Ableton Live, Digidesign Pro Tools, Apple Logic oder Steinberg Cubase?

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4 Antworten

Also wie meine Vorredner schon bemerkt haben, sollten wir erstmal wissen, was Du damit anstellen willst und wie Dein Kenntnisstand ist. Ich nehme aber an, dass Du bereits fortgeschritten bist, wenn Du den Kauf solcher Programme in Erwägung ziehst. ;)

Ich selbst verwende Logic Studio auf meinem iMac. Die Konfiguration ist heutzutage ein Kinderspiel und im Allgemeinen ist das Programm eines der intuitivsten das ich kenne - natürlich vorausgesetzt, Du weißt, was ein Kompressor ist oder was eine Automation bewirkt.

Pro-Tools ist zwar noch ein bisschen ausgereifter, funktioniert aber nur mit zusätzlicher Hardware von Digidesign oder M-Audio (m-powered). Wenn Du andere Audio-Interfaces verwendest, musst Du eben abwägen, ob Du sie verkaufst und Dir entsprechend andere Geräte holst oder Pro-Tools lieber bleiben lässt.

Ableton Live richtet sich nicht vorwiegend an Produzenten und Musiker, sondern an DJs, die ihre Musik live auf der Bühne erzeugen und steuern möchten. Die Bedienung ist relativ einfach, wenn man einmal das Bedienkonzept verstanden hat. Solltest Du jedoch eigene Songs mit unterschiedlichen Instrumenten aufnehmen wollen, ist Ableton Live eher ungeeignet.

Und zu guter letzt Cubase... Alle Cubase-Fans jetzt bitte weghören :D Ich habe bislang nur schlechte Erfahrungen mit Cubase gemacht. Die Konfiguration ist nicht gerade leicht, und es tauchen schnell Probleme auf, die eigentlich nicht sein müssten (z.B. Latenz auf MIDI xD). Viele Bedienelemente sind falsch platziert - einen echten Workflow hatte ich bei Cubase nie. Arbeitet man mit zusätzlicher Hardware wie Audio-Interfaces, DAW-Steuerungen, MIDI-Mixer etc. bekommt man ebenso bei der Einrichtung die Krise.

Also ich kann auf jeden Fall den Kauf eines Macs mit Logic Studio (oder natürlich Express) empfehlen, wenn man einen guten Workflow haben möchte, alles out-of-the-box funktionieren soll und trotzdem ein professionelles Arbeiten möglich sein soll.

Für Anfänger würde ich allerdings keine dieser Programme empfehlen. Dann eher Garage Band auf dem Mac (das wird kostenlos zu jedem Mac mitgeliefert). Dann kannst Du auch später Logic noch "nachrüsten", und selbst Deine Projekte noch mitnehmen.

Bleibst Du in der Windows-Welt, wäre ein Blick in die Magix-Ecke vielleicht für Anfänger auch ganz gut. Das Programm ist allerdings überhaupt nicht für Fortgeschrittene und Profis geeignet.

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Kommentar von Ganko
05.10.2011, 10:53

Ableton Live ist schon eine ganze Weile aus den "nur DJ"-Schuhen herausgewachsen. Es stellt kein Problem mehr da Songs mit unterschiedlichen realen Instrumenten mit Ableton aufzunehmen, genauso wenig wie mit virtuellen Instrumenten. Leider kommen die meisten User nicht über die Clip-View von Live hinaus. Es hat aber deutliche Vorteile, wenn es um den Spaßfaktor bzw. das "mal eben was machen" geht - da liegt Live deutlich vor den anderen DAWs.

Der Recording-Teil war eher bei Reason Problematisch, ist aber in der aktuellen Version durch die Verschmelzung von Reason und Record auch da nicht mehr gegeben.

Cubase läßt sich nach meiner Ansicht übrigens deutlich besser konfigurieren als Logic ;-) Ansonsten ist es wirklich eher ein Klotz der nervt.

Letztendlich entscheiden meist das Budget und die eigenen Vorlieben, bei was man hängen bleibt.

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Hey! Die Frage ist eigentlich, wieviel Vorkenntnisse hast Du und wieviel Geld willst Du ausgeben?

