Ablauf im Gericht bei Todesstrafe verkünng in Deutschland 1900 - 1987?

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2 Antworten

Ich habe vor längerer Zeit in historischen Dokumenten darüber gelesen, allerdings war das deutlich vor 1900.

Schon damals wussten die Verurteilten in etwa, was sie erwartet, weil das Gericht/der Richter für dieselben Vergehen immer in etwas dieselben Strafen verhängte und bei öffentlichkeitswirksamen Vollstreckungen die Bevölkerung zusehen "durfte".

Wie das Urteil aufgenommen wurde, kam auf den jeweiligen Menschen und die Umstände an. Manche waren fassungslos oder geschockt, andere erleichtert, wieder andere absolut reglos, einige brachen in Tränen aus und bereuten.

Ich denke, das lässt sich ohne Einschränkungen auf Delinquenten späterer Generationen übertragen.

So vielschichtig wie die Menschen sind eben auch die Reaktionen vor Gericht, auch heute noch.

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Kommentar von MatthiasHerz
27.07.2016, 20:29

Oh, vielen Dank für den Stern (:

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Bis 1945 wurde die Todesstrafe mit dem Fallbeil vollstreckt, und das war auch allgemein bekannt. Nicht umsonst hieß es "Rübe ab", wenn Mordprozesse vor Gericht verhandelt wurden und die Bevölkerung daran Anteil nahm.

Mag sein, daß die sogenannten Urteile des Volksgerichtshofes auch durch andere Hinrichtungsmethoden vollstreckt wurden, aber da der VG-Hof ohnehin das Recht permanent gebeugt hat, ist das ohne Belang. Umgebracht wurden die angeblich Schuldigen jedenfalls.

Zur DDR-Justiz weiß ich nicht, wie die Urteile dort vollstreckt wurden.

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