Abmahnung erhalten obwohl Krank geschrieben ist das gerecht?

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21 Antworten

Rein theoretisch bist du verpflichtet schon am ersten Tag deiner Abwesenheit eine ärztliche Krankmeldung vorzulegen. Erst ab dem dritten Tag ist Kulanz des Arbeitgebers. Du hättest zumindest anrufen sollen, und sagen, dass du für drei oder x Tage krankgemeldet bist und den Chef fragen sollen, ob es reicht, wenn du sie Krankmeldung danach mitbringst.

Die Abmahnung ist in sofern gerechtfertigt. Allerdings gehe ich mal davon aus, dass es nicht das erste mal bei dir war. Die Reaktion ist schon heftig.

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nachtlicht1978 21.03.2013, 12:32

Das ist nicht korrekt. Die Krankschreibung des Arztes muss bis zum dritten Tag der Krankschreibung beim Arbeitgeber vorgelegt werden. Das hat mit Kulanz nichts zu tun.

Dazu Wiki: Die Arbeitsunfähigkeit und ihre voraussichtliche Dauer muss dem Arbeitgeber unverzüglich, das heißt ohne schuldhaftes Zögern (§ 121 BGB), angezeigt werden. Dauert die Arbeitsunfähigkeit länger als drei Kalendertage, muss sie gegenüber dem Arbeitgeber darüber hinaus durch ein ärztliches Attest (Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung) nachgewiesen werden – bei gesetzlich Versicherten auch gegenüber der Krankenkasse. Das Attest muss dem Arbeitgeber spätestens an dem Arbeitstag vorliegen, der dem dritten Tag der Arbeitsunfähigkeit folgt. Ist dieser Tag arbeitsfrei, ist die Einreichung am nächsten Werktag statthaft (§ 193 BGB). Der Arbeitgeber kann verlangen, dass der Nachweis schon früher erbracht wird.

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Wapiti64 21.03.2013, 12:38
@nachtlicht1978

Na guck mal an - wieder was gelernt! Ich dachte nämlich erst, Othetaler hat Recht...

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Yentl51 21.03.2013, 17:42
@nachtlicht1978

Aber diese Info ist veraltet - das hat sich im Herbst 2012 geändert.

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Sie sollten Ihr Verhalten und Ihre Einstellung zum Lernen und gegenüber Ihrem Arbeitgeber auf den Prüfstand stellen und weniger den Arbeitgeber! "Lehrjahre sind keine Herrenjahre" - nur mal so am Rande! Reichen Sie dem Arbeitgeber unverzüglich das Attest nach und erklären Sie ihm telefonisch vorab, wie lange Sie voraussichtlich krank geschrieben sind!

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nachtlicht1978 21.03.2013, 12:29

Dennoch gebe ich dem Ersteller dieser Frage insofern ein wenig Deckung, als dass ich eine schriftliche Abmahnung einfach übertrieben ist.

Es sei denn, dass man grundsätzlich mit dem Azubi unzufrieden ist. Möglicherweise liegt hier der wirkliche Grund.

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Yentl51 21.03.2013, 12:40

Lieber Schelm, sie hat sich zwar nicht 100 %ig korrekt verhalten, deshalb ist ein solch motalischer Zeigefinger trotzdem sehr überzogen. Was hat die Einstellung zum Lernen damit zu tun und was dieser Uraltspruch "Lehrjahre....." Also wirklich ! Das soll ein Rat sein, den sie sich zu Herzen nehmen soll ? Sie hat lediglich versäumt, nochmals anzurufen und zu sagen, wann sie wieder kommt, das ist zwar blöd, aber kein Verbrechen ! Deswegen gleich eine Abmahnung zu schicken, die arbeitsrechtliche Konsequenzen hat, ist lächerlich. Sie muss jetzt zusehen, dass der gelbe Schein sofort zum AG kommt und mit diesem ein Gespräch führen. Wenn der AG ein Typ Mensch ist wie Sie, dann wird dort wohl jeder Azubi wegen irgendwas demoralisiert, so was gehört in die direkte Nachkriegszeit.

