Abitur nach 13 Jahren (Brandenburg in meinem Fall)- was kann ich dafür tun?

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2 Antworten

Nach 12 Jahren abi machen ist doch nicht schlimm. Die Leute die überfordert waren, waren meistens sowieso nicht die hellsten und eigentlich nicht gut auf dem Gymnasium aufgehoben. Das wird alles viel mehr dramatisiert, als nötig. Das was du im Moment lernst ist auch nur bedingt abiturrelevant. In der Oberstufe wird viel wiederholt und es kommt nicht so viel neues. Ihr könnt euch ja mal ans schulministerium wenden, ansonsten kannst du auch einfach freiwillig die 10. wiederholen.

MistrF 24.06.2014, 17:25

seit rund 60 Jahren gibt es in Brandenburg das Abi nach 12 Jahren - und die jetzigen Heulsusen wollen das nicht mehr hingekommen?

Jetzt gibt es viel mehr Möglichkeiten sich Wissen anzueignen als früher - ich versteh es nicht - wird die Menschheit dümmer oder fauler?

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IchtysVIFisch 24.06.2014, 18:14
@MistrF

Hey, natürlich stimmt das, dass die "Jugend von Heute" abgelenkter, verwöhter, fauler und weniger lenbereit ist- teilweise! Aber das trifft nunmal nicht auf alle zu! Hilfe, rede ich denn gegen eine Wand???

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Vanilli 24.06.2014, 18:38
@IchtysVIFisch

Das Problem ist, dass viel zu viele Leute aufs Gymnasium gehen dürfen, die auf anderen Schulen besser aufgehoben wären und abitur machen, da ist das klar, dass sich viele beschweren. Das hat garnichts mit den Menschen an sich zu tun, da läuft generell was falsch.

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IchtysVIFisch 24.06.2014, 18:42
@Vanilli

Grins Hab ich etliche Beispiele in meiner Klasse, auf die auch alle negativen Sachen zutreffen, die bisher hier genannt wurden!!!

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Abi nach 12 Jahren ist absolut machbar. Vor allem mit diesem supereinfachen Zentralabitur. Glaub mir, eigene Erfahrung. :D

Wenn du konsequent lernst musst du weder deine Hobbies aufgeben noch hast du besonders viel Stress. Und du kannst trotzdem mit Bestnote abschließen. Außerdem - wenn dir das bisschen Schule schon zu viel Stress ist, dann freu dich schon mal auf's Studium! Setz dich gefälligst auf deinen Hintern und lern und heul nicht darüber rum, dass du ein Jahr mehr Zeit in deinem Leben hast, um dein Leben zu genießen. Und das mit dem nicht 18 sein ist nicht so schlimm, man kriegt es hin. Kann ich auch aus eigener Erfahrung bestätigen.

Also reiß dich zusammen. LG

MistrF 24.06.2014, 17:51

stimmt - mit Aufmerksamkeit und Mitarbeit im Unterricht, gehen die Hausaufgaben schnell und man muss nicht extra viel Zeit zum Nacharbeiten aufbringen. Dazu sollte man früh in der Schule munter und aufnahmebereit sein und sein Handy (etc.) einfach ausschalten - das schont den Akku.

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IchtysVIFisch 24.06.2014, 18:09
@MistrF

Meine Handy stammt aus der Zeit vor den Klapphandys, ich kann damit telefonieren und SMS verschicken, mehr nicht und ich habe es bis auf einen kleinen Teil des Nachmittags(falls sich mein Busfahrplan ändert oder irgendwas passiert) grundsätzlich ausgeschalten. Ich schaue abedns kein fern und zocke auch nicht bis spät in die Nacht (außer vielleicht an Wochenenden :-)) Und ordentliche Mitarbeit ist sowieso oberstes Gebot.

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IchtysVIFisch 24.06.2014, 18:03

Naja, ich hatte es befürchtet... :

Person will was verändern = Person dumm & faul

Kurze Info; 1.) Ich bin eine Person mit extrem hohen Ansprüchen an mich selbst, reiß mich schon seit Ewigkeiten zusammen und lerne viel.

2.) Ich heul nicht rum, ich nenne Tatsachen; warum haben wohl schon sonst einige Bundesländer wieder das alte System eingeführt?!

3.) Ich hab drei Geschwister mit einem ähnlich hohe Anspruch wie ich, eine machte Abi mit 13 Jahren, die Anderen mit 12 Jahren, heißt, das soll jetzt nicht besserwisserisch klingen, aber die Erfahrungen, die ich durch die drei habe haben mich ja erst richtig aufmerksam auf das Thema gemacht.

