Abmahnung gerechtfertigt? obwohl davor korrigiert!

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13 Antworten

Sorry dass ich das sagen muss aber das ist gerechtfertigt.

Du musst das mal aus Sicht des AG betrachten: Eine Arbeitnehmerin geht nicht nur 1,5 Stunden früher nach Hause, sie informiert auch niemanden und hat ausgerechnet an diesem Tag keine Zeiterfassung. Selbst wenn Du das nicht absichtlich gemacht hast, Du kannst das nicht beweisen.

Jetzt sagst Du dass Deine Chefin über Deine Schwangerschaft nicht begeistert ist. Gerade jetzt nutzt diese doch jede sich bietende Gelegenheit, Dir eine Abmahnung zukommen zu lassen. Bei einer eventuellen Wiederholung kann sie Dir trotz Schwangerschaft (herzlichen Glückwunsch dazu) verhaltensbedingt (Arbeitszeitbetrug) kündigen.

Deine E-Mail an die Personalabteilung ist ja gut und schön. Es sieht aber für den AG so aus als hättest Du jetzt reagiert, nachdem man Dich "erwischt" hat.

Ich bezweifle nicht, dass Dir der Fehler unabsichtlich unterlaufen ist aber aus Sicht des AG hat dieser schon das Recht, Dich abzumahnen.

Sieh die Abmahnung als Aufforderung zur Besserung Deines Verhaltens (so ist eine Abmahnung auch zu verstehen), pass auf, dass Dir das in Zukunft nicht mehr passiert und hake das Ganze unter "Erfahrungen" ab. Dann wirkt sich die Abmahnung auch nicht negativ aus. Du solltest aber unbedingt darauf achten, dass wirklich nichts Derartiges mehr vorkommt. Im Wiederholungsfall kann der AG sofort kündigen. Entgegen häufiger Meinungen braucht es nur eine und keine drei Abmahnungen zur Kündigung.

Solltest Du eine Abmahnung erhalten und diese unterschreiben müssen, unterschreib nur: Zur Kenntnis genommen. Eine Anerkennung der Abmahnung an sich brauchst Du nicht unterschreiben.

Also ich kenne das so, dass man sich selber von alleine und unaufgefordert meldet, wenn man sich nicht einstempeln kann und dann meldet man sich natürlich auch wieder ab. Sozusagen "mündliches" Stempeln.

Also du hast die Karte vergessen, nicht Bescheid gesagt, bist früher gegangen, nicht Bescheid gesagt, hast dich selber nicht gekümmert, erst auf Anfrage Angaben gemacht (und dann auch noch falsche) - und wunderst dich jetzt über eine Abmahnung?

Wofür wurde die Abmahnung gegeben? War sie für das nicht registrieren der Komm- und Gehzeiten oder für die falsche Zeit in der E-mail? Wieviel Tage liegen zwischen der Mail mit den falschen Zeiten und der Korrektur-Mail? Wenn die Korrektur-Mail wenige Stunden, oder am darauffolgenden Tag eingegangen ist, wäre es wohl strittig.

Aber ich habe es doch korrigiert schon vor der Abmahnung!

Ja, aber erst, als man es bereits festgestellt und Dich darauf hingewiesen hat. Hätte es niemand bemerkt, hätte man Dich für nicht geleistete Arbeit bezahlt. Du mußt schon entsprechende Sorgfalt walten lassen, wenn die Karte nicht automatisch mit einer korrekten Uhrzeit versehen wird, sondern Du selbst eintragen kannst, was Du magst. Da ist dem Betrug doch Tür und Tor geöffnet. Zudem wird Dir vorgeworfen, Du hättest es nicht gesagt. Wenn Du Dich irgendwo abzumelden hast, wenn Du vorzeitig gehst, und dieses ebenso vergessen haben solltest wie die Uhrzeit, dann akzeptiere die Abmahnung und betrachte sie als schriftliche Erinnerung an Deine Pflichten als Arbeitnehmerin. Reiß Dich zusammen, dann kommt es sicher nicht nocheinmal vor.

Nein niemand hatte mich darauf hingewiesen dass ich doch früher gegangen bin. Ich habe es sekbst an die Personalabteilung ohne irgendwelche Erinnerung oder sonst was geschrieben weil es mir eingefallen ist. Bevor eine Abmahnung kam. Ich wusste nicht mal was von einer Abmahnung!

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@OmriC
2 Tage später bekam ich eine Email von der Personalabteilung, wann ich denn an dem besagten Tag und noch einem anderen Tag gegangen bin.

??

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Rein rechtlich gesehen, handelt es sich hier um einen Verstoß gegen die Arbeitsordnung. Hierzu zählt auch die vereinbarte Wochenarbeitszeit einzuhalten. Die Personalabteilung hätte dich noch nicht einmal anschreiben müssen, sondern hätte umgehend eine Abmahnung aussprechen können. Nach 2 Tagen ohne Berichtigung deinerseits, könnte man dir hier sogar Vorsätzlichkeit unterstellen.

Du hast aufgrund deiner Schwangerschaft (wozu ich dir herzlich gratuliere) zwar einen besonderen Kündigungsschutz aber auch keine unbegrenzten Freiheiten.

