Abbildungsfehler - Brillengläser und Kameralinse?

3 Antworten

Brille und Kameralinse unterliegen beide den gleichen physikalischen Gesetzen.

Allerdings sind die Randbedingungen unterschiedlich. Ein Objektiv hat gegebenenfalls viele Linsen mit noch mehr brechenden Flächen und unterschiedlichen Glassorten.

Die Brille hat zwei brechende Flächen und einen Werkstoff, Kunststoff oder Glas. Der Brechungsindex bestimmt die Dicke der Gläser, die Dispersion den Farbfehler. Das Auge ist ziemlich unkritische und kompensiert viele Fehler oder spürt sie nicht (wie Tonnenverzeichnung). Korrigiert wird als wesentlicher Fehler der Astigmatismus durch nichtsphärische Flächen.

Der Bildaufnehmer in der Kamera zeichnet alle Fehler mit auf. Da sollte man dann am Objektiv so viel korrigieren wie möglich. Faustregel: Mit jeder brechenden Fläche kann man einen Fehler korrigieren. Die wesentlichen Fehler, die man korrigieren kann, sind Öffnungsfehler, sphärische Aberration, Achromasie, Koma, Bildfeldwölbung, Astigmatismus, Verzeichnung (Tonnen - und Kissen). Selten werden asphärische Flächen genutzt, die effektiv aber teuer sind. Mit Google kannst du jeden Fehler nachlesen.

Ein Achromat ist eine Optik, bei der der Farbfehler durch Gläser verschiedener Dispersion korrigiert ist.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – ca. 40 Jahre Arbeit als Leiter eines Applikationslabors

Naja, um bei dem Beispiel der CA zu bleiben, kannst Du natürlich was tun, wenn man so will. Du kannst, um die besagten CA zu verringern, die Blende weiter zumachen oder eben kontraststarke Elemente meiden. Aber ob das halt mit der Frage gemeint war, weiß ich halt nicht. Das beeinflusst halt nicht die naturgemäßen Abhängigkeiten von Licht und Linsenbeschaffenheiten, die zu Abbildungsfehlern führen.

Deswegen meinte ich, dass ich die Frage nicht wirklich verstehe.

Es gibt ja auch noch div. andere Abbildungsfehler. Vielleicht müsste man einfach mal die Ausgangsaufgabe nochmal genauer formulieren...

Ich halte diese Frage..........völlig bescheuert. Das hat mit Fotografie nicht im entferntesten zu tun.

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Verstehe die Frage nicht. Genau wie Brillengläser und Kontaktlinsen sind Objektivlinsen optische Elemente, die Licht brechen und den Fokus an bestimmte Positionen verschieben können. Sie unterlegen den selben Kriterien und natürlichen Gegebenheiten.

Meine letzte Brille bringt beispielweise starke chromatische Abberationen in mein Sichtfeld, wenn ich schräg auf Licht-Schatten-Elemente schaue. Ich habe das damals reklamiert und daraufhin die selbe Brille nochmal mit dickeren Gläsern bekommen. In dickeren Gläsern hat das Licht mehr Raum und Platz und muss nicht auf so einem kurzen Weg gebrochen werden wie bei dünneren Gläsern. Die Brille mit den dicken Gläsern hat trotz identischer Werte absolut keine CA. Den selben Naturgesetzen von Lichtbrechung unterliegen selbstverständlich auch Objektivlinsen...

Meine 18-55 Kitlinse von früher hat das mit CA auch, und mein Sigma 15mm Fisheye ebenso.

Was meinst du mit Korrekturmöglichkeiten? Abbildungsfehler meiner Objektive korrigiere ich per RAW Tool bzw. Photoshop. Das wird hingegen mit den Abbildungsfehlern einer Brille schlecht gehen.

Oder wie meinst Du das?

oh das hab ich ja dann alles sehr falsch verstanden, denn das Thema meiner 5 Prüfungskomponente (Abitur) ist das korrigieren von Abbildungsfehlern an Linsen und wie man diese gleichzeitig in der Kunst/Fotografie umsetzten kann. Meine Fächer sind Physik und Foto, aber da Du von Photoshop gesprochen hast, scheint mein Thema ja wirklich gar nichts mit Physik zutun zu haben. Toll, wie soll ich denn da wieder rauskommen :(

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