Abgas-und Verbrauchswerte! Wieso verbietet die Regierung nicht die Test auf dem Rollenprüfstand. Diese Test müssen im normalen Verkehr stattfinden?

... komplette Frage anzeigen

9 Antworten

Im Prinzip hast du Recht, aber Tests im realen Verkehr haben eben das Problem mangelnder Vergleichbarkeit.

Man könnte das Probem auch anders lösen, indem man die Prüfzyklen auf dem Rollenprüfstand der Praxis anpasst.

Das erste Problem sind die vorgeschriebenen Zyklen.
Beim Stadtverkehr wird bisher nur gaaanz langsam beschleunigt. Hier müsste der Zyklus so angepasst werden, dass realistische Brems- und Beschleunigungsvorgänge eingeführt werden, bei denen sich dann auch die Masse des Fahrzeuges auswirkt.
Dann müsste es einen Überlandzyklus geben, bei dem nicht nur konstant 100 gefahren wird, sondern auch mal überholt werden muss mit Beschleunigung.
Dann bräuchte man eine Angabe über den Verbrauch bei konstant 130 km/h.
Zusätzlich bräuchte man eine Angabe des Verbrauches bei Höchstgeschwindigkeit. Aus diesen Werte könnte dann ein einigermaßen realer Durchschnittswert ermittelt werden.

Ein weiteres Problem besteht darin, dass die Fahrzeuge für die Versuche speziell vorbereitet werden, z.B. durch spezielle Reifen mit geringem Rollwiderstand, die in der Serie aber gar nicht angeboten werden. Hier müssten in der Tat Fahrzeuge aus der Serie entnommen werden und zwar mit Vollausstattung. Mit diesen Fahrzeugen müssten die Grundwerte wie Luftwiderstandsbeiwert cw, Masse sowie Rollwiderstand ermittelt werden und nur diese Werte dürfen auf dem Prüfstand eingestellt werden.

Als drittes müsste es ein Verbot sämtlicher Software geben, die außer Programmen für den normalen Straßenbetrieb noch weiter Teile enthält, die speziell für die Prüfstandsversuche eingeschaltet wird. Dazu müsste die Software offengelegt werden oder es müsste auf dem Prüfstand immer parallel gemessen werden, ob der Motor in einen Zustand mit reduzierter Leistung schaltet, was die bisherige Schummelsoftware auf dem Prüfstand macht.

Das einzuführen wäre eigentlich kein Problem, wenn es den politischen Willen dafür gäbe. Den gibt es aber nicht und der derzeitige Verkehrsminister, der erklärtermaßen industriefreundlich ist, wird solche Änderungen wie bisher zu verhindern wissen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hallo rolfbentin

Solche Tests müssen für alle Fabrikate gleich sein und das lässt sich nur am Rollenprüfstand erreichen, niemals im normalen Verkehr. Wie sollte man sonst verschieden Fabrikate untereinander vergleichen. Notwendig wäre von der Politik genau Bedingungen dafür vorzugeben. Damit ist gemeint Serienautos ohne spezielle Änderung (die nur für solche Tests erfolgen) an diesen Tests zuzulassen.

Dafür müssten Autos aus der Serie wahllos herausgegriffen werden und sofort auf den Rollenprüfstand kommen, dann könnte da nichts mehr verändert werden und man hätte die tatsächlichen Daten.

Gruß HobbyTfz

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

ganz einfach da sie kein Interesse daran hat und nimmt lieber Parteispenden an

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Das Problem ist eigentlich anders. Erst schaffen die Penner in der EU Abgaswerte, die niemand erreichen kann, weil CO2 ein normales Verbrennungsprodukt ist und man es nur reduzieren kann, wenn man weniger verbrennt, und dann wundern sich alle, das getrickst wird, weil es anders nicht geht.
Verbrauchswerte sind nur auf einem Rollenprüfstand nachzuvollziehen. Derjenige der trickst gehört abgemahnt. Aber, es auch eine Illusion, das immer schwerere Fahrzeuge, die auch mehr Sicherheitselemente habe und mehr Elektronik mitschleppe, immer weniger verbrauchen sollen. Das geht nicht.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Weil niemand in der Regierung daran interessiert ist, auf den Tisch zu legen, dass die Durchschnitts-Verbräuche in Wirklichkeit bedeutend höher sind, als von der Autoindustrie angegeben. Man muss schliesslich die Vorgaben der Flottenverbräuche einhalten. Die Autoindustrie unter Druck zu setzen ist gleichbedeutend mit Gefährdung von Arbeitsplätzen. In einem Land wie Deutschland kann keine Regierung daran interessiert sein, diesen Weg zu gehen. Das Phänomen der zu niedrig deklarierten Verbräuche ist ja keineswegs neu, das konnte man schon vor 15 Jahren in jeder halbwegs seriösen Auto-Zeitschrift nachlesen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von checkpointarea
18.11.2016, 11:15

Ein aktueller (google mal nach ICCT) Bericht bestätigt meine persönliche Erfahrung: Die Abweichung zwischen EU, - und Praxisverbrauch ist seit der Einführung des Zyklus im Jahre 1996 deutlich größer geworden, weil jegliche Schlupflöcher ausgenutzt werden. Ein relevanter Teil der Spritersparnis fand also nur auf dem Papier statt und die Käufer von Fahrzeugen, dessen Hersteller ehrlich sind, werden als Lohn auch noch mit einer Strafsteuer genötigt. Da läuft doch was völlig aus dem Ruder...