Arbeitsrechlich gesehen ist das was Du getan hast "Arbeitszbetrug" d.h. es ist sogar eine fristlose Kündigung möglich. Bei diesen Dingen muß man sehr vorsichtig sein und ich denke mit einer Abmahnung bist Du noch "gut" bedient...so traurig es klingt.. (Betrug egal wie bedeutet fehlendes Vertrauensverhältnis!)

Wie bitte? Auch wenn ich es frühzeitig korrigiert habe?

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@OmriC

nach Deiner Post hast Du nicht gestempelt und dann auf Rückfrage eine falsche Zeit angegeben, das alleine rechtfertigt schon den Betrugsverdacht. Die Korrektur hast Du ja erst später vorgenommen.

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Ich letzte Woche einmal 1, 5 Stunden früher nach Hause weil nichts zutun war.

Bestimmst Du ob etwas zu tun ist? Hast Du Dich ordlich beim Meister, Vorarbeiter, Vorgesetzten abgemeldet?

Aus Sicht des Vorgesetzten:

Er schreibt uns wie immer, als der Angestellte merkt, dass man es überprüft, sagt er die Wahrheit. Dann noch die Stempelkarte genau an diesem Tag vergessen, das richt nach Vorsatz.

Das Du es vor der Abmahnung richtiggestellt hast, ist eigentlich egal..

Das meinem Rechtsgefühl ist die Abmahnung gerechtfertigt, auch wenn es in unseren Betrieb, wahrscheinlich beim ersten Mal bei einer mündlichen Verwarnung geblieben währe.

Es gibt sogar Kündigungsgründe, vor denen dich deine Schwangerschaft nicht schützt.

Du hast - und nun behaupte nicht das Gegenteil - versucht, deine Firma zu betrügen, indem du für eine Zeit bezahlt werden wolltest, in der du gar nicht mehr gearbeitet hast - obwohl du zur Anwesenheit am Arbeitsplatz vertraglich verpflichtet bist.

Wenn du deine Glaubwürdigkeit beim Arbeitgeber verspielst, ist eine Vertrauensbasis, wie sie für ein Arbeitsverhältnis notwendig ist, nicht mehr gegeben. Das wäre ein solcher Grund. Denn Schwangere haben keine Narrenfreiheit!

Deine Chefin hat richtig reagiert. Immerhin ist es "nur" eine Abmahnung und noch nicht die Kündigung. Sie gibt dir also eine Chance, dein Verhalten zu überdenken und solche Fehler in Zukunft zu vermeiden.

Hallo, nur zu eurer Information. Hier in unserer Firma laufen mer solche Dinge. Es war wirklich absolut keine Absicht. Ich sitze hier oft genug bis Abends und wünschte ich könnte die Überstunden & Urlaubstage endlich mal "abfeiern".

Die Chefin hat die Abmahnung zurück genommen!

Deine Chefin hat recht ! Ein Fehler mag ja noch okay gehen aber zweimal da würde ich auch Vorsatz vermuten. Die Abmahnung geht , für dich leider okay.

Hey,

Ist das gerechtfertigt?

so wie du es schilderst, nicht. Allerdings ist das was Menschen sagen und was dann wirklich passiert ist, ziemlich oft unterschiedlich. Alles Gute

Ich habe ihr die Korrektur geschrieben und 2 Stunden später kam die Chefin mit der Abmahnung!!!

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Nein, absolut nicht. Oh man, solche Menschen hasse ich wie die Pest! Mal davon abgesehen.. Du bist jetzt Schwanger, gehst eh bald in den Mutterschutz, danach würde ich nicht wieder in diese Firma gehen! Für die Schwangerschaft alles Gute, Kinder sind wunderbar ;)

Hier her will ich eh nicht mehr.. die machen das immer so. Ich habe die Abmahnung noch nicht angenommen. .

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@ErsterSchnee

Irrtum, sie kommt für eine bestimmte Zeit in Deine Akte, ob Du sie unterschreibst oder nicht! Das Einzige, was Du dagegen tun kannst ist eine Gegendarstellung schreiben, die muß mit abgeheftet werden und im Fall einer auf diese Abmahnung basierenden Arbeitsrechtlichen Maßnahme, mit herangezogen werden!

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@condory

Sag ich doch, man muss sie nicht annehmen. Der Chef schreibt sie und damit existiert sie - unabhängig von der Meinung des Arbeitnehmers.

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@condory

@condory

Irrtum

Wo ist da der Irrtum, den du kritisieren möchtest?

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Dass du einen Fehler macht (Karte gerade dann "vergessen" wenn du früher gehtst) kann man eventuell noch hinnehmen, aber beim Erklären auch noch einen Fehler machen ist unglaubwürdig....

aber beim Erklären auch noch einen Fehler machen ist unglaubwürdig....

Nur ist das immernoch kein Grund für eine Abmahnung ;)

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@Fielkeinnameein

oh doch das ist es. Genau genommen kann man das als vorsätzlichen Betrug auslegen. Da ist man mit einer Abmahnung noch gut bedient.

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Sie hat mich nach 2 Arbeitstagen gefragt, deshalb schrieb ich einfach "wie immer"

Ich habe mir nichts dabei gedacht sonst würde ich es doch nicht korrigieren. Und ich wusste nicht mal was von einer Abmahnung.. habe genug Überstunden, um diese abzufeiern..

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@OmriC

Sry aber wenn es nur 2 Tage später waren, da kann man doch wohl daran denken, dass man früher gegangen ist. Wäre was anderes gewesen, wenn es 2 Monate später gewesen wäre.

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