Abhängig von Cannabis nach 1 jahr?

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3 Antworten

Abhängigkeiten von süchtigen Stoffen, aber auch von Verhaltensweisen (Aggressionen, aber auch Sex, Arbeit, Shoppingerlebnissen) sind immer von zwei Seiten her zu betrachten:

Einerseits die körperliche Abhängigkeit.... und Entzugserscheinungen wie Zittern, Gereiztheit, Nervosität.... sind deutliche Anzeichen, dass der "Stoff nachgefüllt" werden muss: Die Nerven rebellieren, weil die Körper- und Gehirnchemie im Ungleichgewicht ist: "Gifte" wirken auf die Ausschüttung der Transmitter ( Gehirnbotenstoffe) , auf die Hormone ... naja und über die Auswirkungen auf die inneren Organe brauchen wir uns nicht zu unterahlten:

Das geht hin bis zu Übelkeit und Erbrechen in stressigen und unruhigen Situationen. Das kann auch auftreten, weil man eben nicht in den Gameshop kommt um ein neues Spiel zu kaufen.

Aber damit sind wir schon in der Überleitung zu....: "Tatataa...."

.... den seelischen Abhängigkeiten.

Und sie sind viel prägender als die körperlichen Abhängigkeiten: Darum können die Phasen, in denen man den körperlichen Entzug von seinem Gift durchstehen muss vergleichsweise einfach scheinen.

(Damit will ich den körperlichen Entzug keineswegs verharmlosen.... das ist eine schwierige Entscheidung und Zeit - Aber eine erfolgreiche Therapie setzt nach der entgiftung an!!!)

Aber... der dauerhafte Verzicht auf seine "Sucht" heißt ja nicht nur, einen "Stoff" nicht einzunehmen oder eine Handlung nicht auszuführen....

Es bedeutet, sein Handlungsrepertoire verändern zu müssen um

  • anders mit Ärger
  • anders mit schwierigen Gesprächssituationen (Rektor, Chef, Eltern, Polizei, Richter....)
  • anders mit eigenen Unsicherheiten
  • anders mit Aufregungen, Nervosität, Erwartungen

..... umgehen lernen muss.

Denn: das was wir getan haben... auch das "gifteln"... haben wir getan um uns in schwierigen Lebenssituationen zu entlasten. Auch wenn es anfangs der gemeinsame Spaß war, der im Vordergrund stand, haben wir schnell gelernt bei Ärger, Schulstress, Beziehungsproblemen.....

... mit ein bisschen "Kiff" den Ärger und die Unruhe zu vertreiben.

So konnten wir trotzdem zum feiern gehen... oder zum besten Kumpel, Kumpeline.... das Vorstellungsgespräch wahrnehmen... usw.

Also, auch wenn das jetzt etwas ausführlicher geworden ist:

Mit diesem Wissen kannst Du jetzt selber mal gucken, wo Du stehst (betroffen bist)... und aus welcher Richtung die Lösung kommen kann.

Sincerely Norbert

Immer wenn du denn drang hast zu kiffen dann lenk dich ab.. zB mit Sport, freunde treffen(die nicht kiffen) oder ähnliches :) Viel glück :D

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