Ab welchem Verdienst kann ich noch zusätzlich Wohngeld oder Hartz4 beantragen?

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4 Antworten

Ob dir dann etwas zustehen würde kann man so pauschal nicht beantworten,denn es kommt ja nicht nur auf dein Einkommen,sondern auch auf deine individuellen Umstände an !

Also wie z.B. wenn du Azubi in der Erstausbildung sein würdest und dem Grunde nach Anspruch auf Bafög - oder - BAB - haben würdest,dann hättest du schon mal keinen Anspruch auf Wohngeld.

In der Regel ist es beim Wohngeld so,du brauchst erst mal eine eigene Wohnung bzw.einen Mietvertrag,kann also auch ein Untermietvertrag sein und du muss da selber wohnen und gemeldet sein.

Dann brauchst du ein Mindesteinkommen von 80 % deines Bedarfes nach dem SGB - ll - also von dem was dir zustehen würde,wenn du volles ALG - 2 bzw.Hartz - 4 bekommen würdest.

Das sind dann min.derzeit deine 404 € Regelsatz für deinen Lebensunterhalt + deine KDU - Kosten der Unterkunft und Heizung ( Warmmiete ) und davon dann min.diese 80 %.

Es gibt auch im Internet kostenlose Rechner für das Wohngeld,da kannst du deinen evtl.Anspruch prüfen lassen.

Beim ALG - 2 sieht es dann so aus,dass du deinen Regelsatz + deine KDU - also die Warmmiete addieren musst,dass ergibt dann zumindest in der Regel für die nächsten 6 Monate dein Bedarf,der dir nach dem SGB - ll - zusteht.

Vorläufig deshalb,weil dann erst nach deiner Antragstellung geprüft werden kann ob deine KDU - auch angemessen ist,sollte sie es sein dann gibt es keine Probleme,nur wenn er höher wäre würden dann in der Regel die tatsächlichen KDU - für weitere 6 Monate gezahlt,du würdest dann eine Aufforderung zur Kostensenkung bekommen.

Das bedeutet dann für dich,du könntest versuchen mit deinem Vermieter zu reden das dieser die Miete senkt,du einen Teil deiner Wohnung untervermieten würdest oder dir dann eine angemessene suchen würdest.

Möchtest du das alles nicht,dann bleibt dir nur nach diesen 6 Monaten die Differenz selber zuzuzahlen,weil du dann nur noch die angemessenen KDU - bekommen würdest.

Im SGB - ll - hast du auf dein Erwerbseinkommen Freibeträge nach § 11 b SGB - ll - diese berechnen sich aus dem Brutto,werden dann theoretisch vom Netto abgezogen und ergeben dann das anrechenbare Nettoeinkommen und das wird auf deinen Bedarf angerechnet,also von deinen Leistungen abgezogen.

Steht dir dann noch etwas zu,dann bekommst du eine Aufstockung gezahlt.

Freibeträge :

- die ersten 100 € des Brutto ist der Grundfreibetrag

- 100 € - 1000 € Brutto stehen dir noch mal 20 % Freibetrag zu

- 1000 € - 1200 € Brutto noch mal 10 % Freibetrag

Wenn du alleine wohnen würdest,dann bildest du deine eigene BG - ( Bedarfsgemeinschaft ),würdest du jetzt angenommen eine Frau oder Freundin mit leiblichen Kind haben oder ein Kind des Partners mit betreuen,erziehen und verpflegen,dann würdet ihr eine gemeinsame BG - bilden.

Dann dürftet ihr jeder in der letzten Stufe der Freibeträge von 1000 € - 1500 € noch mal 10 % Freibetrag ohne Anrechnung behalten.

Beispiel :

Deine KDU - Warmmiete kostet 396 € und du bist alleine,dann kämen noch mal 404 € Regelsatz dazu,dein Bedarf läge dann bei min.800 €.

Würdest du jetzt angenommen 1200 € Brutto und 900 € Netto verdienen,dann stünden dir auf das Brutto 300 € Freibetrag zu,diese würden dann theoretisch von deinen 900 € Netto abgezogen und würden dann 600 € anrechenbares Einkommen ergeben.

Somit stünde dir dann als ALG - 2 Aufstockung min.200 € pro Monat zu.

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Harz 4 ist die letzte Stütze. Meiner Meinung nach soll man möglichst darauf verzichten

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Mit einem Verdienst der unter dem H4 Niveau liegt . also bei einer Person unter ca 900 €. 

Bei AZUBI oder Student liegt der Betrag bei 650 €

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Versuche, mit deiner Arbeit so viel Geld wie möglich zu verdienen. Dann brauchst du weder Wohngeld noch HartzIV in Anspruch zu nehmen. Oder willst du gar nicht arbeiten? Ich habe deine Frage nicht ganz verstanden.

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Kommentar von ben32
09.01.2016, 10:24

ich weiss noch nicht was ich in zukunft verdienen werde, habe aber die befürchtung, dass es weniger sein wird als jetzt

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