Abmahnung aufgrund eines Fehlers rechtens?

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6 Antworten

In der Ausbildung gibt es keine Abmahnungen. Für den fachlichen Bereich steht der Ausbilder grade. Und wenn du dennoch (versehentlich) einen Fehler machen solltest, ist das nicht dein Problem.

Kündigen darf der Ausbilder nach Ablauf der Probezeit sowieso nur außerordentlich und dafür ist die Schwelle seeehr hoch.

zwar ist in diesem fall gegen eine abmahnung formal nichts einzuwenden, aber dem ausbilder fehlt wohl das fingerspitzengefühl.

ausbildung heißt lernen und wer voraussetzt, dass ein azubi dabei keine fehler begeht, lebt "hinter dem mond" . ein guter ausbilder lobt zwar nicht für fehler, aber trainiert mit dem azubi diesen vorgang, damit sich der fehler nicht wiederholt.

und formaljuristisch musst du schon mehr machen, als einmal noch so einen fehler begehen, damit dich der ausbilder rauswerfen kann. das geht in der ausbildung nämlich nur bei sog "wichtigen gründen" (z.b. straftaten), aber nicht bei simplen fehlern im lern- oder arbeitsprozess; d.h. ein ausbildungsverhältnis kann vom ausbilder nur fristlos gekündigt werden.

und wer den fehler macht, azubis ohne ausreichende kenntnisse für hochqualifizierte oder gefährliche arbeiten einzusetzen, kann hinterher nicht den azubi für pannen und folgen solcher fehler haftbar machen.

gib dir mühe, dass das nicht nochmal vorkommt. aber du hast schonmal das signal, dass es sich nicht lohnen wird, später nach erfolgreicher ausbildung dort zu arbeiten. es wird mit sicherheit kein gutes betriebsklima sein, wenn schon azubis so behandelt werden.

Hmmm in der Ausbildung kommt mir das flasch vor... Es ist noch kein Meister von Himmel gefallen und so ...

Dein Verantwortlicher muss deine Arbeit prüfen. Er steht dann auch dafür gerade.

Kommentar von XxUsernamexX92
05.07.2016, 16:55

Das seh ich genauso. Aber kontrolliert wird nie wirklich etwas.

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Nunja wie immer es kommt darauf an. Welcher Fehler war es, warst du aufgrund deines Ausbildungsstandes in der Lage den Fehler zu erkennen. Hast du bei der Prüfung auf Fehler grob fahrlässig gehandelt und sind die Auswirkungen dieses Fehlers gravierend dann kommt eine Abmahnung in Betracht.

Sprich mit deinem Ausbildungsleiter

Eine Abmahnung ist im Arbeitsrecht
in der Regel notwendige Voraussetzung für den Ausspruch einer
verhaltensbedingten Kündigung, also einer Kündigung, bei der dem
Arbeitnehmer ein Fehlverhalten zum Vorwurf gemacht wird. Dabei erfüllt
die Abmahnung drei Zwecke: Warnfunktion, Hinweisfunktion und
Ermahnfunktion.

Aus diesen ergeben sich mittelbar auch die notwendigen
Voraussetzungen für die Wirksamkeit einer Abmahnung. Denn genügt die
Abmahnung nicht bestimmten formalen und inhaltlichen Voraussetzungen, so
ist sie unwirksam. Der Arbeitnehmer kann dann verlangen, dass die
Abmahnung aus der Personalakte gelöscht wird. Hinweis-, Ermahn- und
Warnfunktion.

Die Abmahnung dient in erster Linie dazu, den Arbeitnehmer auf sein
pflichtwidriges Verhalten hinzuweisen (Hinweisfunktion). Dabei ist es
zwingend notwendig, dass die Abmahnung das gerügte Verhalten genau
bezeichnet, sodass für den Arbeitnehmer eindeutig zu erkennen ist, was
ihm vorgeworfen wird.

Eine Abmahnung ist dann okay, wenn der Fehler leichtsinnig oder vorsätzlich gemacht wird. ansonsten nicht

Kommentar von XxUsernamexX92
05.07.2016, 16:55

Den Fehler im System habe ich bemerkt, wollte es ansprechen, aber mir wurde Arbeit zwischen geschoben und ich habe verpennt es weiterzugeben.

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