Arbeitskraft an zu bieten zu den alt bekannten Arbeitsvertrag, so das von Arbeitsverweigerung der Chef vor dem Arbeitsgericht keine Zustimmung findet. So kann auch vom Arbeitsamt keiner Vorwürfe machen und Gelder sperren.

Das ist jetzt aber schon 2wochen her. Da ich urlaub gefahren bin. Mit erlaubnis des jobcenters.

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Solchen Situationen sind immer schwer einzuschätzen und daher nicht umfänglich zu beurteilen, solange viele Fakten geklärt sind .

Zum einen ist es nicht richtig, daß wie weiter unten geschrieben eine Kündigung nicht mit einer Abmahnung ausgesprochen/vorgenommen werden kann. Hier ist zu klären, die wie vielte Abmahnung das wäre und ob die Fälle sich ähneln

Beispiele : wurdest Du bereits drei mal wegen unentschuldigten Fehlens abgemahnt , so kann Dein AG Dir selbstverständlich eine vierte Mahnung + Kündigung aussprechen. Hier wird Dir auch kein Arbeitsrichter großartig helfen können , da bereits mehrfach ein schuldhaftes Fehlverhalten mit Konsequenzen angedroht wurde .

Hast Du hingegen nur diese eine Abmahnung bekommen, - nehmen wir mal das Beispiel mit unentschuldigten Fehlen , so ist das arbeitsrechtlich fast unmöglich, daß Dein AG mit einer Klage durchkommen würde.

Eine Änderungskündigung kann Dein AG natürlich aussprechen, allerdings musst Du diese nicht annehmen/unterschreiben . Spricht Du weigerst Dich als Koch tätig zu werden und behaarst weiterhin auf die rechtlich auch erst einmal weiterhin gültige Vertragskonstellation als Chefkoch. Ab diesen Zeitpunkt brauchst Du dann jedoch einen Rechtsanwalt, der Dich vollumfänglich vertritt.

Grundsätzlich hast Du recht, das das Arbeitsverhältnis zerrüttet ist, allerdings muss man es den Arbeitsgeber ja nicht so einfach machen und ggf. eine Freistellung oder Abfindung verhandeln.

Aber ,... Du hast Deine Wahl ja (leider) schon so schnell getroffen .

Eine Sperre ist wahrscheinlich, da Du der Arbeit eigentlich unentschuldig fern bleibst, bzw. selber nun gekündigt hast.

Sofort wieder zur Arbeit gehen. Das ist Arbeitsverweigerung und kann eine fristlose Kündigung und Sperrzeit zur Folge haben. Wenn dich er Arbeitgeber freistellt sieht das anders aus. Für Heute am Besten zum Arzt und krankschreiben lassen.

Abmahnung und Vertragsänderung in einem Schreiben ist unzulässig. Selbst wenn Du die Abmahnung anerkennst musst du noch lange nicht mit der Änderung einverstanden sein. Das ist einfach nur ein "Trick" des Arbeitgebers um an die Änderung ranzukommen.

Er hat eine Kündigung gekriegt.

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Heisst das ich habe jetzt selbst gekündigt?? Aber der AG hat mir doch den Posten entzogen also gekündigt da doch mein alter arbeitsvertrag nicht mehr gültig ist!!

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@HRO28121965

Er hat gekündigt, du lehnst den neuen Vertrag ab, damit ist das Verhältnis beendet. Du musst dich aber um Kündigungsfristen kümmern und daran halten. Evtl. Urlaub kann angerechnet werden.

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Entweder, der ArbN wird abgemahnt oder er wird gekündigt. Beides in Kombination wird vor keinem Arbeitsgericht Bestand haben.

Der ArbG kann dir die Position auch nicht einfach entziehen. Du darfst allerdings auch nicht einfach nach Hause gehen! Damit setzt du deine Entgeltansprüche trotz unzulässigem Vorgehen deines ArbG aufs Spiel.

Biete deine Arbeitskraft an. Selbst wenn er dich "nur" als Koch einsetzt, ist er zunächst verpflichtet, dir das Entgelt des Küchenchefs zu bezahlen.

Mit dieser dubiosen Abmahnung solltest du schleunigst zu einem Fachanwalt für Arbeitsrecht gehen. Wenn du deiner Arbeit weiterhin fernbleibst, kann das unter Umständen natürlich auch zum Verlust von Ansprüchen von ALG führen.

Ich habe mich sofort arbeitslos gemeldet bei alg 1 und alg2.. das ist jetzt schon 2wochen her. Da ich in den urlaub gefahrn bin. Mit Einverständnis des arbeitsamtes und job center.

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@HRO28121965

Und welche Schwierigkeiten sind zwischenzeitlich aufgetaucht, dass jetzt nach 2 Wochen die Frage kommt?

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@ralosaviv

Eigentlich keine. Wollte halt mal fragen wie sich das verhält und ob ich richtig gehandelt hab!?

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du hast >und habe meine arbeit sofort niedergelegt und das Unternehmen verlassen< das ist schon eine Sperrfrist wert, dann kommt noch dazu was dein ag in die papiere schreibt, unter "Kündigungsgrund" und danach richtet sich das Arbeitsamt, hast schlechte karten

Es gibt keine "Änderungskündigung". Er hast dir gekündigt, also kannst du dich Arbeitslos melden. Den neunen Vertrag musst du nicht akzeptieren. Es gibt keine Sperrzeiten.

Achte aber auch auf Kündigungsfristen.

Seit wann gibt es keine Änderungskündigung mehr und wo ist hier überhaupt eine Kündigung erfolgt. Die Erklärung des ArbG, dem ArbN eine andere Position zuweisen zu wollen, ist noch lange keine Kündigung. Selbst wenn es eine wäre, kann der ArbN nicht einfach nach Hause gehen. Das hätte dann sehr wohl Substanz für eine fristlose Kündigung wegen Arbeitsverweigerung und demzufolge auch Auswirkungen aufs ALG

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@ralosaviv

Die Änderungskündigung ist immer zweigeteilt, eine Kündigung und ein neuer Vertrag. Dem neuen Vertrag muss man nicht zustimmen, insbesondere, wennd as Gehalt gekürzt werden soll.

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@Minihawk

@ Minihawk:

Die Änderungskündigung ist immer zweigeteilt, eine Kündigung und ein neuer Vertrag.

Das ist nicht korrekt!

Eine Änderungskündigung ist eine Änderung der arbeitvertraglichen Bedingungen mit dem Angebot, das Arbeitsverhältnis unter diesen veränderten Bedingungen fortzusetzen.

Erst durch eine Ablehnung dieses Angebotes wird daraus eine Kündigung; also: "eine Kündigung und ein neuer Vertrag" ist so nicht richtig!

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Den neunen Vertrag musst du nicht akzeptieren. Es gibt keine Sperrzeiten.

Hoffentlich weiß das Arbeitsamt das auch......

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Ja.

Du hast die Kündigung selber provoziert, bzw. die Arbeit einfach niedergelegt und verweigert. Damit bist du selbstverschuldet arbeitslos geworden - und bekommst eine Sperrfrist.

Nein, er hat eine Kündigung gekriegt. Die Änderungskündigung besteht immer aus einer Kündigung, dem neuen Vertrag muss man nicht zustimmen.

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