Ab welchem Zeitpunkt gibt es einen Verpflegungsmehraufwand?

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3 Antworten

Da musst du zwei Dinge unterscheiden:

  • die Frage der Steuer, also ab wann man den zusätzlichen Aufwand, den man durch die "Dienstreise" hat, bei der Steuer geltend machen kann. Das setzt dann ein, wenn man insgesamt mindestens 8 h weg ist.
  • die Frage, ob der Arbeitgeber diesen Mehraufwand z. B. durch die Zahlung einer Pauschale ersetzt. Das ist nicht gesetzlich geregelt, kann also in jedem Unternehmen anders sein. Manche Verträge sehen z. B. vor, dass für Einsätze innerhalb derselben Stadt nix gezahlt wird. Aber wie gesagt, das ist von Branche zu Branche und von Betrieb zu Betrieb unterschiedlich.
itbo19 23.07.2013, 10:40

Also er war mehr als 8 Stunden unterwegs und den Verpflegungsmehraufwand haben wir bisher keinem Mitarbeiter ausgezahlt, wenn dieser im selben Ort/Stadt unterwegs war.

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FataMorgana2010 23.07.2013, 10:44
@itbo19

Ein Betrieb muss gar keinen Verpflegungsmehraufwand zahlen, das ist eine Sache der Vereinbarung. Es kommt darauf an, was in den entsprechenden Verträgen steht - also im Arbeitsvertrag, in einer möglichen Betriebsvereinbarung, im Tarifvertrag... oder was "allgemeiner Brauch" im Unternehmen ist. Einen Anspruch hat der Arbeitnehmer nur dann, wenn das dort irgendwo zu finden ist. Und dann kommt es eben auf die Formulierung drauf an. Oft steht z. b. im Vertrag "Einsatzort ist (Stadt xy)" - dann wird innerhalb der Stadt auch nicht gezahlt, weil das ja der nomale Einsatzort ist.

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itbo19 23.07.2013, 10:47
@FataMorgana2010

Alles klar, vielen Dank. Ich glaube das hilft mir erst einmal schonmal ein Stücken weiter.

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Du hast von verschiedenen Seiten diskutiert: Was ist Verpflegungsmehraufwand.

Verpflegung verursacht so mehr Aufwand, als wäre ich entweder an einer festen Arbeitsstelle oder zu Hause.

Wer Unterwegs ist und dafür gibt es die Stunden hat einen Mehraufwand. Das unterstellt der Gesetzgeber. Denke mal dran: Im Büro reicht es, wenn man morgens die Brotdose auspackt. Im Auto ist das aber schon schlecht. Im Winter gefriert das mitgenommene vielleicht und im Sommer noch viel schneller schmilzt es weg, denke nur an Margarine oder Butter. Du bist also gezwungen die dauernd was zu überlegen. Schon bei solchen Sachen beginnt der Mehraufwand. Im Büro kann man sich auch mal was hinstellen. Wie eine Flasche Wasser. Unterwegs ist das vielleicht unmöglich und es ist nicht immer der günstige Supermarkt zu erreichen...

Interessant ist, dass der Gesetzgeber sich die Mühe macht eine Verpflegung am heimischen Herd zu bestimmen und dann sagt, dass die Auswärtsverpflegung x Euro MEHR kostet.

Trotzdem Achtung ob Kürzungen zu berücksichtigen sind.

Kundenbesuche sind so wie es sich anhört ganz normales Tagesgeschehen, also eben "normal". Mehraufwand heißt mehr Aufwand. Ich erkenne keinen mehr Aufwand

itbo19 23.07.2013, 10:37

Danke. Auch nicht wenn er an dem Tag mehr als 8 Stunden unterwegs ist?

Normaleweise haben wir dann immer 6€ gezahlt (mehr als 8 Stunden), mir stellt sich jetzt nur die Frage ob das auch für den selben Ort gilt. Es ist zwar eine andere PLZ aber die selbe Stadt. Wie gesagt, von seinem Wohnort nur 10km entfernt.

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tapri 23.07.2013, 10:48
@itbo19

8 Stunden ist regelarbeitszeit ich denke dass auch bei 9 Stunden alles noch im Rahmen liegt. sowas ist aber doch normaler weise im AV geregelt, denn bei uns ist Mehraufwand erst wenn man auch ausserhalb übernachtet, alels andere ist "normal". Frag doch mal bei eurem AG Verband nach, ob im Tarifvertrag dazu etwas steht.....

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