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eigentlich reicht das doch wen ich an einen Tag in der Firma anrufe und die Krankmeldung innerhalb 3 werktage einreiche das wollte ich auch heute tun

Nein nicht wirklich, denn es ist schon der vierte Werktag.

Außerderdem meldet man sich erst einmal telefonsich krank.

Nachdem man beim Arzt war, sollte man nochmal anrufen und bescheid geben wie man man voraussichtlich krank ist.

Dann schickt man z.B. die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung per Post ab und nicht erst am vierten Tag.

Woher soll der Arbeitgeber wissen, wann Du wieder da bist?

Jetzt meine Frage ist das Gerecht von meinen Betrieb?

Ich finde es gerecht.

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Du bist dafür verantwortlich, dass die Krankmeldung innerhalb von drei Werktagen in der Firma ist. Heute ist Donnerstag, also der vierte Werktag nach Erkrankung (jawohl der erste Tag wird mitgezählt!). Egal, wie viele Angestellte die Frima hat, deine Aufgaben hast du zu erledigen, nicht die anderen. Verhalte dich in Zukunft so, wie es erwartet wird, dann ist eine Abmahnung nichts Schlimmes.

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Doctores2 21.03.2013, 12:40

Fristen müssen zwischen AN und AG vertraglich vereinbart sein, sonst gilt:

AU Bescheinigungen müssen am ersten Tag der K.-meldung im UN vorliegen !

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Yentl51 21.03.2013, 12:46
@Doctores2

Es hat sich gerade erst im Gesetz geändert, dass ein AG darauf bestehen kann, bereits am 1. Tag die Bescheinigung zu bekommen. Er muss das dann aber sagen, ansonsten gilt nach wie vor, die Dreitagesfrist, wie es bislang üblich war. Schließlich ist man nicht bei jeder Krankheit in der Lage, sofort zum Arzt zu gehen und dann auch noch zum Briefkasten.

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Schuhu 21.03.2013, 12:47
@Doctores2

Da gebi91 von drei Tagen schreibt, gehe ich davon aus, dass in ihrer / seiner Firma eine Drei-Tage-Regelung gilt.

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ellaluise 21.03.2013, 13:26
@Schuhu

und bitte beachten: Entweder ab dem 1. oder 3. Tag vorliegen, nicht am, die Postlaufzeit sollte man mind. haben.

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Familiengerd 21.03.2013, 13:28
@Doctores2

"AU Bescheinigungen müssen am ersten Tag der K.-meldung im UN vorliegen !"

Das ist falsch (um nicht zu sagen: Quatsch)!

Im übrigen: Wie soll das denn überhaupt gehen? Wenn ich z.B. ab heute krankgeschrieben bin, kann die AU-Bescheinigung nicht schon heute beim Arbeitgeber vorliegen!

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Familiengerd 21.03.2013, 14:30
@Yentl51

@Brille99:

Es wurde kein Gesetz geändert - und es ist wieder einmal die Verwirrung um die Formulierungen "am" ersten und "für den/ab dem" ersten Tag!

Lediglich das Bundesarbeitsgericht hat vor einigen Wochen in einem bestimmten Fall (es ging um Diskriminierung) festgestellt, dass ein Arbeitgeber - abweichend von der sonst in seinem Betrieb üblichen Praxis - für eine bestimmte Arbeitnehmerin eine AU-Bescheinigung auch schon "ab dem/für den" ersten Krankheitstag verlangen darf; das heißt aber nicht, dass diese Bescheinigung schon "am" ersten Tag beim Arbeitgeber vorliegen muss (was ja auch kaum möglich ist).

