Abmahnung vom Arbeitgeber?

11 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
Habe ich wirklich einen Fehler gemacht ?

Aus meiner Sicht ist Dir rechtlich überhaupt kein Vorwurf zu machen! Das gilt jedenfalls dann, wenn der Arbeitgeber seine Antwort an Dich nicht ausdrücklich als "vertraulich" erklärt hat und wenn die Kommunikation über Firmeninterna per WhatsApp (wegen der datenschutzrechtlichen "Probleme" dieser App) nicht verboten wurde.

Du hast ein firmenintern bekanntes (nehme ich einmal an) Problem Deinem Arbeitgeber gegenüber angesprochen. Seine Antwort unterliegt nicht der Vertraulichkeit (wenn er die Vertraulichkeit nicht ausdrücklich erklärt hat), sie ist kein "Firmengeheimnis", und Du hast sie nicht veröffentlicht in dem Sinne, dass Du diese Mitteilung "nach außen getragen" hast.

Man kann allenfalls - je nachdem, wie das Verhältnis zum Arbeitgeber ist - die Frage stellen, ob Du Dich mit der Textweitergabe an Deinen Kollegen taktisch klug verhalten hast.

Eine Abmahnung ist jedenfalls überhaupt nicht gerechtfertigt - da kann man auf die Begründung/den Vorwurf in der Abmahnung gespannt sein.

Einen rechtlich begründeten Vorwurf zu Deinem Verhalten, das eine Abmahnung rechtfertigen würde, kann man Dir nicht machen!

Formaljuristisch kann dir dein Chef wohl nichts anhaben.

Allerdings kann man solche „Probleme“ eleganter lösen: persönliches Gespräch (auch per Telefon) mit dem Kollegen. Dann hinterlässt man keine „Spuren“! Selbst wenn der dann mit der Unterhaltung beim Chef „Rapport“ erstattet!

Zwar ist Whatsapp kein wirklich „sicheres“ Medium, aber mit einer normalen SMS oder einer Mail hätte der Chef hier nichts mitbekommen – es sei denn, der Kollege gibt dies weiter.

Am allerbesten ist es, wenn der Chef nicht gewillt ist, angemahnte Missstände zu bessern, sie entweder selbst zu dulden oder den AG zu wechseln.

Welchen Kollegen kennt man schon so gut, dass man sich ihm anvertrauen würde? Meiner Frau und den Eltern kann man sich anvertrauen – Kollegen bleiben immer nur Kollegen und es wird dir immer der eine oder andere in den Rücken fallen. Selbst wenn dieser Mangel zum „Allgemeinwissen“ in dieser Firma gehört! Darüber mag man mit Kollegen herumkaspern, ansonsten würde ich meine Klappe halten!

Natürlich hast Du einen bzw. mehrere Fehler gemacht, sowas schreibt man nicht in öffentlichen Foren usw.

Wie Du siehst, hat der Chef das mitbekommen. Du hast seinen Brief an Dich weitergegeben.

Stell Dir vor Du bist der Chef und Deine Mitarbeiter sind unzufrieden und planen etwas. ( Aufstand, Meuterei.   :-)

Das würde Dir ebenso nicht gefallen.

Wo steht, dass die Mitteilung des Chefs in einem "öffentliche Form" bekannt gemacht wurde?

Hier ist lediglich die Rede davon, dass sie per WhatsApp an einen Kollegen weitergeleitet wurde.

Dagegen ist rechtlich überhaupt nichts einzuwenden, wenn die Mitteilung des Arbeitgebers nicht ausdrücklich als "vertraulich" erklärt wurde!

Allenfalls könnte man die Tatsache bemängeln, dass über WhatsApp kommuniziert wurde wegen der mit dieser App verbundenen datenschutzrechtlichen Probleme - und wenn die Kommunikation über firmeninterne Angelegenheiten über WhatsApp nicht erlaubt sein sollte.

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@Familiengerd

Allenfalls könnte man die Tatsache bemängeln, dass über WhatsApp kommuniziert wurde wegen der mit dieser App verbundenen datenschutzrechtlichen Probleme

Genau das und dass der Brief die an eine bestimmte Person gerichtet ist an andere Kollegen weitergegeben wurde.

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@johnnymcmuff

Gegen die Weitergabe ist nichts einzuwenden, wenn die Mitteilung nicht als vertraulich und ausschließlich für die Fragestellerin bestimmt erklärt worden ist!

Das wäre aber absurd, wenn es um die Behandlung eines betrieblich bekannten (nehme ich an) Problems geht.

Der Vorwurf bezüglich WhatsApp wäre nur dann angebracht, wenn - wie ich schon sagte - die Kommunikation über firmeninterne Angelegenheiten über WhatsApp nicht erlaubt sein sollte.

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