Abmahnung trotz abgeben von Krankmeldung?

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3 Antworten

Du warst an dem Samstag dort um zu arbeiten - hast also deine Arbeitskraft angeboten. Man hat dich wieder nach Hause geschickt, damit befindet sich der AG im Annahmeverzug (§ 615 BGB). Das ist dann aber nicht dein Problem, sondern das deines Arbeitgebers!

jetzt habe ich eine abmahnung bekommen mit der begründung das ich noch keine folgebescheinigung abgegeben habe wo der samstag wo ich arbeiten war auch mitgezählt wird.

Bitte mal den genauen Wortlaut zitieren.

wie kann ich dagegen vorgehen ?

Indem du schriftlich (nicht per Email) eine Gegendarstellung einreichst und verlangst, dass die Abmahnung aus deiner Personalakte entfernt wird. Selbst wenn das verweigert wird, ist das noch kein Grund, sich Sorgen zu machen. Sollte irgendwann eine Kündigung kommen, die sich auf diese m. E. unberechtigte Abmahnung stützt, ist es immer noch früh genug, wenn du gegen die Kündigung klagst.

die wollen bis morgen das ich eine folge bescheinigung abgebe

Nochmal: Du warst dort und wurdest nach Hause geschickt. Erkläre das der Personalabteilung genau so. Die Formulierung "Annahmeverzug des Arbeitgebers" sollte ihnen was sagen...

ps: tut mir leid für die gramatischen fehler und komplizierte erklärung bin sehr unter stress kurz vor bornout weiß nicht was ich tun soll.

Versuch erstmal, wieder runter zu kommen und dich zu beruhigen.

Nachtrag:

  1. Krankmeldungen gibt man nicht an irgendeinen Kollegen, sondern an die zuständige Abteilung.
  2. Hast du dir die Email zeigen lassen, weshalb du nach Hause geschickt wurdest?
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Zitiere: da Sie an den vorangegangen Werktagen aufgrund von Arbeitsunfähigkeit nicht erschienen waren und somit unsicher war, ob Sie Ihren Dienst am 24.06.2017 antreten können, haben die Vorgesetzten Ihrer Abteilung de Besetzung für den besagten Samstag geändert um die Mindestbesetzung zu gewährleisten.

Ich danke dir sehr dein antwort war sehr hilfreich muss es glaube ich über einen anwalt klären danke trotzdem :D

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@UnderCoverUser

Am Montag den 26.06.2017 habe ich meinem Supervisor telefonisch mitgeteilt, dass ich erneuert krank und somit bis zum 30.06.2017 arbeitsunfähig bin. Eine Folgebescheinigung ist nicht vorhanden da ich am 24.06.2017 auf der Arbeit war aber von der stellvertretend verantwortlichen Mitarbeiterin nachhause geschickt worden bin weil die Besetzung für den besagten Samstag geändert worden war. Annahmeverzug (§ 615 BGB). Die Erstbescheinigung habe ich am 28.06.2017 bei meinem Arbeitskollegen X  abgegeben der mir nochmal bestätigt hat die Krankmeldung der zuständig kollegen abgegeben zu haben.
Anders als in der Abmahnung dargestellt, habe ich meine Pflichten somit nicht verletzt. Ich fordere Sie daher auf, die ungerechtfertigte Abmahnung zurückzunehmen und aus meiner Personalakte zu entfernen. Sollten Sie an Ihrer Darstellung festhalten, werde ich mich gezwungen sehen, gerichtliche Schritte einzuleiten.

kann ich das so schicken oder was würdest du anders schreiben ? würd mich nochmal freuen auf dein antwort

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@UnderCoverUser

"...und somit unsicher war, ob Sie Ihren Dienst am 24.06.2017 antreten können, haben die Vorgesetzten Ihrer Abteilung de Besetzung für den besagten Samstag geändert."