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Yentl51 21.03.2013, 16:37
@Familiengerd

Das wurde aber in den Medien vollkommen anders dargestellt. Da wurde es genauso formuliert, wie ich es geschrieben habe,nämlich dass der Arbeitgeber verlangen kann, dass ihm bereits am 1. Tag der Krankheit die AU-Bescheinigung vorglegt wird. Es wurde dann nämlich auch noch gesagt, dass man die Bescheinigung auch per Kurier oder durch Angehörige überbringen lassen kann.

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Yentl51 21.03.2013, 17:36
@Familiengerd

Bislang galt, 3. Tag. Dann wurde die Geschichte anhand eines Fall vor einigen Monaten öffentlich gemacht. In den Medien wurde berichtet, dass der AG bereits das Vorlegen am 1. Krankheitstag verlangen kann. Per Post geht das dann nicht, aber durch Kurier. Die Kosten dafür muss der AG tragen. Weiterhin sei es in den meisten Fällen möglich, die Bescheinigung per mail, Fax oder Angehörige/Bekannte beizubringen, selbst Arztpraxen könnten die Bescheinigungen direkt zum AG faxen. Auch wenn hier zu meiner großen Verwunderung viele sagen, das Gesetz wurde nicht geändert und das sei alles Quatsch - genauso habe ich das im Fernsehen gesehen und im Radio gehört. Wenn alles beim alten geblieben wäre, nämlich der 3. Tag, wäre das ganze ja nicht diskutiert und neu festgelegt worden. Ich kalkuliere immer mit ein, dass ich mich irre, aber diese Berichte liefen nicht in Soaps oder anderen dämlichen Sendungen.

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Familiengerd 21.03.2013, 18:14
@Yentl51

Ich gehe - zu 100 % - von einem Missverständnis aus; solche Regelungen (wie beschrieben) wären völlig überzogen und unrealistisch.

Die Bestimmung bezüglich des ersten Tages bezieht sich nur darauf, dass der Arbeitgeber verlangen kann, dass die Krankheit schon ab dem ersten Tag der Erkrankung attestiert werden muss (und nicht erst ab dem zweiten oder dritten); sie bezieht sich nicht darauf, dass ein Attest schon am ersten Tag dem Arbeitgeber vorliegen müsse!

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dieses gefühl das mein Arbeitgeber mit mir unzufrieden ist habe ich schon lange fülle mich einfach richtig unwohl in dieser Firma und mir kommt es so vor als hätten die nur auf eine Gelgenheit gewartet mich abmahnen zu können. Ich war schon einmal zwei wochen krank da hiess es dann ach ja krankmeldung reicht uns zu bringen wen du das nächste mal wieder kommst naja ich wiess das es von mir ein Fehler war danke für eure antworten weiss jetzt nur nicht wie ich mich in meinen Betrieb verhalten soll da ich mich jetzt noch unwohler da fühlen werde

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johnnymcmuff 21.03.2013, 12:50

Amahnungen müssen nicht dazu führen um entlassen zu werden.

Man kann 10 Abmahnungen haben und der Arbeitgeber kündigt nicht. Ein anderer Arbeitnehmer kann z.B. nur 2 haben und wird entlassen.

Hallo

bitte achte in Zukunft darauf Reaktionen zu einer Antwort auch in Form von nachträglichen Ergänzungen Deiner Frage über den Link "Antwort kommentieren" hinzuzufügen. So ist sichergestellt, dass der Zusammenhang im Nachhinein nicht verloren geht, da die Antworten durch die Bewertungen ja ständig in Bewegung sind.

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ja eben das ist es ja ich habe erst die Ausbildung angefangen und weiss ja nicht genau wie man das regelt also mit der Krankmeldung ich weiss klar das ich auch einen Fehler gemacht habe und weiss das ja beim nächsten mal jetzt. Wie gesagt ich finde nur echt die reaktion meines Arbeitgebers sehr heftig mir kommt es einfach so vor als würden die mich jetzt loswerden wollen

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Luardess 21.03.2013, 12:38

bitte deinen arbeitgeber um ein gespräch, entschudlige dich für deinen fehler und sage ihm, daß du es für die zukunft besser weißt. sag ihm auch, daß du eine abmahnung heftig findest und frag ihn nach der begründung :-)

