Abfindung will der Arbeitgeber außergerichtlich nicht zahlen - wie sollte ich am besten vorgehen?

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6 Antworten

Nein, das ist Blödsinn und dazu gibt es genug Gerichtsurteile! Die Sache ist doch die, du wärst doch niemals in die Situation geraten, wenn du nicht für einen reichen AG die Arbeit verrichten würdest, für die er sich zu schade ist und lieber jemand anderem einen Hungerlohn zahlt. Das zumindest der O-Ton :)

Hoffentlich blickt dein Anwalt durch, das ist ja lächerlich, wie dein AG sich wegen 2000€ anstellt! Wie kommt es, dass du überhaupt so wenig bekommst? Das ist ja nicht einmal 1 Monatsgehalt oder?

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Kommentar von pn551
01.12.2015, 03:53

Wenn er nur ein Jahr in der Firma war und pro Jahr gibt es ein halbes Gehalt, dann paßt das doch.

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Kommentar von Zeynep44
01.12.2015, 03:53

also ich finde es auch total blödsinnig. Das ist ja die Sache um uns einigen zukönnen haben wir uns auf 2000 festgesetzt warum mein anwalt dies wollte kein plan. 4,5 Jahre beschäftigt gewesen im dez 13 gab es eine übernahme aber die jahre davor werden auch mitberücksichtigt oder?  Brutto betrug der MG 1900€ plus Spesen und Zulagen aber können ja nicht berücksichtigt werden da diese steuerfrei waren? Also meine eigene grenze ist ehrlichgesagt 2000 abfindung plus Urlaubsabgeltung von 24 resttagen käme eventuell auf 3500-4000

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Kommentar von Ifm001
01.12.2015, 06:38

Es gibt genug Leute, die sich mit unter 2.000 EUR pro Monat durchs Leben schlagen.  Kraftfahrer gehören oft dazu

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Kommentar von Zeynep44
01.12.2015, 23:24

war heute beim Anwalt ich versuche es klein zu halten ok:) also:  Wenn es eine grob fahrlässig enstandener Schaden ist kann der AG Schadensansprüche geltend machen aaaber laut gesetz hängt es davon ab wie die haftpflichversicherung des Ag geregelt ist. Höchstens kann er es aber nur bis zur Hälfte auf mich belasten quasi 1125€. Nächster schritt meines Anwalts ist nochmals einen Schriftwechsel mit dem Anwalt des AG um erneut ausergerichtlich uns in der Mitte zu treffen, denn wenn wir erneut vors Gericht gehen und wir schaffen es nicht die richter davon zu überzeugen das so ein Schaden auch LEICHT fahrlääsig sein kann würden wir mit 0 ausgehen. er sagte aber auch das wir noch meine Urlaubsabgeltung auf Lager hätten falls es mit einer Abfindung klappt. Letztendlich würden wir mit einer Klage nur für das Uralubsabgeltung besser vorm Gericht stehen als sonst!!! 

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Wie Du am besten vorgehen sollst? Das sollte Dir Dein Anwalt sagen. Mich wundert sowieso schon, warum dieser Deinen Resturlaub nicht schon lange geltend gemacht hat.

Den Unfall mit der Palette musst Du nur dann bezahlen, wenn Du grob fahrlässig gehandelt hast und das muss der AG beweisen.

Die Abgeltung Deines Resturlaubs hätte man schon längst verlangen sollen. Da schreibt man zuerst eine Mahnung an den AG und setzt eine Zahlungsfrist. Wenn der AG nicht bezahlt, geht man zum Arbeitsgericht.

Schau mal in Deinen Arbeitsvertrag ob es dort Ausschlussfristen gibt. Oft wird in den Verträgen die Ausschlussfrist nach § 195 BGB von drei Jahren auf drei Monate begrenzt. Danach kann keine Seite mehr Ansprüche stellen. Das gilt dann sowohl für Deinen Urlaub als auch für den "Schadensersatz" des AG, auch wenn der rechtens wäre.

Wenn die Drei-Wochen-Frist zur Kündigungsschutzklage versäumt wurde und es keine Chance auf die Zulassung einer verspäteter Klage nach § 5 Kündigungsschutzgesetz gab, hätte man dennoch schon lange wenigstens Deine Urlaubsabgeltung einklagen können.

Da würde mich schon interessieren, was Dein Anwalt Dir so erzählt oder erzählt hat.

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Ich hatte auch mal einen Arbeitgeber, der mich kündigte und mir meine Abfindung nicht bezahlen wollte. Dass manche AG versuchen, dem AN schlechte Arbeitsleistungen anzudichten, ist dabei nicht selten, zeigt aber auch, dass diese wenig Ahnung von Arbeitnehmerrechten haben. Hinzu kamen noch andere Verstöße meines ehemaligen AG´s, die ich damals bei Verdi eingeklagt hatte, und am Ende musste mir die Firma die Abfindung auszahlen. Meines Erachtens nach (so war es zumindest früher) ist eine Abfindungszahlung eigentlich Pflicht des AG´s, wenn dieser einen AN kündigt, der mehr als zwei Jahre in einem unbefristeten Arbeitsvertrag steht. Sicherlich ist es also ratsam, dass Du weiter vor dem Arbeitsgericht klagst, denn Du bist im Recht und hast kein Risiko dabei.

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Kommentar von Zeynep44
01.12.2015, 04:24

Genau ich finde es auch so. 

wie beschrieben ca4,5 Jahre beschäftigung davon waren natürlich die ersten 3 mon Probe aber danach unbefristet

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Wenn ich es richtig verstehe, hast Du rechtzeitig Klage gegen die Kündigung eingereicht, aber das Verfahren "ruht" derzeit. Dann wäre zumindest die Klagefrist eingehalten. Doch Dein Anwalt scheint kein großes Interesse (und keine Ahnung?) zu haben, um etwas für Dich zu tun.

Ich würde mir umgehend einen anderen (Fachanwalt für Arbeitsrecht) mit guten Referenzen suchen. Ansonsten wartest Du bis zum Sankt Nimmerleinstag.

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Die Abfindung hat mit dem Arbeitsunfall nix zu tun.

Aber sich um eine Abfindung zu streiten wird es wohl zu spät sein. Diese wird im Rahmen einer Kündigungsschutzklage erstritten. Und da kommt die 3 Wochen Frist wieder ins Spiel.

Urlaub der nicht genommen werden konnte ist auszuzahlen. Aber das wird Dein Anwalt bestens wissen.

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Kommentar von Zeynep44
01.12.2015, 04:21

Bin mal gespannt was der Anwalt sagen wird.

Was klar ist Hätte ich auch nur 1 Tag Resturlaub muss er mir vollen Urlaub auszaheln da das halbjahr vorüber ist 

Kündigung zum 31.07.15

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Normalerweise gibt es keinen Rechtsanspruch auf eine Abfindung, nur in Ausnahmefaellen. Du kannst aber, wenn es dafuer Ansatzpunkte gibt, eine Kuendigungsschutzklage einreichen. Dann laesst sich der AG oft auf eine Abfindung ein, um das Prozessrisiko zu vermeiden.

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Kommentar von Zeynep44
01.12.2015, 04:16

Dies haben auch getan. Es schien das er zahlen würde was auch sein Anwalt behauptet hat deshalb wurde nichts vorm Gericht festgesetzt. Als mein Anwalt dann die gegenseite anschrieb kommen die jetzt mit so einem mist. fahrlässig umgekippte palette schaden 2250 euro keine abfindung

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