Abmahnung-Form und Fristen,wer kennt sich aus?

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4 Antworten

Gibt es keinen Betriebsrat? Wenn ja, wende Dich an diesen.

Du hast die Möglichkeit einer Stellungnahme bezüglich der Abmahnung. Deine Gegendarstellung muss dann auch in die Personalakte aufgenommen werden. Es gibt dann auch noch den Anspruch des AN die Entfernung einer unberechtigten Abmahnung mit Gerichtsbeschluss aus der Personalakte entfernen zu lassen. Ich würde Dir empfehlen, die Abmahnung mal von einem Arbeitsrechtler prüfen zu lassen. Wenn Du Gewerkschaftsmitglied bist, stellt Dir die Gewerkschaft auch einen Anwalt. Manchmal ist es auch besser gar nichts zu tun. Wenn ein Teil der Abmahnung evtl. zu Recht ergangen ist, gibst Du dies mit einer Stellungnahme zu und das ist auch kein Vorteil.

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Wenn dein AG Dich wirklich loswerden will und eine verhaltensbedingte Kündigung aussprechen will dann ist eine Abmahnung die Vorstufe dazu.(Das muß aber nicht unbedingt zu einer Kündigung führen!)

Ist die Abmahnung vom Inhalt her nicht richtig und der AG stützt seine Kündigung auf diese Abmahnung ist in der Kündigungsschutzklage mit Richtigstellung der Abmahnung meist auch die Kündigung hinfällig. Es wäre also unklug, den AG auf die falsche Abmahnung hinzuweisen. Es gibt dazu keinerlei Fristen.

Solltest Du doch eine Gegendarstellung schreiben wollen würde ich raten, diese zusammen mit einem Anwalt zu verfassen. Sehr oft wird in einer Gegendarstellung dem AG in die Hände gespielt, indem das Schreiben zum eigenen Nachteil verfasst wurde.

Wie Du diese Abmahnung erhalten hast spielt keine Rolle.

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Kommentar von MinkaPinky
14.07.2013, 10:13

Hallo Maximilian 112,

ich habe die Anmahnung als einfachen Brief mit 58 Cent bekommen, der ja nicht angekommen sein könnte?! Sollte ich dann nicht darauf reagieren und wie gewohnt weiterarbeiten? Oder erwartet mein AG in irgendeiner Form eine Antwort von mir?

Grüße,Lisa

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Zur Abmahnung selbst hat unser Max ja schon alles geschrieben. Dem stimme ich vollumfaenglich zu.

Deine weitere Frage bezueglich des Zugangs bzw. des hier auch moeglich gewesenen Nichtzugangs stellt sich ja eigentlich nicht da sie dir ganz offensichtlich tatsaechlich zugegangen ist. Sollte der Arbeitgeber aber spaeter eine Kuendigung auf diese Abmahnung fussen und wuerdest du dann wahrheitswidrig behaupten, nie eine Abmahnung erhalten zu haben, muesste der Arbeitgeber den Zugang der Abmahnung beweisen.

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Lass dich von einem Anwalt beraten. Ohne Hintergrundwissen, welches Problem du wirklich hast, kann man dir schlecht helfen.

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