Abhängig hustenstiller und nikotin Symptome?

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4 Antworten

Hallo LoveableAutist,

erstmal was grundsätzliches: Es ist schwer zu sagen ab wann man süchtig ist und ab wann nicht, da gehen selbst bei Experten die Meinungen stark auseinander (sind 4 Bier in der Woche Sucht oder nicht?). Grob kann man sagen: Man ist süchtig wenn man regelmäßig oder zwanghaft konsumiert. Sowas wie "drogenspezifische Suchtsymptome" gibt es meines Wissens nach nicht, wenn dann wohl eher klassische Nebenwirkungen. (Ist wahrscheinlich auch das, was du gemeint hast.)

In deinem Fall (regelmäßiger und zumindest zuletzt exzessiver Konsum über einen längeren Zeitraum) kann man glaub ich von einem süchtigen Verhalten ausgehen.

Zum Cannabis: Wenn du es wirklich nur zwei mal geraucht hast, wieso sollte es dann überhaupt von Relevanz sein? Sagen könntest du es deiner Therapeutin aber wohl schon. Allerdings muss dir da bewusst sein, dass es im Ermessen des Arztes liegt, ob er deinen Eltern was sagt oder nicht - zumindest gilt das so lange, bis dein Recht auf persönliche Entfaltung über dem Recht deiner Eltern auf "Wissen was mit dem Kind ist" steht. Das ist eine sehr schwammige Sache, und da gibt es abweichende Urteile ab wann dem so ist und ab wann nicht. (Aber die Therapeutin mag ich sehen, die wegen so einer Lapalie dein Vertrauen aufs Spiel setzt.)

Zum Nikotin: Lass das gleich wieder bleiben - Nikotin ist meiner Meinung nach einer der gefährlichsten Drogen überhaupt (wenn nicht DIE!), besonders weil sie vom Konsumenten gern so gnadenlos unterschätz wird. Das Suchtpotenzial von Nikotin ist enorm, wird nicht umsonst gerne mit dem von Heroin verglichen.

Zum Thema DXM: Jeden bis jeden zweiten Tag DXM? Bitte hör auf meinen Rat und lass da schnellstmöglich deine Finger von. Damit du von DXM was merkst musst du stark überdosieren und belastest dadurch deinen Körper enorm. Auch psychisch sind Dissoziativa nicht zu unterschätzen, du könntest da definitiv eine Psychose davon tragen besonders wenn du im Moment eh schon recht labil bist. Kannst mal Johanniskraut ausprobieren, dass soll relativ sanft sein und gut bis sehr gut helfen. Musst nur mim Sonnenbaden aufpassen, weil du leichter einen Sonnenbrand bekommst.

Falls du in zwei Jahren immernoch Depressionen haben solltest gebe ich dir jetzt einen Tipp, den du aber bitte nicht anwendest, bevor du dich nicht selbst informiert hast, und alle anderen Möglichkeiten ausprobiert hast. Such mal im Internet nach Studien zum Thema Ketamin bei Depressionen. Die Studien verliefen alle sehr vielversprechend, allerdings wird Ketamin wohl nie für die Behandlung von Depressionen zugelassen, weil das Patent schon zu lange auf dem Markt ist, und sich somit kein Geld mehr damit verdienen lässt. - Natürlich steckt dann kein Unternehmen Millionen in die Zulassung.

lg und gute Besserung,

Divinorum

Dextromethorphan wirkt an NMDA Rezeptoren, und als Serotonin und Dopamin Wiederaufnahmehemmer. Eine Abhängigkeit ist daher definitiv möglich, obwohl diese anders ausgeprägt ist als bei klassischen Drogen. Es sollte eher vergleichbar sein mit dem Abhängigkeitspotential von Antidepressiva. Man spricht bei solchen Substanzen nicht von Entzug sondern treffender sind die Begriffe Absetzerscheinungen und Absetzsymptome. Eine psychische Abhängigkeit ist natürlich auch möglich.

Du solltest mal mit einem Arzt darüber reden, eine Umstellung auf Antidepressiva kann sinnvoll sein, u.a. auch um Absetzerscheinungen vom Dxm zu verringern. Es gibt auch Studien, in welchen Langzeiteinnahmen von Dxm zur möglichen Behandlung von Depressionen durchgeführt wurden, da das Wirkungsprinzip recht ähnlich ist. Aber es gibt bessere Substanzen als Dxm für Depressionen.

Du solltest dich auf jeden Fall in ärztliche Behandlung begeben. Mit der ärztlichen Schweigepflicht bei Kindern ist das so ne Sache. Du kannst das im vorhinein mit deinem Arzt abklären, ob er die Schweigepflicht gegenüber deinen Eltern einhalten wird oder nicht.

D1vinorum 30.06.2014, 02:22

Lass dich nicht von der Pharmaindustrie verarschen, "Absetzerscheinungen" ist nur ein schöneres Wort für "Entzug" - wird dir jeder Apotheker und Arzt bestätigen können.

Wird nur nicht gern gesagt, weil Entzug nunmal stark negativbehaftet ist und mit Drogen in Verbindung gebracht wird. Die Ursache ist aber die Gleiche. ;)

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was genau wolltest du denn finden und konntest nicht?

Zum Mißbrauch und Abhängigkeit hab ich in 10 Sekunden was gefunden:

Dextromethorphan wird häufig missbräuchlich eingenommen, da es in hohen Dosen dissoziative und anderweitig berauschende Effekte hat (vergleichbar mit missbräuchlich eingenommenden Ketamin). Der Missbrauch von Dextromethorphan kann eine Drogenpsychose nach sich ziehen, unkontrolliertes Verhalten kann zur Selbst- oder Fremdgefährdung führen. Regelmäßige missbräuchliche Einnahme kann zur Suchterkrankung führen, unter Umständen ist auch mit Hirnschäden zu rechnen.[15 http://de.wikipedia.org/wiki/Dextromethorphan#Missbrauch_und_.C3.9Cberdosierung

LoveableAutist 29.06.2014, 00:09

Die Nebenwirkungen sind hauptsächlich im trip, die kenne ich, aber zu langzeitiger Abhängigkeit konnte ich nichts finden. Hirnschäden gehören dazu aber ich meine was Symptome von "Entzug" sind zB bei vielen harten Drogen erbrechen, Schwindel, zitternde Hände usw. Und ich konnte zu hustenstiller nur langfristige körperliche und psychische Abhängigkeit möglich, mehr nicht. Ich habe seitdem ich so viel nehme mehr depressionsphasen keine kraft drang irgendwelche Medikamente zu schlucken oder sonst was ich werde extrem nervös und mein Körper kribbelt komisch ka wie ich das beschreiben soll ich fühle mich unfassbar schrecklich und nervös. Leider finde ich dazu irgendwie nichts nur zu kurzfristigen Nebenwirkungen und nicht zu Abhängigkeit.

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Naja, auf die Frage: Bin ich abhängig? Wenn dich jemand fragen würde ob du dait SOFORT aufhören kannst, könntest du es bejahen? Wenn nein, würde ich mir Gedanken darüber machen. Und wenn du nicht Abhängig sein möchtest, aber es nicht schaffst damit allein auzuhören würde ich es meinem Therapeuten erzählen ich meine er ist ja auch dafür da. Ja mit Depressionen habe ich auch meine Erfahrungen gemacht und auch mit berauschenden Mitteln. Du musst aber lernen, offen mit deinen Fehlern umzugehen.

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