Ich kenn zwar nicht die aktuelle Version von Logic, aber früher war es eher schwierig das ordentlich zu konfigurieren. Cubase und Ableton Live sind von der Bedienung recht intuitiv - sofern man zumindest ein wenig Einblick in die Materie hat. Pro Tools ist für einen Einsteiger meiner Ansicht nach ne Nummer zu hoch gegriffen.

Nen paar Punkte - aber nicht als Vor-/Nachteile zu werten:

Cubase: Typische Ansicht eines Arrangements - wie man sich so einen Songaufbau auch vorstellt.

Ableton Live: Kommt gedanklich aus der DJ und Remixer-Ecke. Hat ne Clip-Ansicht, die fürs schnelle probieren und experimentieren sehr handlich ist. Kann aber auch die Arrangementsicht wie Cubase.

Logic: Arbeitet auch mit der Arrangementsicht wie Cubase

Pro Tools: Arrangementsicht

Reason: Arrangementsicht, aber dafür auch eine Rack Sicht, in der man die Signalwege der Geräte Studiotechnisch visualisiert bekommt.

Ableton ist nach meiner Ansicht so ne Art Schweizer Messer. Kann fast alles, erzeugt gute Ergebnisse und ist über die Updatevergünstigungen auch durchaus zu einem netten Preis zu bekommen.

Reason hat den Vorteil, das man mal nen Einblick bekommt, wie das mit der ganzen Verkabelung im Studio aussieht, was zwar zum einen Spielerei ist, andererseits den Blickwinkel deutlich verändert und auch immer wieder zu einem "ach so is das" verhilft. Preislich absolut fair zu bekommen.

Cubase ist halt das, was die meisten vor dem geistigen Auge haben, wenn Sie über Musiksoftware reden. Mit das älteste und früher immer wieder ein Grund gewesen graue Haare zu bekommen, weil vieles einfach nicht sauber klappte - aber die Zeiten sollen wohl vorbei sein. Ich war froh als ich auf Ableton umsteigen konnte.

Logic hab ich mir nur mal kurz angesehen - man kann bzw. mußte damals nur zuviel konfigurieren um erstmal überhapt was machen zu können. Lag mir einfach nicht, obwohl ich damals schon nen paar Jahre mit Cubase auf dem Buckel hatte.

Pro Tools hab ich bisher noch nicht vor den Fingern gehabt - ist aber von mir gedanklich eher im Bereich Mastering angesiedelt. Was nicht heißt das es nur fürs Mastering zu gebrauchen ist.

Man muß sich keinen Mac kaufen um Musik zu machen - allerdings hab ich für mein Empfinden weniger Stress seit ich einen Mac habe ( allerdings für die Arbeit angeschafft und nicht wegen der Musik ).

So, sorry für den vielen Text - aber die Frage ist eigentlich nur mit noch mehr Text vernünftig zu beantworten. Aber ich bremse mich mal.. ;-)

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Kommt drauf an. Bist du ein totaler Anfänger würd' ich erstmal mit dem Linux Multimedia Studio (gibt's ironischerweise auch für Windows) anfangen. Damit kann man einige coole Sachen machen! Allerdings mangelts da etwas an Synthesizern. Wenn du das raus hast, kannst du dir dann ja mal FL Studio angucken. Einen Mac würde ich dafür nicht kaufen. Ich würde nichtmal wegen irgendwas einen Mac kaufen ;)

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Kommentar von DJVyloX
05.10.2011, 00:56

Also FL-Studio und Linux Multimedia Studio sind totaler Quatsch.

Wenn Logic & Pro Tools schon in die Auswahl gefasst wird, sind diese beiden schon völlig unter jeder Würde.

FL-Studio ist was für Wannabees und LMS nur was für Open-Source Freunde ohne Anspruch auf Support, Leistung und Stabiliät.

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Wenn du Tekno machen willst Cubase. Ansonsten keine Ahnung. Mir sind analoge Geräte lieber.

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Kommentar von Ganko
04.10.2011, 09:51

Totaler Humbug. Man kann mit jedem Programm nahezu jede Form von Musik machen - und Cubase hat keine besonderen Vorteile, die es für Tekno idealer machen würde.

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Kommentar von Tekfunk35
04.10.2011, 15:24

Ich hab nur mit Cubase gearbeitet und es gefiel mir, deswegen sag ich auch " sonst - Keine Ahnung".

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