Abfindung trotz neuen Job?

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4 Antworten

Du hast ja auf jeden Fall erhebliche Nachteile durch die Kündigung. Allerdings wäre es vermutlich besser, die Einzelheiten mit Deinem Anwalt zu klären. Der hat alle Unterlagen und ist Experte. Ich bin ja doch "nur" Laie.

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Es gibt kein Recht auf eine Abfindung. Du kannst nur auf Wiedereinstellung klagen. Wenn das geklappt hat, kann man mit den Arbeitgeber verhandeln, ob Du von ihm statt dem Antritt zur Arbeit eine Abfindung bekommst. Lässt er sich nicht darauf ein, musst Du prinzipiell erstmal erscheinen.

Oder Du verhandelst schon jetzt mit ihm, dass Du gegen eine Abfindung die Klage niederlegst.

Berate dich mit deinem Anwalt dazu. Es gibt viele Details zu beachten.

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Kommentar von Familiengerd
21.09.2016, 13:56

Es gibt kein Recht auf eine Abfindung.

Im Klageverfahren wohl, ...

..., wenn das Gericht das Arbeitsverhältnis für nicht beendet erklärt, der Arbeitnehmer aber wegen Unzumutbarkeit der Fortführung des Arbeitsverhältnisses die Auflösung beantragt oder das Gericht selbst zu der Auffassung gelangt, dass Arbeitgeber und Arbeitnehmer nicht mehr zusammen arbeiten können.

In dem Fall hat das Gericht den Arbeitgeber zur Zahlung einer angemessenen Abfindung (gesondert geregelt) zu verurteilen.

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Die Zahlung einer Abfindung ist unabhängig davon, ob Du wieder ein Job hast oder nicht. Allerdings müsst Ihr Euch einigen. Wenn der Arbeitgeber sagt, er zahlt keine Abfindung und stellt Dich lieber wieder ein, muss eine Einigung her.

Deshalb auf keinen Fall vor dem Gerichtstermin dem AG sagen, dass Du schon einen Job hast, sonst wird er "geizig" mit der Höhe der Abfindung

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Kommentar von Familiengerd
21.09.2016, 17:16

Wenn der Arbeitgeber sagt, er zahlt keine Abfindung und stellt Dich lieber wieder ein, muss eine Einigung her.

Bei der Verhandlung ist das nicht von einer solchen Festlegung des Arbeitgebers abhängig!

Wenn die Kündigung vom Gericht zwar für unwirksam erklärt wird, der Arbeitnehmer aber erklärt, dass ihm eine Weiterbeschäftigung bei diesem Arbeitgeber nicht mehr zuzumuten ist, muss das Gericht auf seinen Antrag hin das Arbeitsverhältnis auflösen und den Arbeitgeber zur Zahlung einer Abfindung - deren Rahmen im Kündigungsschutzgesetz KSchG § 10 "Höhe der Abfindung" festgelegt ist - verurteilen.

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Du kannst nur auf Wiedereinstellung klagen, da das in den meisten Fällen nicht erstrebenswert ist, eingt man sich auf eine Abfindung.

Das hat aber nichts damit zu tun, das dieses Geld für deinen zukünfigen Lebensunterhalt gedacht ist.

Es dir durch eine ungerechtfertigte Kündigung ein Schaden entstanden, der soll damit "abgefunden" werden.

Ansonsten gilt das was AnnaStark dazu schreibt.

Wenn du einen Anwalt hast solltes du das ihn fragen, wir können dir viel erzählen.

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Kommentar von Familiengerd
21.09.2016, 14:01

Du kannst nur auf Wiedereinstellung klagen

Im Klageverfahren kann der Arbeitnehmer auch dann, wenn das Gericht die Kündigung abweist, die Auflösung des Arbeitsverhältnisses wegen Unzumutbarkeit der Fortführung beantrage, oder das Gericht beurteilt selbst, dass Arbeitgeber und Arbeitnehmer nicht mehr zusammen arbeiten können.

In dem Fall muss das Gericht den Arbeitgeber zu einer angemessenen Abfindung (gesondert geregelt) verurteilen.

Siehe Kündigungsschutzgesetz KSchG § 9 "Auflösung des Arbeitsverhältnisses durch Urteil des Gerichts, Abfindung des Arbeitnehmers" und § 10 "Höhe der Abfindung".

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