Diese Aussage des Betriebs kann man arbeitsrechtlich in der Luft zerrupfen. Wie DarthMario schon erwähnt hat, kann der Betrieb nach dem Ende der bescheinigten Arbeitsunfähigkeit gerne davon ausgehen, dass du am nächsten Tag zur Arbeit kommst, was du auch getan hast. Da gibt es keinen Grund, unsicher zu sein.

Es gibt keine Pflicht, seine Rückkehr nach der AU vorher anzukündigen. Es gibt lediglich eine Pflicht, rechtzeitig Bescheid zu geben, wenn sich die Krankheit verlängert.

Da du am Samstag arbeiten wolltest, gibt es auch keine Notwendigkeit für eine Folgebescheinigung, denn die Krankheit war ja unterbrochen und eine neue Bescheinigung hast du ordnungsgemäß vorgelegt.

Du solltest wie schon empfohlen die besagte Stellungnahme schreiben und darauf drängen, dass sie zu den Akten kommt (und dir selbst natürlich eine Kopie behalten). Oder du könntest auch gleich fordern, dass die Abmahnung zurückgezogen wird. Sollte das nicht passieren, würde ich mir trotzdem keine grauen Haare machen. Diese Abmahnung dürfte nicht als Grundlage für eine Kündigung nützen.

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@UnderCoverUser

Zitiere: da Sie an den vorangegangen Werktagen aufgrund von Arbeitsunfähigkeit nicht erschienen waren und somit unsicher war, ob Sie Ihren Dienst am 24.06.2017 antreten können, haben die Vorgesetzten Ihrer Abteilung de Besetzung für den besagten Samstag geändert um die Mindestbesetzung zu gewährleisten

Das ist arbeitsrechtlicher Dummfug.

kann ich das so schicken oder was würdest du anders schreiben ?

Den Widerspruch kannst du so schreiben, allerdings solltest du die Androhung rechtlicher Schritte weglassen. Das wäre unnötig Öl ins Feuer gießen. Selbst wenn sie die Abmahnung aufrecht erhalten, schließe ich mich @PeterSchu an, das ist kein Grund sich graue Haare wachsen zu lassen. Du hast deine Sicht der Dinge kundgetan und solltest es damit fürs erste auf sich beruhen lassen.

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Ist zwar schön dass du am samtag arbeiten wolltest aber das war ja klar dass du nach hause geschickt wurdest. Immerhin haben wie wegen dir einen ausfall gehabt, dass dafür schnellstmöglich ein ersatz gefunden und umdisponiert werden musste ist klar. Das nächste mal solltest du bei einer Krankmeldung explizit darauf hinweisen dass du an diesem Tag wieder in der Firma bist. Mit kusshand empfängt dich schließlich niemand.

Auch solltest du dir angewöhnen solche angelegenheiten mit den dafür zuständigen Abteilungen zu klären. Krankschreibungen gibt man nicht irgendeinen Kollegen sondern man geht direkt in die Personalabteilung. Nachrichten ob man nach hause gehen kann kriegt man nicht von Kollegen sondern vom Vorgesetzten.

Das nächste mal solltest du bei einer Krankmeldung explizit darauf hinweisen dass du an diesem Tag wieder in der Firma bist.

Umgekehrt, der Fragesteller hätte mitteilen müssen, wenn er nicht zur Arbeit kommt.

Krankschreibungen gibt man nicht irgendeinen Kollegen sondern man geht direkt in die Personalabteilung. 

So ist es!

Nachrichten ob man nach hause gehen kann kriegt man nicht von Kollegen sondern vom Vorgesetzten

Das war mir auch schon aufgefallen, zumal der Fragesteller von Mobbing spricht.

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Das nächste mal solltest du bei einer Krankmeldung explizit darauf hinweisen dass du an diesem Tag wieder in der Firma bist

Nein. Man hat nur die Pflicht mitzuteilen, wenn man nicht zur Arbeit kommen kann.

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Du kannst zur ÖRA gehen und Dich beraten lassen. Aber fasse Dich dort kürzer, ist schwer nach zu verfolgen :-)

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