Abitur nicht bestanden -Wie erkläre ich es meinen Eltern und wie gehe ich damit um?

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10 Antworten

Du hast doch für dein Abi schon mehrere Fächer unterpunktet, sonst würde sich diese eine Note sich nicht so bemerkbar machen.

Daher hängt dein Abi nicht an dieser einen Bewertung, sondern eher an deinen schlechten Vorleistungen!!

Es ist sicherlich nicht verkehrt, mit der Lehrerin nochmals über die Bewertung zu reden, aber der Lehrerin hier deine Versäumnisse anzulasten geht nicht!

Ansonsten musst du Abireise und Abiball eben nächstes Jahr genießen und dich beim zweiten Versuch mehr anstrengen!

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Kommentar von ngdplogistik
15.06.2016, 09:47

Das sie mehrfach unterpunktete, schrieb sie doch im oberen Abschnitt, zumindest kann man dies herauslesen. Sie schrieb auch, dass diese Unterpunktung des Projektes massgeblich war und sie der Auffassung gewesen ist, dieses sei ungerechtfertigt.

Verschiedene Unterpunktungen sind Teilträger, jedoch gibt es hierzu keinerlei Beschwerden, ausser eben nur bei dem angesprochenen Projekt.

Das Hauptproblem in dieser Frage liegt in der Erklärungsnot gegenüber den Eltern. 

Littelsecreet strengte sich ihren Angaben gemäss an und weil keinerlei Beschwerden hinsichtlich der anderen Unterpunktungen erfolgten, kann es durchaus möglich sein, dass das unterpunktete Projekt zu einem Projekt anderer Art geworden ist. Sie kann sich jedenfalls in mehrfacher Hinsicht, falls erforderlich, dagegen wehren.

Einen DH gebe ich Dir für die einwandfreie Gestaltung. Im Normalfall wäre die Antwort korrekt, jedoch haben wir zu wenig Hintergrundwissen.

Liebe Grüße 

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Wenn es an zwei Punkten scheitert und du der Meinung bist, dass das Projekt schlecht benotet wurde, dann würde ich aber nochmal kämpfen. Sprich mit Deinen Eltern jetzt darüber und bitte sie, Dir dabei zu helfen. Vielleicht kann ein anderer Lehrer nochmal ein Urteil zum Projekt fällen. Vorab würde ich aber nochmal mit der Lehrerin sprechen und sie fragen, was konkret ihre Benotung ausgelöst hat. Sie muss es ja begründen können.

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Liebe/lieber littelsecreet,

da hilft kein Weinen und kein Klagen, nur eine Beschwerde, was die schlechte Benotung anbelangt, wenn diese gerechtfertigt ist, was nur Du selbst weist.

Das Du mit der Lehrerin reden willst, ist dabei ein guter Anfang und auch das Einholen anderer Meinungen-diese sollten jedoch von kompetenten Leuten erfolgen, kann die Punkte, verändern, wozu allerdings der Wille Deiner Lehrerin Voraussetzung ist. 

Sich dagegen wehren, jedoch mit Herz und Verstand, kann nur richtig sein und zwar dann, wenn Du die eigenen Emotionen in den Griff bekommst, zumindest was das Gespräch mit Deiner Lehrerin und den Eltern anbelangt.

Die ewige Frage, w i e bringe ich dies meinen Eltern bei, kann ich nur dahingehend beantworten, dass hierzu eine Menge an Vertrauen von Deiner Seite das Problem löst. Vertrauen bildet hier die Grundbasis. Du wirst die Angst, " es bricht ihnen das Herz" überwinden müssen, ansonsten alles in einer grossen Lüge endet, die dann eines Tages Deinen Elter wirklich das Herz bricht. Hab den Mut hierzu, denn gemeinsam an einer Lösung zu arbeiten, wie in einem guten Team, kann nur die richtige Lösung sein.

Liebe Grüße 


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Ganz ehrlich, ich kenne mich mit den Punkten und wieviele man braucht und ob es nur auf die Prüfungen ankommt etc gar nicht aus.

Ich weiß auch nicht was das für ein Projekt ist oder war.

Aber wenn man sich wirklich ungerecht behandelt fühlt und meint und das auch begründen/belegen kann, der Lehrer will einem einen "reinwürgen2 hat man das Recht auf eine Zeitkorrektur/Zweitmeinung

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Viele Menschen haben ihr Abitur nicht im ersten Anlauf geschafft - und es sind keine schlechten Menschen aus ihnen geworden.

So eine Schulnote setzt sich ja immer aus allen Einflüssen des Jahres zusammen. Dieser einen Arbeit jetzt die Schuld zu geben ist zu kurz gedacht. Denn wenn scheinbar alles von dieser Leistung abhängig war/ist - dann war es vorher ja schon nicht so pralle.

Immer in die Zukunft schauen.

