Abmahnung und Fristlose Kündigung zur selben Zeit

10 Antworten

Es gibt eine Liste in der Gründe für eine fristlose Kündigung aufgelistet sind. Und der Arbeitgeber ist nicht verpflichtet erst eine Abmahnung auszusprechen, er kann bei bestimmten Gründen auch sofort fristlos kündigen. Sicher kannst du gegen eine Abmahnung Einspruch einlegen, ob das was gegen die Kündigung nutzt wage ich zu bezweifeln. Und da du ja tatsächlich deine Kollegin beleidigt hast, wird auch die Abmahnung aufrecht bleiben.

Ist der Grund der fristlosen Kündigung derselbe wie der Abmahnungsgrund? Wann hast Du die erste Abmahnung erhalten?

Sollte der Grund der fristlosen Kündigung mit dem Grund der Abmahnung übereinstimmen, so hat die Kündigung keinen Bestand. Eine Abmahnung ist eine Aufforderung zur Besserung. Dazu muss dem AN auch Gelegenheit gegeben werden. Steht in der Abmahnung noch etwas zu einer evtl. Kündigung bei Wiederholung?

Wie lange dauerte es eigentlich von den Vorfällen bis zur Abmahnung, bzw. Kündigung?

Aus dem Arbeitsrechtkommentar von Prof. Dr. Peter Wedde zum § 1 Kündigungsschutzgesetz:

"Durch den Ausspruch einer Abmahnung verzichtet der AG konkludent auf sein Kündigungsrecht wegen dieses Fehlverhaltens. Dadurch ist also eine spätere Kündigung, die auf den gleichen Sachverhalt gestützt ist, unwirksam. Ein solcher Kündigungsverzicht kann allerdings nur dann angenommen werden, wenn aus der Abmahnung deutlich und unzweifelhaft hervorgeht, dass der AG den vertraglichen Pflichtverstoß hiermit als ausreichend sanktioniert ansieht."

Davon mal abgesehen, sehe ich hier bei einem einmaligen Vorfall keinen Grund der für eine fristlose Kündigung taugt.

Da bliebe lediglich noch zu ergänzen, dass man innerhalb von drei Wochen nach der Kündigung beim Arbeitsgericht dagegen klagen kann. Und der Richter müsste eigentlich deinen Argumenten folgen und die Kündigung für unwirksam erklären.

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Ja ich habe die Abmahnung mit der Kündigung bekommen in der Kündigung steht aus verhaltensbedingtem Grund. Die erst Abmahnung war 26.11 die jetzt 22.12 die Vorfälle waren am 24.11 und 12.12

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@sweetheart1407

Ich halte die fristlose Kündigung für wirkungslos und sehe Deine Chancen bei einem Kündigungsschutzprozess zu gewinnen als durchaus realistisch an.

Wenn Du nicht gerade in einem Kleinbetrieb mit nicht mehr als 10 ständigen Vollzeitkräften arbeitest (da greift das Kündigungsschutzgesetz nicht), solltest Du innerhalb von drei Wochen nach Erhalt der fristlosen Kündigung Kündigungsschutzlage beim Arbeitsgericht einreichen.

Diese Frist darfst Du aber nicht versäumen. Ansonsten ist die Kündigung gültig, auch wenn sie nicht rechtens ist.

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Die Wirksamkeit einer fristlosen Kündigung richtet sich nach § 626 BGB... google da mal nach

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"Das Recht zur fristlosen Kündigung bleibt unberührt. Eine fristlose Kündigung gilt gleichzeitig vorsorglich als fristgemäße Kündigung zum nächstzulässigen Termin."

Am Telefon fragte er mich dann noch wieso ich fristlos kündigen möchte und ich sagte daraufhin das ich nichtmehr arbeiten möchte bzw. nichtmehr kommen möchte. (Mir macht es absolut kein Spaß mehr und ich halte es dort nicht aus). Dann sagte er ja wenn das so ist dann schreiben sie die Kündigung und datieren Sie sie auf den heutigen Tag. Also damit meinte er ja das ich die fristlose Kündigung ganz einfach auf den 25.07.2018 datieren sollte. Allerdings bin ich mir nun nicht ganz sicher was ich in die Kündigung schreiben soll. Muss ich jetzt einen Grund nennen oder einfach fristlos reinschreiben da wir es ja telefonisch sowieso schon ausgemacht haben und er sich bewusst ist das ich nichtmehr komme?

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"... hiermit kündige ich das bestehende Arbeitsverhältnis, geschlossen am (Datum) und begonnen am (Datum), mit sofortiger Wirkung, wie am Telefon besprochen, fristlos zum (Datum).

Wird eine fristlose Kündigung wider Erwarten nicht akzeptiert, kündige ich Ihnen ersatzweise ordentlich zum nächstmöglichen Zeitpunkt, zum (Datum). Ich bedanke mich für das nette Vorstellungsgespräch und die Zeit und Mühe, die Sie in mich investiert haben..."

Funktioniert das so?

Das nächste ist das ich bei dem neuen Arbeitgeber am 30.07 also nächste Woche anfange, ich habe ihm die Situation erklärt und für ihn geht das in Ordnung. Muss ich nun eine Überschneidung befürchten und wenn ja was passiert dann?

Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen.

Liebe Grüße

Ice

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