Ab welcher Fehlerquote muss man die Wissenschaft zu Unwissenschaft umbenennen, um ihre Aufgabe korrekt beschreiben zu können?

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3 Antworten

Ich kann deine Frage nicht wirklich beantworten, da ich sie für eine Ansammlung von leeren Behauptungen bzw. rein subjektive Wahrnehmung halte.

Der einzige Punkt, bei dem ich zum Teil mitgehen kann, ist die Reproduzierbarkeit. Das große Problem ist, dass man oft nicht nachvollziehen kann ob die Ergebnisse reproduzierbar sind oder nicht, da es kaum Studien gibt, die Ergebnisse überprüfen (Replikationsstudien). Der Grund dafür ist aber ein anderer, als du wahrscheinlich vermutest, der Konkurrenzdruck ist häufig groß, da die finanziellen Mittel beschränkt sind, sodass Replikationsstudien eher selten die nötign Mittel erhalten, die Forderung nach neuen Erkenntnissen ist dafür zu stark.

Letztlich geht es auch in der Wissenschaft meist nur um Geld, denn finanziert wird oft nur, wer auch (wichtige) neue Erkenntnisse in Aussicht hat.

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Kommentar von Flutschikato
15.07.2016, 11:15

Oder sie als neu vermarkten kann.

Was für einen Grund vermute ich denn wahrscheinlich ?

Es gibt Replikationsstudien, zwar nicht besonders viele, aber die, die gemacht wurden, haben auch ziemlich aufschlussreiche Ergebnisse hervorgebracht.

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Das ist nicht nur heute der Fall, das war mindestens seit Sokrates' Zeiten so. Sobald Wissenschaft mit einem politischen Paradigma kollidiert, interessiert die Wahrheit plötzlich nicht mehr. Menschen stammen halt vom Affen ab und legen viel Wert auf Status und Hierarchien, die meisten interessieren sich für ihren Rang mehr als für das Wissen.

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"Die Wissenschaft schafft kaum noch wissen" Wie kommst du da drauf? Betrachte mal die Erkenntnisse der letzten Jahre in Teilchenphysik oder Astronomie, Genstrukturen, Biochemie, Elektrotechnik...kaum noch Wissen?!

"Wenn die Freiheit der Wissenschaft von den Konzernen wie der Pharma Industrie finanziert wird..." Konzerne finanzieren nicht die Freiheit der Wissenschaft, sie finanzieren überhaupt keine Freiheit, oder kennst du eine Firma, die diese Freiheit finanziert?. Sie frinazieren Forschung und Studien, mit denen sie hoffen, entsprechende Gewinne zu machen. Das hat mit Freiheit oder Unfreiheit der Wissenschaft (oder was auch immer), nichts zu tun.

Die Freiheit besteht darin, dass jeder forschen kann soviel und was er will. Auch Konzerne. Unfreiheit bestünde darin, dass (bestimmte) Themen nicht erforscht werden dürfen.

"...von denen nur noch ein geringer Teil reproduzierbar ist" Du solltest deine Aussage begründen. "reproduzierbar" heißt, dass eine Aussage/These/Studie... durch eine identische Versuchsanordnung ein identisches Ergebnis bringt. Welche Ergebnisse sind denn deiner Meinung nach nicht reproduzierbar? Ein paar beispiele würden da weiterhelfen.

Die Wissenschaft hat sich nicht abgeschafft, "Die Wissenschaft" ist kein aktiver Teil als solcher, es ist ein Begriff. Begriffe sind nicht aktiv. Genauso wenig wie der etwa der Schulsport sich selbst abschafft, tut dies die Wissenschaft auch nicht. "Wer sind diese Leute denn dann noch, wenn sie kein Wissen mehr schaffen ?" Welche Leute? Kannst du diese etwas genauer beschreiben?

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