Abgesehen vom Beruf, wie wichtig ist Mathematik?

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9 Antworten

Abgesehen von Studium und Beruf gibt's auch im Privatleben viele Situationen, wo man ohne Mathekenntnisse ziemlich hilflos ist und anderen blind vertrauen muss, wenn man selbst nicht nachrechnen und prüfen kann, was einem vorgelegt wird.

Zum Bsp.:
☻ Versicherungstarife vergleichen,
☻ Stromtarife vergleichen,
☻ Telefontarife vergleichen,
☻ Konditionen beim Kaufvertrag mit Ratenzahlung,
☻ Nebenkostenabrechnung prüfen,
☻ Gehaltsabrechnung prüfen,
☻ Steuerbescheid prüfen,
☻ Rechnungen prüfen,
☻ Rabatte aushandeln,
☻ Statistiken verstehen,
☻ Wahlergebnisse vestehen,
☻ Geldanlage-Möglichkeiten vergleichen,
☻ Kredit-Angebote vergleichen,
☻ Baufinanzierung, ...

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Du kannst durch Wissen in Logik und Statistik ein Gefühl dafür bekommen, wann jemand lügt, oder einfach nur die "Wahrheit dehnt", indem er wichtige Details unterschlägt. :)

Zum Beispiel ist der Terrorismus ja bekanntlich im Moment die größte Bedrohung für Europa. Zumindest könnte man das Gefühl bekommen, wenn man die Nachrichten und Interviews mit dem Innenminister beobachtet.

Aber stimmt das denn auch? Gucken wir uns mal die Zahlen an:

In den letzten 10 Jahren (2006 bis 2016) kamen in Europa 459 Menschen bei terroristischen Anschlägen jeglicher Couleur ums leben. Also pro Jahr gerundet 46 Terroropfer.

Auf der anderen Seite sterben jedes Jahr - ebenfalls allein in Europa - weit über 10000 Menschen an zu hohem Schadstoffausstoß von Dieselfahrzeugen. Wohlgemerkt nicht am Gesamtausstoß, sondern NUR an dem Teil, der über dem gesetzlichen Grenzwert liegt.

Das ist mehr als das 200fache! Die Frage ist jetzt, warum tut die Poltik so viel gegen die "terroristische Bedrohung" in Form von Überwachungsgesetzen und der massiven Einschränkung von Freiheiten der eigenen Bevölkerung, aber bislang gar nichts gegen die großen Autohersteller?

Eine leicht verständliche Kindergarten-Analogie:

Bei einem Faktor von 1:200 musst du dir vorstellen, dass Eltern ihren Sprössling nicht in einen Kindergarten geben wollen, weil dort vor 10 Jahren mal ein Kind von der Schaukel fiel, und tödlich verunglückte; sie schicken hier Kind deshalb in einen anderen Kindergarten, in dem sich zwar noch nie ein Kind beim Spielen an einer Schaukel verletzt hat, aber im Schnitt regelmäßig ein Kind alle 18 Tage im Pool ertrinkt. Dabei sind sich Eltern und Kindergartenleitung darin einig, dass die Schaukeln besser abgesichert werden müssten, ohne auch nur einmal an den Pool zu denken!

Welche Eltern würden so etwas tun? Natürlich niemand! Das wäre absolut shizophren! Und genau das gleiche Verhältnis besteht beim aktuellen Terrorthema und den Abgastoten. Nur interessiert sich kein Schwein für Abgase, zumindest solange niemand im eigenen Bekanntenkreis an Lungenkrebs eingeht.

Ähnliche Themen gibt es übrigens viele: MRSA-Tote, Unfalltote durch Raserei, ... bei all diesen Themen könnte man in der Summe locker weit über 100000 Menschenleben retten. Jedes Jahr. Allein in Deutschland!

Fakt ist, dass Terrorismus in Europa nicht die Nachrichten dominieren sollte, sondern - wenn überhaupt - eine Randbemerkung wert ist. Und ich glaube, dass man durch Mathematik aufmerksamer wird, und schneller mal Dinge im Kopf überschlägt, bzw. auf Plausibilität überprüft. Deshalb ist Mathe alleine schon als Gehirntraining enorm wichtig.

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Mathematik lehrt nicht nur den konkreten Umgang mit Zahlen, sondern vor allem Abstraktionsvermögen, systematisches Vorgehen, logisches und rationales Denken und vieles mehr. Damit kannst du Sachverhalte einordnen, Probleme systematisch lösen, findest eher Zusammenhänge und schaffst es eher, die deinen Beobachtungen zugrundeliegende Gesetzmässigkeiten zu erschliessen.

