Ab welchen Gehalt kann man Sozialhilfe beantragen?

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2 Antworten

Die Wohnung sollte nach dem SGB - ll ( ALG - 2 oder besser Hartz - lV ) angemessen für eine Person sein,da kannst du im Internet unter ,, Harald - Thome - örtliche - Richtlinien " mal nachsehen oder gibst mal ein ,, angemessene KDU " und dazu den Namen der Stadt in der ihr wohnt !

Denn sollte sie ALG - 2 beantragen und die KDU - Kosten der Unterkunft und Heizung ( Warmmiete ) nicht angemessen sein,dann würde das Jobcenter sie schriftlich zur Kostensenkung auffordern und diese unangemessene KDU - in der Regel nur für weitere 6 Monate bei der Berechnung des Bedarfs berücksichtigen.

Könnte sie die Kosten nicht senken und den Differenzbetrag dann aus ihrem eigenen Einkommen zahlen,dann müsste sie sich in dieser Übergangszeit schon wieder eine neue angemessene Wohnung suchen und sich vor dem Umzug bzw. Unterschrift unter dem Mietvertrag die Zusicherung zur Kostenübernahme vom Jobcenter einholen.

Der normale Haushaltsstrom muss aus dem Regelsatz für den Lebensunterhalt bzw.aus dem eigenen Einkommen gezahlt werden,der Strom für Licht im Haus oder Außenbeleuchtung gehören mit zu den Neben / Betriebskosten,also zur KDU - und werden mit berücksichtigt.

Mal angenommen die 570 € für die KDU - sind bei euch für 1 Person angemessen,dann käme noch min. der derzeitige Regelsatz für den Lebensunterhalt von 409 € dazu,der Bedarf der Mutter würde dann bei min.979 € pro Monat liegen.

Wenn sie 860 € Nettoeinkommen hat sollte sie um die 1100 € Bruttoeinkommen haben,darauf stünden ihr nach dem SGB - ll Freibeträge auf Erwerbseinkommen nach § 11 b SGB - ll zu,dass wären vom Bruttoeinkommen zunächst mal 100 € Grundfreibetrag.

Ab 100 € - 1000 € Brutto kommen noch mal 20 % und von 1000 € - 1200 € Brutto noch mal 10 % an Freibetrag dazu,diese werden dann addiert,theoretisch vom Nettoeinkommen abgezogen,ergeben dann das anrechenbare Einkommen und das wird dann auf den Leistungsanspruch angerechnet.

Bei 1100 € hätte sie also 290 € an Freibeträgen,bei 1200 € Brutto würden es die derzeit max. 300 € sein,diese 290 € würden ihr dann theoretisch von den 860 € Netto abgezogen,sie hätte dann rein rechnerisch ein anrechenbares Einkommen von ca.570 €.

Läge der Leistungsanspruch bei angenommen diesen min.979 €,dann stünde ihr eine so genannte Aufstockung vom Jobcenter von min.409 € pro Monat zu.

Sie würde dann aber immer dem Jobcenter zur Verfügung stehen müssen,also sich bemühen ihr Einkommen zu erhöhen,um die Bedürftigkeit zu verringern oder besser noch ganz zu beenden.

Deshalb würde ich mir mal aus dem Internet einen kostenlosen Rechner für das Wohngeld suchen,dass wäre dann nämlich auch eine vorrangige Sozialleistung,wenn sie die Anspruchsvoraussetzungen dafür erfüllt könnte sie Wohngeld beziehen und hätte mit dem Jobcenter nichts zu tun,die Wohngeldbehörde würde ihr auch wegen einem höheren Einkommen nicht auf die Nerven gehen.

Für das Wohngeld müsste sie aber schon Eigentümer oder Mieter von selber genutztem Wohnraum sein und dazu das benötigte Mindesteinkommen erzielen,dass wären dann 80 % des Bedarfes nach dem SGB - ll.

Wenn man also von ca. 1000 € Bedarf nach dem SGB - ll ausgehen würden,dann bräuchte sie min. 800 € eigenes Einkommen und das hätte sie ja mit ihren 860 € Netto erreicht.

Danke dir sehr für deinen Kommentar ;)

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