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Ok, Du bist noch Azubi und weißt es vielleicht noch nicht besser... Aber wenn Du nächstes Mal wieder krank bist, rufe am besten sofort in der Firma an und sage, wie lange Du voraussichtlich fernbleibst oder dass Du noch zum Arzt gehst und Dich danach meldest. Wenn Du dann vom Arzt eine Krankmeldung bekommst, würde ich Dir empfehlen, diese sofort abzuschicken, besser noch einzuscannen und vorher direkt in die Firma zu schicken. Das Original kannst Du dann ja per Post versenden. Eine Abmahnung ist schon ziemlich hart. Rede doch noch einmal mit Deinem Chef drüber und sage ihm, dass Du es nicht besser wusstest und dass es nett gewesen wäre, wenn Du bei Ausbildungsantritt auf die Gegebenheiten im Krankheitsfall hingewiesen wärst.

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Da der Krankenschein bereits am 3.Tag der Erkrankung dem Arbeitgeber vorliegen muss ist eine Abmahnung gerechtfertigt. Heute ist ja bereits der vierte Tag und da wolltest du anrufen und wann sollte der Krankenschein nachgereicht werden?Bis jetzt hat hat sich nach deinen Worten nichts getan denn du wolltest ja nur.

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Tja, das alles ist richtg! 1. Anrufen, dass krank, 2. Arzt (Krankschreibung ausstellen lassen, bzw heilen lassen) 3. je nach 2. entweder wieder zur arbeit, oder den "gelben Schein" schnellstmöglichst zum Arbeitgeber.

Ein paar Dinge muss man aber noch gesagt haben: Abmahnungen bleiben nicht für ewig und drei Tage in der Personalakte, sondern müssen auch wieder entfernt werden. Man kann sich beim Arbeitgeber erkundigen (ggf. beim Betriebsrat), wie lange diese Abmahnung in der Personalakte verbleiben soll.

Außerdem noch ganz wichtig: Wann hat der Arbeitgeber dich über das richtige Verhalten im Krankheitsfall aufgeklärt? Normalerweise müsste er dir zu Beginn deiner Ausbildung eine Art Liste gegeben haben, die du gegenzeichnen musst. Darin sind Dinge wie: dir wurde das Klo gezeigt, wann Pausen sind, wo der Pausenraum ist, der korrekte Umgang mit Gefahrenstoffen etc. UND auch, was du machen musst, wenn du krank bist. Hat der Arbeitgeber dies nachweislich ncht getan, ist es seine Mitschuld, dass du dich nicht korrekt verhalten hast. Daran könntest du ihn mal ganz vorsichtig erinnern. Dass du zwar eine tolle Einweisung bekommen hatttest, dass du darüber aber nicht informiert wurdest. Verhalten im Krankheitsfall ist schließlich kein Unterrichtsfach in der Grundschule.

Ich würde aus dem Bauch heraus behaupten, dass die Abmahnung im rechtlichen Sinne unverhältnismäßig ist und deswegen sowieso kaum relevant für eine Entlassung sein kann. Wenn der Cheff dich loswerden will, schafft er das sicher auch anders.

Ich selbst würde mich übrigens über einen selbstbewussten Azubi freuen, der einerseits offen einen Fehler einsieht, aber auch klar stellt, dass auch der Chef Verantwortung zu übernehmen hat.

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Erst ruft man an, dass man krank ist, hast du ja gemacht. Dann geht man zum Arzt und holt sich eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, die man dann innerhalb von 3 Tagen seit Ausbruch der Krankheit beimi Arbeitgeber sein muss. Dann ruft man nochmals an und sagt bescheid, bis wann man krank ist, das hast Du wohl nicht gemacht. Eine Abmahnung halte ich dennoch für überzogen. Ruf im Betrieb an und mache Deinen Vorgesetzten darauf aufmerksam, dass Du doch angerufen hast und sag, wann Du wieder kommst. Und - geh nicht ohne Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung hin, dann ist die Abmahnung nämlich berechtigt. Wenn dort einfach nur nicht weitergegeben wurde, dass Du angerufen hast, bestehe darauf, dass die Abmahnung schriftlich zurück genommen wird. Übrigens - Dein Arbeitgeber und Deine Kollegen nicht nicht dazu verpflichtet, bei Dir anzurufen und zu fragen, wann Du wieder kommst.

