Abmahnung an Untermieter, da dieser die Schlüssel zu Küche, Toilette und Bad einbehält - auf was muss geachtet werden?

6 Antworten

2 Hauptmieter bilden eine Mieterpartei in Personenmehrheit gegenüber dem Wohnungsvermieter und sind gleichzeitig gegen den Untermieter Vermieter, will heißen, dass der Untermietvertrag durch beide Hauptmieter unterschrieben sein muss um Gültigkeit zu erlangen. Bitte prüfen.

Im Untermietvertrag wird nur das Zimmer an den Untermieter vermietet, die Benutzung von Küche, Bad, Toilette und Flur nur erlaubt. Diese Räume sind nicht Mietgegenstand. Der Einbehalt der entsprechenden Schlüssel ist also rechtswidrig. Fristsetzung von 24 h, also 25.04.2018 um 20:00 h, zur Rückgabe der Schlüssel.

Falls die Schlüsselrückgabe nicht erfolgt, Schlösser tauschen und Rechnung über Schadensersatz mit Bezahlungsdatum übergeben. Zeugenschaft der Übergabe beachten. Da Ganze ohne Gerede oder Drohungen durchziehen.

Abmahnung wegen Störung des Hausfriedens und unbefugten Einbehalt der divesen Schlüssel gleichzeitig übergeben. Man könnte sogar auf Unterschlagung erkennen oder in Weiterführung der Androhung der Absperrung auf Nötigung.

Hallo Gerhart,
vielen lieben Dank für Deine qualifizierte Antwort!

könnte man das als Abmahnung gelten lassen?
Vielen Dank im Voraus!

Sehr geehrter XX

im Untermietvertrag wird nur das Zimmer Sie vermietet und die Benutzung von Küche, Bad, Toilette und Flur nur erlaubt. Diese Räume sind nicht Mietgegenstand.

Der Einbehalt der entsprechenden Schlüssel ist also rechtswidrig.

Deshalb fordern wir Sie auf, uns innerhalb von 24 h - also bis 25.04.2018 um 20:00 Uhr - die Schlüssel zu Toilette, Bad und Küche zu übergeben.

Hinweis auf Folgen:

Falls die Schlüsselrückgabe nicht erfolgt, sehen wir uns gezwungen die Schlösser tauschen zu lassen. Hierbei entstehende Kosten sind von Ihnen zu tragen.

Sollten Sie dieser Aufforderung nicht entsprechen und weiterhin die Ihnen nach dem Mietvertrag obliegenden Pflichten nicht beachten, müssen Sie mit einer fristlosen Kündigung des Mietvertrages rechnen. Nach erfolgter Kündigung werden Sie gegebenenfalls auf Räumung und Herausgabe der Mieträumlichkeiten sowie Unterschlagung der Schlüssel verklagt werden.

Es dürfte in Ihrem Interesse sein, dies zu vermeiden.

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@Phewz

Zunächst einmal glaube ich, dass Ihr beim gewohnten "Du" bleiben könnt, auch wenn der Rest des Schreibens förmlich ist.

Dann lies Dir mal diesen Satz nochmal durch:

Nach erfolgter Kündigung werden Sie gegebenenfalls auf ... Unterschlagung der Schlüssel verklagt werden. Klingt etwas eigentartig, denn die Unterschlagung ist doch das Delikt. Man verklagt nicht "auf", sondern "wegen".

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@Phewz

Hier ist Zivilklage von der Anzeige einer Straftat zu unterscheiden. >> erfolgt eine Anzeige wegen Unterschlagung<<

(Die Anklage übernimmt gegebenenfalls der Staatsanwalt).

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Für die Abmahnung gibt es nichts zu beachten.

Aber du könntest ihm mal die aufzeigen, welche Konsequenzen sein Handeln hat. Du kannst bei Gericht einen Eilantrag (einstweilige Verfügung) auf Herausgabe der Schlüssel stellen. Die Kosten, inkl. Gerichtsvollzieher für die Abnahme der Schlüssel hätte er zu tragen. Falls du die Türen vom Schlüsseldienst öffnen lassen musst und neue Schlösser einbauen zu lassen, müßte er dir den Schaden ersetzen. Und so weiter was auch immer er noch macht. Vielleicht kannst du so mal zum Nachdenken über sein Handeln bringen.

Ach ja, Strafanzeige wegen Nötigung und Erpressung habe ich ganz vergessen zu erwähnen.

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Was muss beachtet werden, wenn ich dem Untermieter nun eine Abmahnung mit Aufforderung zur Herausgabe der Schlüssel ausspreche?

Eigentlich gar nichts, da solche Abmahnungen keine bestimmte Form erfüllen müssen.

Sinnvoll wäre natürlich die Fristsetzung, bis wann die Schlüssel ausgehändigt werden sollen. Alternativ androhen, die Schlösser auf Kosten des Mieters auszutauschen.

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