Abitur abbrechen - Psychisch nicht in der Lage

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3 Antworten

Hallo fauson,

erstmals würde ich dich dringend davon abraten, das Abitur abzubrechen, vor allem, weil du schon 11 Jahre Schule hinter dir hast, und wenn du jetzt das Handtuch wirfst, wären all deine Bemühungen umsonst.

Was deine gesundheitlichen Probleme angeht: versuche, dich so viel wie möglich auf das Abitur zu konzentrieren, und damit deine Probleme vorerst zu verdrängen. Diese These mag sich zwar merkwürdig anhören und viele Leute mögen mich dafür hassen, aber: bei solchen Situationen, wie bei einem Abiturjahr, musst du einen Teil deiner - vor allem psychischer - Gesundheit aufs Spiel setzen, wenn du Großes erreichen willst. Meiner Noten nach war ich der beste Abiturient meines Jahrgangs, wäre eines Tages jedoch um ein Haar zwangseingewiesen(eine lange Geschichte, habe noch nie darüber geredet). Du kannst nur gute Leistungen bringen, wenn du dich einfach zusammenreißt und erfolgsorientiert nachdenkst. Wenn du dich jetzt drückst, wirst du es dein ganzes Leben lang bereuen, und weiterhin unangenehmen Situationen einfach aus dem Weg gehen, anstatt sie zu bekämpfen.

Was du im Leben werden willst, ist einzig und allein deine Sache. Ich jedoch werde dir offen und ehrlich meine Meinung zu deinen Berufswünschen formulieren: die meisten dieser Leute, die im "sozialen Bereich" arbeiten, waren wahrscheinlich nicht so gut in der Schule, und haben sich deshalb entschlossen, dem einfachsten Weg zu wählen, nämlich "etwas für die Gesellschaft zu leisten", "nicht an sich selbst zu denken" und einfach nur "glücklich" zu sein. Wenn es dich befriedigt, Hilfe für andere zu leisten, dann nur zu. Nicht jeder muss profitgierig und erfolgsorientiert denken, und unsere Gesellschaft braucht sicherlich auch Notärzte, Sozialpädagogen, Altenpfleger, Jugendpsychologen etc. Jedoch wirst du in meinen Augen zu den wahren "Versagern" gehören. Du wirst dich sicherlich nicht einsam fühlen, viele Menschen werden dich bewundern, weil du Anderen deine Hilfe anbietest, ohne Gegenleistung zu verlangen. Die Menschen um dich herum werden jedoch denselben sozialen Status wie du haben, einfach aus dem Grund, weil sie es genauso wie du gemacht haben werden: wenn etwas(wie das Abitur oder die erfolgreiche Karriere) schwierig erscheint, dann bezeichnen sie es einfach als "unmoralisch"(vor allem, wenn es um Reichtum, sozialen Aufstieg oder Wettbewerbsfähigkeit geht). Ich gebe jedoch zu, dass diese Einstellung absurd klingen mag und dass du sie nicht unbedingt beherzigen musst. Ich würde dir aber unbedingt empfehlen, dir meine Fragen anzuschauen, die ich bisher bei dieser Website gestellt habe. Sie widerspiegeln den wesentlichen Teil meiner Lebenseinstellung. Wenn du dir ein wenig Zeit nimmst - ich verstehe, dass es während der Abiturzeit schwierig ist - könnte es sein, dass du das Leben von einem anderen Blickwinkel aus betrachtest und du die nötige Motivation zurückgewinnst. Es ist - wie gesagt - eine äußerst seltene Lebenseinstellung, mit der ich jedoch an die Spitze der sozialen Pyramide gelangen will(und ich bin davon überzeugt, dass es auch klappen wird)!

Eins noch: geh auf keinen Fall in die Psychatrie! Die meisten Menschen, die dort eingewiesen werden, werden meistens von der Gesellschaft abgegrenzt. Dann wirst du erst recht als "einsamer Versager" enden, mit bescheidenen Zielen und Träumen.

