Abitur in Hessen- Wiederholen oder mit schlechten Noten gehen....

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1 Antwort

Da stellen sich mir erst einmal 4 Fragen:

  1. Wenn die Prüfungen antrittst, wie sehen dann deine Chancen aus, diese auch zu bestehen? Ich meine damit: Hattest du nur in den letzten Monaten Probleme oder zog sich das eigentlich schon die ganze Zeit, sodass du die Prüfungen vielleicht ohnehin in den Sand setzen würdest?

  2. Hast du überhaupt noch Bock auf noch ein Jahr Schule? Die Frage hört sich erstmal doof an, ich weiß. Aber wenn du so überhaupt keine Lust mehr hast - nach 12 oder 13 Jahren ja auch verständlich - dann wird dir ein wiederholen kaum etwas bringen...

  3. Brauchst du für irgendwas einen guten Schnitt? Hast du einen bestimmten Studiengang mit NC im Auge?

  4. Wäre ein Fachabi möglich und hast du dartüber schon mal nachgedacht?

Eigentlich ist das wiederholen des letzten Jahres vorm Abi nicht unbedingt ratsam, würde ich meinen. Ich bin mir nicht sicher, wies in Hessen aussieht, aber in Niedersachsen gibts für jeden Jahrgang andere Schwerpunkte, wobei nur ein Schwerpunkt in zwei aufeinanderfolgenden Jahrgängen gleich ist. Je nach Fach ist das unterschiedlich deutlich - in Geschichte kann das ganz anderer Kram sein, in Mathe nur andere Schwerpunktsetzung innerhalb der gleichen Themen.

Im Klartext: Von drei Themen hättest du 1 bearbeitet, 1 verpasst und 1 würde noch kommen.

In Niedersachsen kann man damit die Prüfungen schreiben, auch wenn man das verpasste nicht unbedingt komplett wiederholt...

Wenn du die Prüfungen antreten kannst und es nicht mal allzu schlecht für dich aussieht, würde ich dir fast dazu raten - allerdings unter der Voraussetzungen, dass du eigentlich keinen Bock mehr auf noch ein Jahr Oberstufe hast und keinen NC-Studiengang anstrebst. Ich habe letztes Jahr in Niedersachsen mein Abi gemacht und weiß von einigen aus meiner Stufe, die trotz mässigem Durchschnitt (dürfte auch alles so 3,0 +/- 0,2 gewesen sein) gute Ausbildungsplätze gefunden haben. Falls du einen NC-Studiengang anstrebst gibt es ja je nach Studiengang noch Möglichkeiten den eigenen Schnitt zu bessern, z.B durch Wartesemster oder soziales Engagement.

Wenn deine Noten in dne vorherigen Jahren gut genug waren, ist ja vielleicht auch ein Fachabi möglich... da solltest du vielleicht mal bei deinen Lehrern nachfragen...

Ich würde so vom Gefühl her sagen: Nein, nicht wiederholen.

Aber ich kenne dich nicht. Ich weiß nicht, wie du so drauf bist, was deine Ziele sind und wie du zu Schule und Abi überhaupt stehst.

Deshalb: Bitte, finde deine Antwort selbst. Sprich vielleicht auch nochmal mit deinem Tutor/deiner Tutorin über das Problem.

Viel Glück!

hey. danke! du hast dir sehr viel mühe gegeben mir zu helfen, sehr nett! :) ich denke die prüfungen werden gar nicht so schlecht, ich hab extra fächer genommen die mir liegen.... ich habe wirklich wenig gemacht die letzen monate, wiel ich keine ahnung hatte was ich irgendwann mal machen will... ich hab deswegen auch nur das abitur angefangen, weil ich eben nicht wusste was ich machen soll.... jetzt hab ich mir gedanken gemacht und denke ich will an eine hochschule. was kreatives machen, kommunikationsdesign oder innenarchitektur... ein bisschen dumm das ich jetzt erst drauf komme, schon seit jahren sagt mir jeder ich soll in die richtung was machen... also ist der nc schnitt doch wichtig... beim fachabi hab ich mir schonmal eine prognose machen lassen und das wäre auch nicht viel besser als 3,0.... der jahrgang unter mir hat echt gute lehrer mit denen ich gut klar komme und wenn ich wiederhole weiß ich das ich was tun muss, weil ich ja wirklich nur die eine chance habe mein abi zu machen... wie funktioniert das mit dem wartesemester? da hab ich noch keine infos zu...

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@MrSmiley92

Wenn du mit den Lehrern und der Stufe unter dir generell besser klar kommst, wäre wiederholen vielleicht doch eine längere Überlegung wert - blöd natürlich, dass dir das erst jetzt einfällt ;)

Eine Freundin von mir hatte massive Probleme mit ihrem Tutor und hast daraufhin weiderholt - ihr Schnitt ist jetzt um 0,5 oder mehr besser und sie fühlt sich vor allem auch wohler.