Diese Fähigkeiten sind in so ziemlich jedem Bereich des Lebens sinnvoll einsetzbar, selbst beim Erlernen von Sprachen.

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Kommentar von MartiniHenry
08.07.2017, 16:16

Dem ist nichts hinzuzufügen 👍

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Wenn dir nichts in den Sinn kommt, dann hast du die Mathematik nicht verstanden. Klar könnte man jetzt sowas antworten: "Mit den Formeln über die Winkelfunktionen kannst du die Breite eines Flusses näherungsweise bestimmen, ohne ihn zu überqueren." Allerdings ist das nur die Anwendung für billigen Formeln und Rechnerei. Mathematik ist mehr.

Mathematik ist abstraktes, logisches Denken und das ist absolut unerlässlich. Fragen wie "Wann sind zwei Mengen gleich?", "Wann sind zwei Aussagen identisch?", "Welche Voraussetzung sind für welche Resultate hinreichend, welche notwendig?" begegnen einem täglich im normalen Denkprozess und genau dazu braucht man Mathematik. Wer diese Form des Denkens nicht sicher beherrscht, kann kein mündiger, rationaler Mensch sein.

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  Das Studium wenn du hast. Ich weiß vom ZDF Studienführer und unabhängig von meinem Chef, dass du dann nur die besten Berufsaussichten hast. Weil sich nämlich in allen Persos herum gesprochen hat, dass Matematiker FALLUNTERSCHEIDUNG drauf haben ===> vollständige Disjunktion . Die vetrrgessen nix; sind in der Lage, Dinge oder Ereignisse vollständig zu klassifizieren.

   Ja gut; jede technische Zeichnerin bringt das Realschulwissen in Mathe mit; das hat sie nämlich in der Berufsschule gebraucht.

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Kommentar von gilgamesch4711
08.07.2017, 16:13

  Es ist ja auch ein Unterschied, ob du bloß " Englisch für touristen " lernen willst oder die Stelle eines Londoner Teaterdirektors anstrebst. In letzterem Fall  möchten wohl profunde Shakespearekenntnisse net schaden ...

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Mathe kann zum Beispiel bei Kaufverträgen von Vorteil sein. Das einfachste Beispiel ist, wenn ich im Supermarkt einkaufen gehe. Ich bin recht gut im Kopfrechnen, überschlage also immer, wie viel ich an der Kasse zahlen muss. Vertippt sich nun die Kassiererin an der Kasse oder berücksichtigt keine Rabatte, fällt mir das recht schnell auf.

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Du brauchst nur die Grundrechenarten und solltest etwas Kopfrechnen können. Mathe ist in manchen Berufen wichtig. Dein Geld solltest du noch zählen können. Französisch bringt auch nur was, wenn man nach Frankreich reist.

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Kommentar von MartiniHenry
08.07.2017, 16:15

Französisch bringt auch nur was, wenn man nach Frankreich reist.

Klar, denn nur in Frankreich wird Französisch gesprochen 😂 

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Kommentar von Rubezahl2000
08.07.2017, 16:29

Mathe ist in fast ALLEN Studiengängen und Berufen wichtig!

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Kommentar von kilometerspritz
08.07.2017, 18:35

wer mir erzählt, er denk bei dem Begriff mathematik an Kopfrechnen, drr zeigt nicht verstanden zu haben, wie vielfältig mathe ist. es steckt in allem

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Ich liebte es Mathe in der Schule zu haben. Jedes Problem löste ich wie eine Knobelaufgabe, mit Spaß und Intelligenz. Mathe ist eine Sprache, mit der man alle Sachverhalte beschreiben kann. Die Fähigkeit Reales ins Abstrakte zu übertragen, dann mithilfe von Mathe zu verstehen, das macht einen Mathematiker aus. Diese Gabe nennt sich Intelligenz und hilft in allen Bereichen des Lebens

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Die Mathematik ist die Grundlage für viele Wissenschaften!

Das ist so wie, dass du erst deutsch können musst, bevor du ein Buch lesen kannst!

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Kommentar von gilgamesch4711
08.07.2017, 16:17

  Nicht ganz. Hier geht es nämlich um angewandte Matematik.

  1) Bei welchen Formeln reicht es völlig, wenn ich sie im Bedarfsfall nachsehe?

   2) Welche Formeln und Sätze sollte ich besser auswändig drauf haben?

   3) Wann haben Beweise als Gedächtnisstütze wirklich Sinn ( Etwa indem sie mich in den Stand setzen, wichtige Umformungen ohne fremde Hilfe vorzunehmen. )

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Kommentar von kilometerspritz
08.07.2017, 18:34

ich stimme @Destranix voll ung ganz zu, die Behauptungen von @gilgamensch4711 haben keine Aussagekraft.

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