1

Nunja, Realtestes wären noch wesentlich weniger Aussagekräftig als die bisherigen.

Ich sags so, Kalte Trockene Luft und du hast ganz andere Abgaswerte wie bei Kalter nasser, Warmer Trockener und Warmer Nasser.

Dan mal zufällig ne leiche Windböhe und schon bekommt der Motor n bissel mehr Luft und rußt nicht ganz so.

Zu guter letzt wie willst du die Tests machen da muss der tester nen guten Gasfuß haben um alle identisch zu testen oder willst du über die Motorsteuerung ne Software rein bringen die das Fahrprogramm in einer perfekt temperierten Halle abfährt? dann haste wieder nen dermaßen Standardisiertes Testprogramm das sich einfach umgehen lässt.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von nurromanus
18.11.2016, 12:01

Nunja, Realtestes wären noch wesentlich weniger Aussagekräftig als die bisherigen.

Mag sein, aber man könnte ja zum Beispiel die Autos so auf den Prüfstand stellen, wie sie aus dem Werk rollen.

Zitat "welt-online", September 2015:

Da werden dann leicht abrollende Spezialreifen aufgezogen, Super-Leichtlauföle eingefüllt oder die Bremsbacken neu justiert, um Widerstand durch Schleifen zu vermeiden. Alle Ritzen werden abgeklebt, der rechte Außenspiegel abmontiert und vieles mehr –

1

Hast recht, aber das bestimmt die Autoindustrie, leider

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Wozu überhaupt die ganze Arbeit? 

Jeder kann ein auto vor Kauf Probefahren und so seinen Realverbrauch errechnen. 

Kfz-Steuer gehört abgeschafft. Maut ebenfalls. Treibstoff ist bereits mehr als genug besteuert. Wer viel fährt\\viel verbraucht, zahlt viel. Wer wenig fährt\\wenig verbraucht zahlt wenig. Ganz simpel. 

Angeblich will der Staat doch Bürokratie und Verwaltungskosten senken. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Optiman
18.11.2016, 08:16

was meinst du wohl was damit einhergehen wird?

diejenigen die es sich leisten könnten würden sich einen dritten  oder vierten Wagen/ Wohnmobil und noch ein Oldie ggf. Youngtimer gönnen und vornehmlich in Ballungnsräumen wird es keinen einzigen Parkplatz bzw. noch funktionierenden Verkehr mehr geben.
Auch die Kfz-Versicherer werden solche Modellprodukte für Vielzahll-Einzel-Fahrer anbieten.
diese Katastrophe wurde schon mit dem dann schnell noch viel zu teuer  gemachten Wechselkennzeichen erkannt und abgewendet!

na denn, Optiman

0
Kommentar von Optiman
18.11.2016, 08:33

diese Leute haben ja wsl sowieso keine weiteren finanziellen Spielräume für Kfz über 3 l Hubraum

Ich rede hier auch z.B. von Selbstständigen die ggf. diese weiteren Kfz auch noch als Firmenwagen erwerben und absetzen  und dann natürlich auch zulassen müssen, kostet dann ja erst mal nix!

na denn, Optiman

0
Kommentar von nurromanus
18.11.2016, 11:31

Kfz-Steuer gehört abgeschafft, Wer viel fährt\viel verbraucht, zahlt viel. Wer wenig fährt\wenig verbraucht zahlt wenig. Ganz simpel. 

Solange damit einverstanden, als dass nicht plötzlich mit einem Schlag die Treibstoffsteuer (um die KFZ-Steuer auszugleichen) um z.B. 50 Cent/Liter erhöht wird. Was dann dem (kleinen) begüterten Teil der Bevölkerung eine grenzenlose Mobilität erlauben (die sie zugegebenermassen auch jetzt schon haben), aber den weniger finanzstarken und erheblich grösseren Teil der Bevölkerung stark benachteiligen würde. Gibt ja auch Menschen, die viel fahren müssen, ohne viel Reserven im Geldbeutel zu haben.

1
Kommentar von Optiman
18.11.2016, 13:03

@nurramanus

selbstredend ! und ferner braucht ein geparktes KFZ keinen Fahrer sondern einen Parkplatz von denen es dann in Ballungsräumen dann bald keine mehr gibt und der Parkraumsuchverkehr legt die Innenstädte lahm!

na denn, Optiman

0

Was möchtest Du wissen?