Wenn du außerdem noch Zeit zur Orientierung ist das vielleicht nicht das schlechteste, das du machen kannst.

Mit Wartesemestern ist das so eine Sache... ich hatte mir das mal kurz aus Interesse angeschaut, da ich durch mein FSJ 2 Wartesemster hätte... da diese für mich jedoch nicht ganz so relevant sind, habe ich mich nicht näher damit beschäftigt.

Wenn ich das jedoch richtig verstanden habe, rechnete jede Uni je nach Studiengang diese Wartesemester irgendwie an - oder auch nicht. Bei manchen rückst du auf der Liste weiter nach oben, wenn du Wartesemester hast, bei anderen wird das tatsächlich auf dne Schnitt angerechnet und manche interessiert das auch gar nicht. Allen gemein ist nur, dass Wartesemester nur dann Wartesemester sind, wenn du an keiner Uni eingeschrieben bist (selbst wenn du gar nicht studierst... machen einige Leute...)

Wenn du dir sicher bist, dass du deinen Schnitt verbessern kannst, wenn du wiederholst, dann würde ich fast zum wiederholen raten.

Wenn du dir da eher unsicher bist, aber noch Zeit zur Orientierung brauchst, mach doch ein FSJ oder einen BFD! Macht sich auch immer gut im Lebenslauf ;)

Und an bestimmten Unis, bei bestimmten Studiengängen gibts dafür nochmal Extrapunkte.

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@tagalog

jaaa. ich rede nochmal mit den lehrern... ich weiß nich ob ich mein schnitt stark verbessern kann, aber ich kann sicher meine hauptfächer verbessern und das würde ja bei der suche nach einer ausbildung besser ankommen....

muss ich mich beim wartesemester dann jetzt schon bewerben und dann warten? oder ne ich muss mich dann mit dem abizeugnis bewerben, richtig?

"Allen gemein ist nur, dass Wartesemester nur dann Wartesemester sind, wenn du an keiner Uni eingeschrieben bist (selbst wenn du gar nicht studierst... machen einige Leute...)" des versteh ich nicht ganz...

danke danke und nochmals danke für deine antworten! sehr sehr hilfreich :)

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@MrSmiley92

Genau, das ist ein guter Ansatz - deine Lehrer können dich da sicher am besten einschätzen (zumindest, wenn du ein gutes Verhältnis zu ihnen hast).

Erstmal: An einer Uni kannst du dich erst "bewerben" wenn du dein Abizeugnis hast. Im Augenblick ist das also überhaupt nicht möglich und du musst dri ekine Gedanken darum machen.

Zweitens: Um Wartesemester angerechnet zu bekommen, darfst du eben nicht eingeschrieben sein.

Ich erkläre dir das an einem Beispiel: Eine Freundin von mir hat letztes Jahr zusammen mit mir Abi gemacht. Nun war sie sich nicht sicher, was sie studieren soll bzw. wollte irgendwas mit Kunst studieren, wo ja nicht nur das Abizeugnis sondern auch eine Mappe mit Bildern zählt!

Auf jeden Fall wollte sie ein Jahr aussetzen und jobben. Nun kann man ja bestimmte Gelder, sprich Bafög beantragen, wenn man studiert oder ne Ausbildung macht. Auch Kindergeld gibts, galube ich, nur dann...

Da sie gerne das zusätzliche Geld haben wollte und gut brauchen konnte, hat sie sich für irgendein fach, das sie nie studieren wollte, eingeschrieben - sit aber nie zu ner Vorlesung gegangen!

Trotzdem werden ihr für diese Zeit keine Wartesemester angerechnet, weil sie eben eingeschrieben war/ist.

Soweit ich weiß, werden Wartesemester auch dann angerechnet, wenn du vorher überhaupt nicht signalisiert hast, dass du studieren möchest.

Was allerdings sein kann ist, glaube ich, dass so Nachrückerlisten gibt, wenn während des ersten Semesters oder so Leute abspringen oder dne Platz gar nicht nehmen, da sie woanders studieren...

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@tagalog

ok. klingt gut, ich muss mich einfach nochmal bei meinen lehrern schlau machen, wie die das sehen...... bafög müsste ich jetzt nicht beantragen, ich würde das eh nicht bekommen...

aber dann werde ich mich erstmal in keine uni einschreiben und wenn ich 1 jahr frei habe, würd ich gleich praktika machen und nochmal in berufe reinschauen vll. find ich dann endlich was was ich machen will oder entscheide mich nochmal um :)

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