Abgebrochener Wohnungsschlüssel, wer zahlt?

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= Fast jeder hat es schon mal erlebt: Ein Schlüssel bricht und der abgebrochene Teil steckt noch im Schloss. Das Amtsgericht halle hatte jetzt zu entscheiden, was ist, wenn das einem Mieter mit dem Wohnungsschlüssel passiert. Es entschied, dass der Mieter für diese „Beschädigung der Mietsache" keinen Schadenersatz zu leisten braucht.

= Das gelte jedenfalls dann, wenn er nicht gegen mietvertragliche Obhutspflichten verstoßen habe. Für Schäden im Rahmen eines „vertragsgemäßen Gebrauchs" müsse er nicht haften (17.03.2009 AZ: 93 C 4044/08).

= Hinweis: Möchte der Vermieter dennoch Schadensersatz, muss er vortragen und beweisen können, dass sein Mieter den Schlüssel schuldhaft abgebrochen oder gegen die nebenvertragliche Obhutspflicht, gemietete Sachen schonend und pfleglich zu behandeln, verstoßen hat.

wahrscheinlich musst du zahlen. Bei dir ist er abgebrochen und wenn du ihn schon verbogen bekommen hattest, hättest du das bei der Wohnungsübergabe reklamieren können.

ich persönlich halte nichts von alten Schließanlagen und habe seit langem sowohl eine neue sichere Blende, als auch einen schlagschlüsselsicheren Zylinder in meiner Wohnung angebracht, Kostenpunkt ca 120 Euro bei Selbstmontage und das sollte Sicherheit wert sein. Brauche jetzt zwar immer zwei Schlüssel, aber das stört nicht weiter. Mit der Schlagschlüsselmethode lässt sich fast jede Tür ohne Spuren öffnen und da ist es immer schwierig, der Hausratversicherung nachzuweisen, dass die Tür auch wirklich abgesperrt und nicht nur zugezogen war (zugezogene Türen lassen sich problemlos mit Plastikkarte oder Federstahlhaken öffnen).

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