Abi auf einer privaten Schule einfacherer?

2 Antworten

Das wäre mir persönlich jedenfalls neu.

Selbst wenn Statistiken das belegen würden, wäre ich vorsichtig mit der Begründung. Denn erst einmal ist klar:

Privatschulen kosten Geld. Im Grundgesetz steht zwar, dass Bildung nichts kosten darf und für alle zugänglich sein muss. Aber eine Harz IV Familie wird nur ganz selten auf die Idee kommen, ihre Kinder auf eine Privatschule zu schicken, während das eine sehr wohlhabende Familie natürlich schnell bevorzugen kann.

Der Staat zahlt der armen Familie zwar Geld, aber das kann man keines Wegs gleichsetzen. Das hat man in einer WDR Doku auch klar gesehen. Dort hat der WDR sowohl Schüler aus öffentlichen als auch Schüler aus Privatschulen in der Sporthalle jeweils Trikots anziehen lassen. Dann wurde z.B. gesagt: Wer einen Migrationshintergrund hat geht auf die eine, wer keinen hat auf die andere Seite. Sowas passierte mehrfach und teilweise mit anderen Fragen.

Es wurde sofort deutlich, dass auf der Privatschule viel viel weniger Leute mit Migrationshintergrund sind. Das hat man auch schon ganz schnell an den Gesichtern erkannt. Ich finde die Doku gerade leider nicht.

Fakt ist aber:

Eltern schicken ihre Kinder auf eine Privatschule, weil sie vor allem hoffen, es wird individueller gefördert (was meist sowieso nicht stimmt, siehe hier), es gäbe weniger Stress (auch das muss noch lange nicht stimmen) und der Weg zur großen Karriere ist einfacher. Und wie ich ja schon sagte:

Ohne Zweifel haben die Eltern der Privatschüler im Durchschnitt ein höheres Einkommen als auf öffentlichen Schulen. Das heißt auch: Viel mehr dieser Eltern erwartet vom Kind ebenfalls entsprechende Leistungen. Ein deutscher Professor in Mathematik oder ein Arzt wird nicht damit zufrieden sein, wenn das Kind nur eine 3 in Mathematik und anderen Fächern hat. Eine syrische Familie ist damit deutlich zufriedener, solange das Kind durch die Schule kommt. Und das kann sich demnach auch gut auf den Notendurchschnitt auf alle Schüler betrachtet auswirken, weil mehr Eltern eben höhere Forderungen haben, die die Kinder erfüllen müssen. Dazu kommt dann vielleicht noch sowas wie Nachhilfe, wo die wohlhabenderen Eltern der Privatschule direkt Einzelunterricht nehmen, während die Eltern der öffentlichen Schule sich nur Gruppenunterricht leisten können. Ich gebe selbst seit über 3 Jahren Nachhilfe und weiß ziemlich gut, dass Einzelunterricht viel viel besser ist. Vor allem wird er immer besser, je schlechter der Schüler in dem Fach ist (ich gebe fast ausschließlich Mathe Nachhilfe).

Fazit:

Deine Vermutung ist für mich ein reiner Mythos, der auch hier als dies abgestempelt wird:

https://www.welt.de/wirtschaft/karriere/bildung/article127333102/Das-sind-die-groessten-Mythen-ueber-Privatschulen.html

Selbst wenn Statistiken zeigen sollten, dass an Privatschulen durchschnittlich bessere Noten erzielt werden, hat das wohl kaum etwas direkt damit zu tun, dass die Eltern der Schule Geld zahlen. Sondern eben so indirekt, wie ich es sagte:

Die Eltern haben meist mehr Geld, welches sie selbst verdienen und fordern vom Kind einen entsprechenden Werdegang. Höhere Forderungen sorgen dann ggf. für bessere Noten.

Woher ich das weiß:Recherche

Ich habe auch oft gehört das man auf Privatschulen sich das Abi kaufen kann ....

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@wiki27

Das hat damit aber nichts zu tun. Man kann auch einem Lehrer dafür 50.000 Euro geben, beim Abitur gibt es immer mindestens zwei Korrekturen und sollten diese zu stark abweichen, gibt es eine Drittkorrektur. So ist das jedenfalls bei mir in Nordrhein-Westfalen. Außerdem hat man mehrere Abiturfächer und da wird ein Lehrer nicht das ganze Abitur besser machen können. Gleiches gilt für die Qualifikationsphase, in der man die Punkte für das Abitur sammelt. Ein einzelner Lehrer kann dir kein 1er Abitur bringen, wenn du eigentlich einen 3,5er Schnitt hättest.

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Mal überlegt ob deine Leistung nicht wirklich schlechter ist? Ob du, anders als auf der anderen Schule, die Erwartungen deiner Lehrer nicht triffst?

Wie ist es jetzt gemeint ? Das etwa die Noten lehreabhängig sind ? Das habe ich auch schon bemerkt .... aber meine Mutter mekert rum das auf einer Privatschule jeder ein gutes Abi bekommt und das man dort auch gute Punkte/Noten bekommt ...

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@wiki27

Natürlich sind Noten lehrerabhängig, die machen jeder für sich die Schwerpunkte im Unterricht und erstellen die Arbeiten, klar will da Lehere A was anderes als B lesen.. das ist besonders in den sprachlichen Fächern so. Ich sags mal so: bei meinem Deutschlehrer hab ich 14 pkt, wär ich im anderen Kurs mit anderen Lehrer wärens wohl gerade so 6-7 ..

Ich denke allerdings an Privatschulen sind deshalb so viele gut, weil sie gut sind und sein müssen. Wenn ich als Mutter da mehrere Hundert gar Tausend Euro für die Schule bezahle, da werd ich auch für sorgen, dass das Geld nicht rausgeschmissen war..

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@Maybewrong

Meine Mutter meint genau das , also das die Lehrer an Privatschulen bessere Noten geben also lieber gute als schlechte Noten geben ......

gehst du auf eine Privatschule ? Und wie schaffst du es 14 Punkte in deutsch zu haben ?

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@wiki27

Ich geh auf ne öffentliche Schule. Mein Bruder war ne Zeit auf ner Privaten, war da aber weder besser noch schlechter als auf den öffentlichen Schulen davor oder danach.

Manchmal frag ich mich das auch in Deutsch. Naja zum einen einfach lernen, eine Note ist meist ein Test wo man nur auswendig lernen musste. Ansonsten mag mein Lehrer was ich schreibe, obwohl ich das selbst zum Teil richtig mies find. Aber ich sags auch so, er mag mich und meine Nachbarn, und wir können uns nebenbei auch den ein oder anderen Mist erlauben. Wie gesagt der andere Kurs tut mir leid, deren Lehrerin kann sie alle nicht leiden und lässt Tests in 20 min schreiben die sen Unfang von einer 90 min Klausur haben..

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