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Gibt es bei euch keine Nachprüfungen? Aber es lohnt sich noch mal mit der Lehrerin zu reden und notfalls noch eine zweite Meinung dazu zu holen. Viel Glück

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Ich wollte damals auch Abi machen. Ich lernte unheimlich viel und gab mir sehr viel Mühe und schaffte es trotzdem nicht. Im selben Jahr, als ich von dieser Schule wegging, bot sich an, bei der Uni auch ohne Abitur zu studieren. ALLE sagten mir, dass ich es lieber lassen solle, da es noch bedeutend schwerer wird. Ich versuchte es trotzdem und merkte, dass das Studium bedeutend einfacher war. Noch im ersten Somester sagte man mir, dass es noch schwerer wird. Am Ende hielt ich das Zeugnis des Studiums in Händen. Nach etwaiger Nachfragen, warum ein Studium viel einfacher ist als ein Studium bekam (z.B. in Mathe stand ich bei über drei Noten, NICHT Punkten und dass, obwohl der Lehrplan beim Studium dasselbe erfasste und sogar noch mit dem Stoff weiter hinaus ging) ich nur eine einigermaßen zufriedene Antwort: Die Lehrer beim Abitur sind viel zu schlecht.

Ich würde es deinen Eltern so sagen, wie es ist. Vielleicht ergibt sich eine andere Möglichkeit, das Abi nachzuholen oder zu studieren. Aus Erfahrung weiß ich, dass ein Studium, obwohl es höher angesehen ist, viel einfacher ist. Selbst der Fachwirt, der zwischen dem Studium und dem Abi liegt, ist einfacher zu bestehen als das Abi.

Ich würde mich beim Schulamt oder beim Kultusministerium beschweren und ggf. die Note einklagen, wenn du das Gefühl hast, zu schlecht benotet worden zu sein. Ich versäumte das damals, da ich in einer Mobbingspirale gefangen war und noch nicht einmal Rückhalt von meiner eigenen Familie hatte.

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Du versinkst in Selbstmitleid und das kannst du überhaupt nicht gebrauchen und bringt dich nicht weiter, eher im Gegenteil, du musst dich anschließend aus diesem Sumpf selbst wieder hinausziehen, wenn du schon zu tief drinsteckst und das kann schwierig sein, ich spreche aus Erfahrung.

Sage deinen Eltern wie es dir geht, wie du über die Situation denkst, dass du dein mögliches getan hast und auch, dass du nächtelang weinst. Dein "Mögliches" das du getan hast ist nicht dein Maximum. Deine Eltern auch werden nicht enttäuscht von dir sein, sondern eher stolz, dass du dich ihnen gegenüber öffnest und dass dir so viel daran liegt etwas aus dir zu machen.

Abireise und Abiball ist wirklich zweit oder drittrangig und darüber solltest du dir jetzt keine Gedanken machen.

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Kommentar von ngdplogistik
15.06.2016, 17:35

Aber mit guten Freunden plaudern und etwas Frust wegdenken ist doch auch ganz nett.

Den Absatz Nr 2😉😉😉kann ich nur mit einem dicken Daumen hoch belohnen.

Liebe Grüße 

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Erstmal ein großes Danke an die ganzen tollen Antworten. Ich habe mit dem Rektor nochmal geredet und er meinte die Note, die mir meine Lehrerin gegeben hat ist nicht umzuändern. Es war ein großer Schlag für mich, aber ich muss das jetzt irgendwie überwinden.

Vielen Dank an alle!

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Kommentar von MarcoAH
10.06.2016, 09:42

Dann hast du noch einen humanen Rektor. Ich hatte damals einen gehabt, der nur zu den guten Schülern hielt und Menschen, die eine "Behinderung" oder sonst wie nicht ins Bild passten, abgewertet wurden. Natürlich nicht offensichtlich, sondern subtil.

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Kommentar von ngdplogistik
15.06.2016, 16:24

In jedem Fall gibt es über das Resultat des Rektors eine weitere Beschwerdestelle. Allerdings musst Du nachweisen, dies über verschiedene fachbezogene Lehrkräfte von verschiedenen Schulen, dass die Benotung Deines Projektes eine evtl. Willkürhandlung war und Du deshalb einen Schaden erleidest, der die Quintessenz der Handlungsweise wohl kaum rechtfertigt. Die Lehrerin wird dann eine schriftliche Begründung, die ihre Benotung rechtfertigt, gegenüber der Beschwerdestelle abzugeben haben und es wird anhand vorliegender"Gutachten" der fachspezifischen anderen Lehrkräfte geprüft, ob die Benotung gerechtfertigt gewesen ist. Im Zweifel und/oder der Eindeutigkeit einer Willkürentscheidung bekommst Du recht, im anderen Fall bleibt es bei der Benotung. Ein Versuch ist es in jedem Fall wert. Es kann keine wirkliche Enttäuschung mehr hinzukommen, lediglich ein Hauptgewinn.

Liebe Grüsse

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Dann hättest du dich eben mehr noch anstrengen müssen.

Jammer einfach net da drüber und wiederhol das Abi, häng halt noch ein Jahr dran!

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Kommentar von MarcoAH
10.06.2016, 09:39

Das hat nicht unbedingt was mit dem Lernen zu tun. Ich wollte auch das Abi machen. Gelernt habe ich unendlich viel, zwei Halbjahre Widerholt und KEINEN Abschluß erreicht. Noch nicht einmal fürs Fachabi. Als ich die Möglichkeit hatte, auch ohne Abi zu studieren, nutzte ich die Gelegenheit. Obwohl das Studium und der Fachwirt (IHK) höher angesehen ist, schaffte ich die letztgenannten Abschlüsse. Abitur ist bedeutend schwerer. Eine Freundin, die Lehrerin ist, sagte einmal zu mir, dass der Erfolg des Schülers auch mit dem Lehrer selbst zu tun hat. Im Lehrerzimmer wird auch über die Schüler geredet.

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