Ich hoffe, dass ich dir weitergeholfen habe

Auch dir schonmal vorweg danke für die Antwort. Zunächst einmal sehe ich das mit der Psychiatrie genauso, die werde ich auch meiden, sogut es geht. Was hier allerdings nicht so ganz verstanden wird, ist dass meine Depressionen, Angst- und Wahrnehmungsstörungen nicht erfolgreich behandelt wurden und ihren Ursprung nicht in der Schule haben. Die Schule kommt noch extra dazu und beides steht sich gegenseitig im Weg. Die Symptome hindern meine Schulischen Leistungen und diese verschlimmern wiederrum die Symptome. Erfolgsorientiert kann ich leider nicht denken, ich kenne sowas einfach nicht - hab sowas nie gelernt, da meine alleinerziehende Mutter ebenso depressionen hatte. Was du zu den Berufswünschen gesagt hast, im endeffekt ist dieses "einfach nur glücklich sein" alles was ich will. Profitgierig bin ich auch nicht wirklich, ich denke ziemlich schlecht von mir, und bin vollkommen zufrieden, wenn ich "genug" habe um vernünftig leben zu können. Dass ich mal was großes (beruflich) erreiche, war für mich schon immer eine Utopie. Ich sehe das allerdings komplett anders, dass leute im sozialen Bereich "Versager" sind - klar kommt auch immer drauf an, wie man Versager definiert. Ich hatte in einer Lebenshilfe praktikum gemacht und die Leute die da waren, waren alle überaus nett und freundlich und dort hatte ich mich auch "glücklich" gefühlt, weil es einfach gut tat, den anderen zu helfen - aber da scheinen unsere Meinungen wohl auseinander zu gehen :) Danke dir aber für die Ausführliche Antwort, ich werde mir das mal zu herzen nehmen :)

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Du solltest den Problemen auf den Grund gehen und nicht die Probleme ignorieren(abi abbrechen)Du bist schon sehr weit gekommen in der schule und es wär doch schade wenn es sich "nicht gelohnt"hätte. Ich würde versuchen deine Probleme und Ängste zu erkennen und dann zu behandeln. Wenn es dann nicht geht kannst du nocheinmal überlegen. Ich würde vielleicht mal ein Test auf ADHS/ADS(es gibt auch "vortests" im internet, aber da ist kein wirklicher verlass drauf) machen. Das ist oft auch damit verbunden. Ich hoffe ich konnte dir helfen und viel Glück! LG

Ich war ja schonmal in Therapie und da wurden die oben gennanten Diagnosen getroffen - Sprich Depression, Angst etc. - von ADS/ADHS war nie die rede bei den Ärzten, ich denke dass kann man ausschließen, aber danke für die Antwort :)

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Hey,

ohh .. das klingt nicht sehr schön. Du scheinst gerade eine schwere Phase durchzumachen, aber mach nicht den Fehler, das du aufhörst einen Ausweg zu finden, denn sobald du das machst wird alles fünfmal so schlimm werden. Klar ist es schwer für dich. Aber so ist das leben. Mal gibt es schöne Zeiten, mal schlechte. Aber mach nicht den Fehler, dass du aufgibst, sobald du schlechte Zeiten durchmachst.

Denn würde jeder, der mal deprimiert ist sofort aufgeben und aufhören sich für das Leben anzustrengen, dann wären wir wahrscheinlich alle sehr unglücklich. Und ich sage dir eine Sache: Denk nicht, dass du es in diesem Umstand woanders leichter haben wirst. Überall braucht man Disziplin und Anstrengung. Ob auf einem Gymnasium oder einer Fachschule, es macht kein Unterschied. Denn bei so einer Einstellung wirst du nirgendwo durchkommen.

Du musst deine Lebenseinstellung neu gestalten, finde eine Leidenschaft, mache dir ein Ziel, sehe die positiven Seiten deines Lebens, mache Dinge mit anderen Menschen wie z.B Freunden / Geschwistern - Lernen, Arbeiten, Sport. All das gestaltet deine Lebenseinstellung.

Du kannst ja auf dem Weg zur Besserung einen Psychologen aufsuchen, um immer jemanden zu haben, mit dem du reden kannst und der dir auch helfen kann.

Und bitte. Verzichte auf Medikamente, wie Antidepressiva. Es wird alles nur noch schlimmer machen.

Sollte es dir sehr schlecht gehen, dann würde ich mal hier nachschauen:

https://www.nummergegenkummer.de/cms/website.php

Liebe Grüße

Danke schonmal, aber du scheinst eine sache nicht ganz richtig verstanden zu haben. Ich habe nun mittlerweile seit einigen Jahren Depressionen, und mittlerweile sind sie sogar besser als sonst, und mir geht es trotzdem schlecht ohne Ende. Es kam eine Weile auch täglich zu suizidgedanken, die momentan zum glück weg sind. - Deswegen würde ich nicht davon sprechen, dass ich mal deprimiert bin und sofort aufgebe.

Aber danke dir schonmal, klar, wenigstens die 11. Klasse würde ich gerne schaffen für das Fachabitur, aber ich hab das gefühl, dass ich es einfach nicht mehr schaffe, nicht von der intelligenz her, sondern von der Psychischen Belastung. - Ich bin einfach am verzweifeln, weil mir meine psychitsche situation so zuschaffen macht, und kaum einer das verstehen zu scheint.. Danke für die Hilfe :) und antidepressiva habe ich damals bei der therapie schon abgelehnt

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