Ab welcher Überweisungssumme von einem ausländischen, auf ein deutsches Privatkonto ist eine Bank dazu verpflichtet die Behörden darüber zu informieren?

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5 Antworten

Hallo,

Ich meine in der Schweiz sind es 10.000 CHF

bei Überweisungen nach Deutschland weiß ich es genau: 12.500€

(Übrigens unabhängig davon, ob es aus dem Ausland ist)
Grundsätzlich dürfen Banken aber auch bei kleineren Beträgen melden, wenn es Ihnen verdächtig vorkommt, bzw. Wenn z.B. Regelmäßig 9.999 CHF überwiesen werden. Ob das in deren Interesse ist, ihre Kunden zu vergraulen, ist allerdings fraglich.

Darüberhinaus können die Behörden per Beschluss alle Transaktionen einsehen, auch die die weit unter dem Betrag liegen, falls denn Verdacht besteht.

Nun zur wichtigen Frage: wieso fürchtest du dich vor der Meldung? Wenn alles korrekt angegeben, gemeldet und versteuert ist, hast du nix zu befürchten.

Das Geld wurde legal im Ausland verdient und im Ausland korrekt versteuert. Und das kann ich auch Beweisen. Meine Bedenken sind, das ich das Geld aus irgendeinem Grund beim deutschen Finanzamt nochmals versteuern muss.

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Im auslands erhielte Einkünfte sind an sich in D steuerfrei. Der progressionsvorbehalt besteht trotzdem. Ggf. Kann die Steuerlast in Deutschland somit erhöht werden.

Wieso geht das Geld an die Schweiz? Willst du irgend etwas verschleiern?

Die Behörden werden erst recht aufmerksam wenn Geld über Umwege nach D gelangt, das ist verdächtig (Geldwäsche)

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Ich meine, ab € 20.000 werden die Finanzbehörden unterrichtet. Die Banken sind gesetzlich verpflichtet, auf Geldwäsche/Schwarzgeld zu achten. Ob du dich bei einem Mal schon erklären mußt, weiß ich nicht. Wenn derartige Überweisungen häufiger vorkommen, wirst du nachweisen müssen, woher das Geld stammt bzw. auf welche Art und Weise es verdient wurde.

Meine Bank hat mich auch schon bei 5.000 € angerufen und gefragt, ob das so richtig ist, dass so viel Geld transferiert werden soll. Also hellhörig wird die Bank sehr schnell, nur informiert sie nicht bei jedem Krümel die Behörden.

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Möglicherweise gibt es neue Regeln, die ich nicht mehr auf dem Schirm habe, aber bei ÜBERWEISUNGEN muss routinemäßig gar nicht die Staatsanwaltschaft über einen geldwäscheverdacht informiert werden...

Diese Informationspflicht besteht routinemäßig nur bei Bareinzahlungen und da wurde ... die Summe mal von 25.000 auf 15.000 Euro herabgesetzt...

Davon abgesehen kann die Bank natürlich immer eine Verdachtsmitteilung machen, wenn ihr etwas spanisch vorkommt.

So hat man in Osnabrück darüber neulich einen aus dem KFZ-Amt hochgenommen, der jahrelang Gelder in die eigene Kasse gewirtschaftet hat.

Kurz mal recherchiert: Es gibt keine konkrete Überweisungssumme und auch Bargeldeinzahlung oder Überweisung ist unerheblich, ebenso Inland oder Ausland. Ab 15.000 Euro muss lediglich die Identität überprüft werden...

https://www.gesetze-im-internet.de/gwg_2017/__43.html

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Kann das bestätigen, hatte vor einiger Zeit eine grössere Überweisung von USA -> CH gemacht, da hat die Bank nachgefragt was und woher das genau komme, und ich musste alles belegen.

Wo der Grenzbetrag ist weiss ich nicht genau, damals ging es um 100'000 USD


Ab keiner.

1. Niemand.

2. und 3. entfällt.

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