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Wapiti64 21.03.2013, 12:36

Nein, verpflichtet sind sie dazu nicht. Aber bei einem Azubi würde ich es trotzdem tun. Wir sind alle nur Menschen.

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Yentl51 22.03.2013, 10:14
@Wapiti64

Das mag ja sein, aber hier geht es ja nicht darum, was vernünftig ist, sondern rechtens.

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Hallo,

wenn ihr ein kleiner Betrieb seit und dort viel zu tun war in der Zeit in der du nicht anwesend warst, dann hatten die vielleicht nicht die Zeit, da nachzuforschen, wie lange du krank bist und du hättest es ihnen ja auch direkt bei deinem Anruf sagen können.

Ich kenne das so, dass man, wenn man krank ist, den Krankenschein direkt am selben Tag los schickt und der am spätestens nächsten Tag vorliegen muss im Betrieb, sonst gab es bei uns immer Ärger.

Schöne Grüße und gute Besserung

Tommy

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Nein, das ist eine Unverschämtheit und hat, wenn Du dann die dritte Abmahnung bekommst, auch arbeitsrechtliche Konsequenzen. Solltest Du irgendwann die zweite Abmahnung erhalten, setzt Dich bitte mit Deiner Handelskammer in Verbindung und bitte darum, Deine Ausbildung in einem anderen, grösseren, Betrieb fortsetzen zu dürfen.

Sie werden Dich dann fragen, warum, und dann solltest Du die Abmahnungen vorlegen (Kopien natürlich) und das denen erzählen.

Aktuell kannst Du leider nichts machen, einen Betriebsrat gibt es in so einer Klitsche natürlich nicht (erst ab 20 Beschäftigte) und als Azubi sitzt Du eh am kürzeren Hebel.

Darf ich noch erfahren, welchen Beruf Du da gerade erlernen willst?

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nachtlicht1978 21.03.2013, 12:34

Das ist doch Unsinn, was Du hier schreibst. Juristisch hat das Bestand. Und zwar auch vor der Handelskammer. Der Arbeitgeber hat im Rahmen der Gesetzgebung (Entgeldfortzahlung) absolut korrekt gehandelt. Ich finde es zwar auch übertrieben, aber rechtlich hat der Arbeitgeber korrekt gehandelt. Das Fehlverhalten liegt hier prinzipiell beim Azubi. Daran ändert auch die Konsultation der Handelskammer nichts.

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Wapiti64 21.03.2013, 12:41
@nachtlicht1978

Ja, nachtlicht. Ich habe das doch nur für den Fall geschrieben, dass die noch mehr Abmahnungen schreiben. Kann ja auch sein, dass sie nur einen "Warnschuss" abgegeben haben und nach einer Entschuldigung die Abmahnung zurückziehen...

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nachtlicht1978 21.03.2013, 12:49
@Wapiti64

Das ist natürlich eine Möglichkeit. Deswege habe ich auch direkt gefragt, ob es vielleicht schon vorangegangene Missstände gegeben hat. Möglicherweise ist der Ausbildungsbetrieb mit den bisherigen Leistungen nicht zufrieden, oder aber dieser Vorfall ist keine Einzelfall gewesen. Der Ersteller schreibt auch, er sei noch unerfahren. Allerdings starten Ausbildungen doch meist im August oder September, oder? SO neu ist das Arbeitsverhältnis also nicht. "Nachtigall, ick hör Dir trapsen".... :-)

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Wapiti64 21.03.2013, 15:24
@nachtlicht1978

Es gibt aber auch Arbeitgeber, die sofort voll drauf hauen, wenn irgendwas ist, und Fragesteller schreibt ja auch, er war noch nie krank... Gelle?

