Abeitgeber hat Kündigung zurück genommen- Nachzahlung Gehalt ?

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2 Antworten

Ei­ne Kündi­gung ist ei­ne so­ge­nann­te ein­sei­ti­ge emp­fangs­bedürf­ti­ge Wil­lens­erklärung, d.h. sie wirkt recht­lich be­reits da­durch, dass sie dem an­de­ren ge­genüber erklärt wird. Wenn dies ge­sche­hen ist, kann sie nicht mehr ein­sei­tig "zurück­ge­nom­men" wer­den

Die "Rück­nah­me" ei­ner Kündi­gung ist da­her recht­lich als ein An­ge­bot zu wer­ten, das durch die Kündi­gung be­en­de­te Ar­beits­verhält­nis ein­ver­nehm­lich fort­zu­set­zen.

Auch die Rück­nah­me ei­ner Kündi­gung ändert da­her nichts dar­an, dass die Kündi­gung "in der Welt" ist und das Ar­beits­verhält­nis da­her be­en­det hat - wenn sie wirk­sam ist.

Wenn dieses Angebot angenommen wird, ist das Arbeitsverhältnis neu begründet.

Einen Anspruch auf Gehaltsnachzahlung vom Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Kündigung bis zur Neubegründung des Arbeitsverhältnisses scheidet daher aus.

Wäre die Kündigung aber unwirksam, dann müsste dennoch dagegen innerhalb von 3 Wochen geklagt werden; sollte das Gericht die Kündigung für unwirksam erklären, wäre auch das Gehalt dann nachzuzahlen.

Natürlich kann man sich einvernehmlich auf eine Nachzahlung des Gehaltes einigen.

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fristlos bedeutet, ab sofort Freizeit. Du hast die Zeit nicht gearbeitet, also kein Lohn. 

mehr infos sind immer hilfreich

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Kommentar von Halbammi
11.04.2016, 10:38

Das ist falsch, der Betrieb muss demjenigen auch die Chance geben seine Arbeitsleistung zu erbringen. Wird die fristlose Kündigung z.B. in eine fristgebundene gewandelt muss der Lohn nachgezahlt werden.

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