Abfluss verstopft, wer zahlt?

6 Antworten

Bei vertragswidrigem Verhalten ist er natürlich schadenersatzpflichtig. Weitaus wirksamer kann aber auch eine Abmahnung mit Androhung der Kündigung wegen dieser Vertragsverletzung sein.

Die Beweisführung dürfte aber nicht einfach sein. Auf jeden Fall alle Verstopfungen und die Zeitabstände aktenkundig halten, soweit noch möglich auch mit einer vom Beseitiger gegengezeichneten Stellungnahme zur Ursache.

Meines Wissens nach kannst Du die Kosten dann in Rechnung stellen, wenn die Verstopfung in seinem Bereich bis zum Hauptabflussrohr liegt. Denn wir hatten einen ähnlichen Fall in unserem Hause (9 Parteien). Hier musste die Stelle gesucht werden, WO die Verstopfung genau entstanden ist. Meiner Erinnerung nach sagte der Hausverwalter, die Kosten sind dann vom jeweiligen Wohnungsinhaber zu tragen, wenn die Verstopfung in dem Bereich zwischen eigener Wohnung und dem Hauptsammelrohr entstanden ist, welches von allen gemeinsam genutzt wird.

Wasserleitungen für Brauchwasser, oder auch Schmutzwasser, sind nicht Sache des Mieters sondern Sache des Vermieter und deshalb über die Gebäudeversicherung des Vermieter versichert. Ausserdem kann die beauftragte Firma genau feststellen, wo und warum der Abfluss verstopft war. Wenn dadurch ein Verschulden des Vermieters nachgewiesen werden kann, (Binden,Frittenfett etc.) ist auch der dafür haftbar. Eine Hausratversicherung kommt für diese Schäden nicht auf.

Was möchtest Du wissen?