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nachtlicht1978 21.03.2013, 16:16
@Wapiti64

...und da ja alle Fragensteller immer die Wahrheit sagen wird schon stimmen..... ;-)

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und woher soll der betrieb wissen, wie lang er ohne dich planen muss?

es ist deine pflicht dem arbeitgeber mitzuteilen, wie lang du fehlst

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Die drei-tägige Frist ist aber bereits gestern abgelaufen, nicht heute. Wenn man krank ist, dann meldet man sich telefonisch krank, geht zum Arzt und versendet die Krankschreibung mit der Post an die Firma.

Weiterhin ruft man direkt nach dem Arztbesuch an, und teilt mit, wie lange man krankgeschrieben ist.

Das müssen insbesondere Auszubildende lernen.

Ich finde eine schriftliche Abmahnung zwar viel zu heftig, rein juristisch aber gerechtfertigt. Ich gehe davon aus, dass der Du auch sonst Probleme im Ausbildungsbetrieb hast?

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Du hast dich pünktlich zum Arbeitsbeginn krank gemeldet und die AU fristgerecht (am 3.ten Krnakheitstag!) eingereicht? Dann könnte der Betrieb die Abmahnung in die Tonne kloppen. Da du aber die AU nicht am Mittwoch eingereicht hast, ist dafür eine Abmahnung möglich.

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Yentl51 21.03.2013, 12:48

Ein AG kann nach heutiger Rechtsprechung darauf bestehen, dass Krankmeldungen bereits am 1. Tag vorgelegt werden, dann muss er das aber vorher sagen.

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Rheinflip 21.03.2013, 13:01
@Yentl51

Fail, Brille. Die AU muss evt ab dem ersten Tag gelten, aber immer spätestens am 3ten vorgelegt werden.

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Familiengerd 21.03.2013, 13:31
@Rheinflip

@ Rheinflip:

Genau so ist es!

Und immer wieder dieses Durcheinander und Vermischen von am ersten Tag oder für den ersten Tag!

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Yentl51 21.03.2013, 17:38
@Rheinflip

Dann wäre ja alles beim alten geblieben und es wäre ja nicht über den Fall berichtet worden. Man hat ja eindeutig die Rechte des AG dargelegt. ich habe mich ja noch gefragt, wie man das möglich machen soll, wenn man niemanden hat, der die Bescheinigungen für einen durch die Gegend fährt.

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Familiengerd 01.04.2013, 15:03
@Yentl51

Es ist schon viel dazu geredet worden, dass ändert aber auch nichts daran, dass Deine Aussage, es gäbe ein Urteil, dass die AU-Bescheinigung schon am 1. Tag beim Arbeitgeber vorgelegt werden müsse, Unsinn ist.

Das fragliche Urteil des Bundesarbeitgerichtes stellte fest, dass in einem konkreten Fall der Arbeitgeber das Recht hatte, abweichend von der sonstigen Praxis in seinem Betrieb (Rundfunkanstalt), eine AU-Bescheinigung schon für den 1. Tag der Erkrankiugn zu verlangen; das hieß aber nicht, dass die Bescheinigung schon am ersten Tag bei ihm vorgelegt werden müsse.

Unabhängig davon gilt natürlich, dass der Arbeitgeber unverzüglich über das Fehlen wegen einer Erkrankung informiert werden muss.

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die firma ist nicht verpflichtet bei dir nachzufragen sondern du hast eine informationspflicht gegenüber der firma. ausnahmen gibt es nur dann, wenn dein zustand so schlimm ist, dass du die firma nicht erreichn kannst. die abmahnung ist gerecht.

