Ablaufedatum eines Weins

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3 Antworten

Der Rotwein wird aus der Rebsorte Gamay gekeltert, die in Burgund für gehobene Qualitäten nicht zugelassen ist. Das Weinbaugebiet Beaujolais ist geographisch zwar ein Teil von Burgund, bildet aber aufgrund der gänzlich anderen Charakteristik der Weine eine eigene Weinbauregion. Diese Weine kann man im Sommer, auch leicht gekühlt, zu sehr vielen Speisen genießen. Es gibt den einfachen Beaujolais, Beaujolais Villages und die Cru (10 Spitzenlagen). Daneben gibt es auch den Jungwein Primeur (den trinkt man sofort bzw. bis zu einigen Monaten).

Am besten trinkt man die Weine (außer den Cru-Weinen) in den ersten 2 bis 4 Jahren, dann kommt ihre fruchtige, frische Note am bestem hervor.

(frei nach Wikipedia)

Aber man kann diese Weine auch später noch genießen; sie schmecken dann halt anders, sie weisen Alterungsnoten auf. Das mag nicht jeder – kann aber interessant sein (ich habe sogar einmal einen Beaujolais-Villages-Primeur nach 8 Jahren getrunken und er schmeckte noch, aber nicht mehr fruchtig und duftig).

Wein hat bisher noch kein Verfallsdatum oder eine Mindesthaltbarkeitsangabe (vielleicht fällt das der EU aber noch ein).

Als Naturprodukt „ändert“ es sich auch noch nach dem Abfüllen in der Flasche. Aus Frucht entsteht Most wird Alkohol und am Ende Essig – das ist der Lauf der Natur.

Damit der Wein nicht sofort zu Essig wird, wird er unter anderem geschwefelt und vor Sauerstoff geschützt.

Ich schlage vor, den Wein aufrecht zu stellen, damit sich feste Stoffe absetzen können. Die Temperatur im Keller (unter 16 Grad) sollte gut sein. Am Abend (1 bis 2 Tage nach dem Hinstellen) vorsichtig in das Zimmer tragen und öffnen. Der Wein kann ruhig nur 14 Grad haben, im Zimmer wird er schnell wärmer (besser nicht über 16 Grad).

In ein Glas einen großen Schluck einfüllen.

Farbe ansehen (ist der Wein trübe oder unansehnlich – dann vorsichtig sein). Sollte der Wein sehr braun sein, ist er bereits „tot“. Relativ hell sollte er schon sein, weil er auch frisch eher hell als dunkel ist. Wenn man das Glas „schief“ hält, sieht man, ob der Wein einen sehr breiten hellen Rand hat – ein Zeichen für hohes Alter. In der Mitte ist es eher dunkel.

Riechen (wenn der Geruch stört, vielleicht nicht trinken), dann das Glas etwas bewegen, kreisen und wieder riechen.

Wenn das nicht schlimm riecht, einen kleinen Schluck schlürfen und im Mund lassen, die Aromen spüren (wenn es angenehm ist, schlucken). Wenn es nicht schmeckt, den Wein in einen Topf etc. ausspucken und mit Wasser den Mund ausspülen.

Vielleicht noch als Essig verwenden (wenn es so schmeckt).

Bei Gefallen: trinken. – Eigentlich kann nichts passieren.

Alte Weine können viel Spaß machen, meist schmecken sie aber ganz anders als junge.

Wenn es ein Beaujolais Primeur ist, kannst du ihn wegkippen oder maximal zum kochen nehmen. Der ist hin. Wenn du dir solch einen Wein mal holen solltest(der kommt immer am 3.Donnerstag des Novembers in die Läden) dann sollte er bei 14-16°C getrunken werden.

Es ist immer die gleiche Antwort - PROBIERE IHN !

  1. Er schmeckt. Sollte aber auf 1x leer getrunken werden, da er keine Abwehr vor Luft (oxidation) mehr besitzt.
  2. Er kann zum Toilettenputzen benutzt werden.

Ein mindesthaltbarkeitsdatum gibt es bei Wein nicht, da es sehr viele Unterschiede gibt.

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