Abgedrängt auf Autobahn

4 Antworten

Naja... Das ist in meinen Augen eine typische 2 Zeugen gegen 2 Zeugen Situation, wodurch keine Schuld bewiesen werden kann. Dadurch geht das ganze auf die Kappe deines Verwandten. Ist zwar fies, aber ist nun einmal so. Aber vielleicht erfindet da auch jemand was, schließlich hat das auch keiner der Nachfahrenden bezeugt....

Immer wieder die Mär von "Aussage gegen Aussage".^^

Denn:

  1. erstattet der Abgedrängte Anzeige, dann ist er und sein Mitfahrer Zeuge der Angezeigte aber Beschuldigter ►Zeugen aber müssen spätestens vor Gericht die Wahrheit sagen, der Beschuldigte darf ungestraft lügen.
  2. kommt es auch darauf an, wer für den Richter glaubwürdiger erscheint.

Fazit: auch die mitfahrende Person in Fahrzeug B ist Zeuge - und ob die es dann wagt, vor Gericht zu lügen, mag ich zu bezweifeln. Als Verwandte Person zu dem Fahrer von Fz. B dürfte sie schweigen - was aber dem eher auch nicht helfen würde. ;)

Zu Punkt 2 noch als Bsp.: hat der Fahrer von Fz. B schon einige Punkte gesammelt, während der von Fz. A 0 Punkte hat, dann rate mal, wer einem Richter da glaubwürdiger erscheint.^^

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@Eichbaum1963

Dann kommt es aber noch darauf an, ob der Richter sich auf Grund solcher Dinge im Stande fühlt ein klares Urteil zu fällen und das bezweifel ich! Und warum sollte der Zeuge vor Gericht denn nicht lügen? Kann ihm doch keiner was anderes beweisen.... Ausserdem muss dafür das ganze erst einmal vor Gericht gehen!

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@Philay19

Tja erstmal muss es vor Gericht kommen, das stimmt.

Kann ihm doch keiner was anderes beweisen....

Nun, wenn zwei Zeugen vor Gericht unterschiedlich aussagen, dann weiß der Richter aber, dass einer lügt - und: der Fahrer von Fahrzeug A ist ja auch Zeuge. Nun sagt also ein Zeuge etwas anderes aus wie zwei weitere Zeugen.

Der Fahrer von Fahrzeug B ist ja Betroffener - darf also lügen.

Und wenn sich da nun dieser eine Zeuge in Widersprüche verstrickt, wirds für ihn gefährlich - und aus wars dann evtl. mit "kann ihm doch keiner beweisen".

Und eine falsche Zeugenaussage ist grundsätzlich strafbewehrt - und das weiß sicher auch der Zeuge. ;)

Ergo ist auch deine Aussage:

eine typische 2 Zeugen gegen 2 Zeugen Situation

nicht ganz Korrekt, denn es gibt nur 3 Zeugen - einer ist ja dann wie o. g. Betroffener. Ergo zwei Zeugen gegen einen + Betroffenen. ;)

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In dieser Konstellation wird A die A - Karte gezogen haben und den Schaden auf eigene Faust abwickeln dürfen. So blöd wie es ist aber ein Gutachter wird hier wohl auch keine besonderen Dinge feststellen können, welche Person A in eine bessere Argumentationsgrundlage bringen.

Eine ganz blöde Situation, die sich wohl nicht so einfach wird regeln lassen, bleiben alle beteiligten bei ihrem Standpunkt. Wohl dem, der eine Rechtsschutzversicherung mit Deckung für aktiven Straßenverkehrsrechtsschutz hat, die einem zumindest die Anwaltskosten vom Hals hält.

Trotzdem noch eine kleine Info am Rande: Die übrigen Geschädigten, deren Fahrzeuge durch herumfliegende oder verlorene Teile zu Schaden gekommen sind, können sich aussuchen, von wessen Versicherung sie Schadenersatz verlangen: Von der des Unfallverursachers (Verschuldenshaftung) ODER der des "Teileverlierers" (Gefährdungshaftung). Und da hier der Verursacher nicht feststeht, das Teile verlierende Fahrzeug hingegen schon, wird deren Wahl wohl auf Deine Verwandte fallen...

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