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Wapiti64 21.03.2013, 12:35

Gegenüber einem Azubi total übertrieben! Also wir gehen nicht so mit unseren Azubis um, wir wollen sie ja behalten. Und wenn wir ein Problem mit einem haben, dann sagen wir ihm/ihr das nicht nur, sondern auch noch den Grund!

Unglaublich, dass man auch Azubis wie Menschen behandeln kann, was?

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SerenaEvans 21.03.2013, 12:38
@Wapiti64

Wapiti, du weißt nicht was da sonst noch gelaufen ist!

Ich gehe schwer davon aus, dass sie / er sich schon mehrere Fehltritte erlaubt hat und das nun das Faß zum Überlaufen gebracht hat.

Allein das er / sie glaubt der Betrieb müsste bei ihm / ihr wegen der Dauer nachfragen, zeigt schon eine Zweifelhafte Einstellung.

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SilkeJa 21.03.2013, 12:41
@Wapiti64

Man kann von Azubis aber auch erwarten, dass sie wissen, wie sie sich im Fall einer Krankmeldung zu verhalten haben. Einfach wegbleiben, ohne das jemand weiß, wann man denn wiederkommt, geht gar nicht....Der Grund wurde ja auch genannt...

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SerenaEvans 21.03.2013, 12:44
@SilkeJa

Genau Silke. Das sagt einem bereits der gesunde Menschenverstand, dass man den Betrieb darüber informiert!

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Yentl51 21.03.2013, 17:39
@SerenaEvans

Sie hat sich tel. krank gemeldet. man kann nicht am 1. Tag bereits wissen, wann man wieder arbeitsfähig ist, das muss dann ja auch ein Arzt fest stellen.

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3 tage, also montag, dienstag, mittwoch. heute ist donnerstag, frist verpasst.

außerdem schickt man den attest gleich weg. sprich montag wegschicken, spätestens mittwoch dort. noch besser: gleich montags vorbeibringen oder vorbeibringen lassen. es ist nicht aufgabe der firma dich zu fragen, wie lange du krankgeschrieben bist. es ist deine pflicht ihnen das mit zu teilen.

ich denke, du hast da einiges versäumt. daher ist eine abmahnung völlig gerechtfertigt, wenn auch meines erachtens übertrieben.

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Doctores2 21.03.2013, 12:38

Fristen müssen zwischen AN und AG vertraglich vereinbart sein, sonst gilt:

AU Bescheinigungen müssen am ersten Tag der K.-meldung im UN vorliegen !

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johnnymcmuff 21.03.2013, 12:43
@Doctores2

AU Bescheinigungen müssen am ersten Tag der K.-meldung im UN vorliegen !

Meiner Meinung nach ist das nicht immer machbar und erforderlich.

Wie soll das gehen, wenn der Betrieb über eine Stunde entfernt liegt und man nicht in der Lage ist mit dem Auto oder Bus zu fahren.

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Luardess 21.03.2013, 12:59
@Doctores2

nicht ganz. die bescheinigung muß spätestens am 3. tag da sein, sofern der arbeitgeber vorher nicht festgesetzt hat, daß die bescheinigung am ersten tag da zu sein hat, bundesarbeitsgericht 2012. der anruf daß man krank ist muß am ersten tag erfolgen.

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Yentl51 21.03.2013, 17:40
@Luardess

Danke Luardess - genauso habe ich das auch gehört. Nach dem, was hier alle geschrieben haben, habe ich schon an meinem Verstand, meinen Augen und Ohren gezweifelt.

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Luardess 21.03.2013, 22:42
@Yentl51

du brauchst nicht an dir zu zweifeln. daß die krankmeldung bis zum 3. tag abgegeben werden muß und der arbeitgeber vorher festsetzen muß, wenn er sie am 1. tag haben möchte, kann man zu hauf im inet nachlesen. daher versteh ich andere beiträge hier auch nicht, die besagen, daß die krankmeldung gesetzlich am 1. tag beim arbeitgeber zu sein hat. wie schon jemand anderes geschrieben hat, ist dies das neuste gerichtsurteil, was man auf einigen seiten nachlesen kann, wenn man sich die mühe macht. aber ich habe das gefühl, daß viele leute einfach nur ne antwort schreiben, ohne vorher nochmal im inet nach zu schauen.