4.) Leben genießen versuche ich auch in der Schule und ich weiß, dass Studieren anstrengend ist! (Hatte ich schon meine Geschwister erwähnt?). Und ich weiß auch, dass man viel, was man beim Studium lernt, nie wieder braucht für seinen Beruf. Aber es hat manchmal wenigstens im Entferntesten mit dem zu tun, was man machen möchte. Aber was hat man denn auch für eine Motivation Dinge zu lernen, die man sein Leben lang NIE WIEDER braucht? Und natürlich, jetzt kommt wieder das Argument: "Man soll ja lernen zu schnell zu lernen, weil man das im späteren Leben braucht." Und warum lernt man dann nichts, was einem im Leben weiterhilft? Aber sorry, ich schweife ab...

Nur noch eine Info: Nicht hinter jeder Person, die versucht etwas im Schulwesen für 13 Jahre zu verändern (und dann außerdem noch einige treffende, hieb und stichfeste Argumente hat!(ich hab noch längst nicht alles ausgepackt)) steckt ein fauler Teenie der anstatt zu lernen auf seinem IDings zockt, die Zeit, die sie sonst lernen würde, schminkend vor dem Spiegel steht ihr Geld für Klamotten und Kosmetik rauswirft Aber von mir aus halte mich für eine faule Tussi :-)

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MistrF 24.06.2014, 18:17
@IchtysVIFisch

1) Ich habe nicht viel gelernt - aber hohe Ansprüche an mich selbst und ein sehr gutes Abi gemacht. Verstehen ist wichtig - man kann nicht alles nur "lernen"

2) Was für Tatsachen - die 60 Jahre 12-jähriges Abitur sind auch eine Tatsache. Die Gründe der Altländer sind: a) "Es war schon immer so" b) "Kein Nachmittagsunterricht -da sonst die Vereine sterben" c) "Zeit zur Entfaltung bei Kursfahrten etc."

3) Meine Schüler machen nach 12 Jahren ihr Abi.

4) Was weißt Du jetzt, was Du "nie wieder brauchen" wirst? Das Leben ist Veränderung - viele Dinge braucht man plötzlich mal - ich bereue, nicht mehr Sprachen gelernt zu haben, wenn ich im Ausland bin - bzw. nicht mehr in Geschichte behalten zu haben, wenn ich in alten Städten, Burgen, Klöstern, Museen ... stehe - bzw., dass ich in der 11/12 Kunst abgewählt habe

zum Rest - das kann schon wahr sein - aber wie ich schrieb - mit Aufmerksamkeit und Mitarbeit im Unterricht kommt auch das Verständnis - und ja - Schüler dürfen Lehrer mit Fragen nerven - dafür werden diese bezahlt (also für die korrekten und ausdauernden Antworten)

Also viel Erfolg ;-)

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IchtysVIFisch 24.06.2014, 21:07
@MistrF

Zwei meiner Geschwister hatten das Glück, dass sie kaum lernen mussten und trotzdem ein total gutes Abi hatten, ich gehör dann eher zur Kategorie meiner anderen Schwester; büffeln bis zum Umkippen und dann sehen was rauskommt...

Naja, Geschichte und so ist ja noch ganz interessant, aber wenn ich das Wort "Vektoren" nur höre bekomm ich schon Ohrenschmerzen...

Besonders witzig war mal eine Mathearbeit (Parabeln): In der Aufgabe stand, wir sollen auch mal was lernen, was wir WIRKLICH später auch anwenden. Und dann die Aufgabe nach dem Motto: Ein Auto ist soundso groß und der Tunnel hat die und die Maße, passt das Auto durch oder nicht? Und wirklich jeder Schüler hatte das Bild im Kopf, wie ein Urlauber aus dem Auto steigt, die Maße des Tunneleingangs nimmt, sich ein kariertes Blatt aus dem Auto fischt, das alles ausrechnet (hinter ihm eine ewige Autoschlange) und dann seelenruhig mit zwei Metern Abstand überall durch den Tunnel fährt...

Naja, aber Sprachen lerne ich echt gerne. Latein ist auch ganz interessant, weil ich mir da andere Sprachen die ich noch mache (Spanisch & natürlich Englisch und Deutsch) teilweise dran ableiten kann- Latein macht das Lernen von andren Sprachen einfacher!

60 Jahre :-o? Aber doch nicht überall? Meine Schwester ist um die zwanzig und zählte zum ersten Jahrgang mit dem neuen System... Naja, es kam ja wahrscheinlich nicht alles auf einen Schlag gleich in jede Schule...

Oh Mann, von meinen Fragen können glaub ich manche Lehrer ein Lied singen :-) Ich möchte nämlich wenn ich was lerne auch wirklich keine Fragen offen haben... Manchmal nervt es mich selbst, aber ich kann dann einfach nicht "Nein" zu mmir selbst sagen... Naja, solang mir kein Lehrer den Kopf abreißt... ;-)

Oh, ich schreib zu viel (zum Glück schreiben wir keine Arbeiten mehr:-)

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