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Familiengerd 01.04.2013, 15:01
@Luardess

Es ist schon viel dazu geredet worden, dass ändert aber auch nichts daran, dass Deine Aussage, es gäbe ein Urteil, dass die AU-Bescheinigung schon am 1. Tag beim Arbeitgeber vorgelegt werden müsse, Unsinn ist.

Das fragliche Urteil des Bundesarbeitgerichtes stellte fest, dass in einem konkreten Fall der Arbeitgeber das Recht hatte, abweichend von der sonstigen Praxis in seinem Betrieb (Rundfunkanstalt), eine AU-Bescheinigung schon für den 1. Tag der Erkrankiugn zu verlangen; das hieß aber nicht, dass die Bescheinigung schon am ersten Tag bei ihm vorgelegt werden müsse.

Unabhängig davon gilt natürlich, dass der Arbeitgeber unverzüglich über das Fehlen wegen einer Erkrankung informiert werden muss.

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Das ist voll kommen in Ordnung und die Abmahnung wäre hinfällig. Wenn du innerhalb drei Tagen die AU vorlegen musst ist doch alles okay.

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DU scheinst auf dem Gebiet etwas unerfahren zu sein.

In der Reihenfolge und nicht anders:

Anruf -> Bin Krank -> Arzt -> Anruf bin bis dann krank -> Attest abschicken -> Wiederkommen

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Yagashiu2 21.03.2013, 12:35

dem ist nichtsmehr hinzuzufügen! selbst dran schuld an der Abmahnung...

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Rheinflip 21.03.2013, 13:05

Der zweite Anruf ist sinnvoll und höflich, aber kein Abmahnungsgrund bei Ausbleiben. Es fehlt auch die 3 Tages-Frist zur Vorlage der AU.

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koch234 21.03.2013, 16:37

DU scheinst auf dem Gebiet etwas unerfahren zu sein.

Schüssel vorn, Schüssel hinten > Anruf AG: krank! > Schüssel vorn, Schüssel hinten > Anruf Arzt: Bitte Attest/Hausbesuch! > Schüssel vorn, Schüssel hinten, Gesundschlaf .... wenns dann mal besser geht, das Attest abholen und verschicken oder bringen. bis zum 4. Tag nach Krankheitsausbruch.

Sind Sie länger als 3 Werktage krank, benötigen Sie eine vom Arzt ausgestellte Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (Krankmeldung). Diese müssen Sie Ihrem Arbeitgeber im Normalfall spätestens am 4. Werktag nach Beginn der Krankheit abgeben. Wenn Sie sie per Post schicken, muss diese am 3. Werktag beim Arbeitgeber eingegangen sein.

http://www.helpster.de/krankmeldung-abgeben-das-sollten-sie-beachten_73610

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Yentl51 22.03.2013, 10:14
@koch234

Beachten Sie unbedingt, ob in Ihrem Arbeitsvertrag, der Betriebsvereinbarung oder im gültigen Tarifvertrag eventuell eine kürzere Frist vereinbart ist, an die Sie sich zu halten haben. Übersehen Sie diese wichtige Frist, ist der Arbeitgeber zur Einstellung der Lohnfortzahlung berechtigt.

Das hier stand genauso in dem Link, und das finde ich ziemlich wichtig. Es fragt sich natürlich auch, von wann diese Eintragung ist. Ist sie wirklich noch aktuell ?

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Tja - wie ich schon gesagt habe. Bist selbst dran schuld.

Zuerst ruft man an und sagt , dass man zum Arzt geht! Dann ruft man nochmal an und sagt, wie lange man krankgeschrieben wurde!! Dann schickt man die AU dirket ( am besten als Einschreiben) zum Betrieb.

Und dann passiert dir auch nichts weiter.. -.-

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