Ab welchem Verdienst ist man Krankenversichert?

...komplette Frage anzeigen

7 Antworten

Hallo,

wenn man mehr als 400 Euro brutto verdient, ist man selbst versichert. Den Nettolohn kann man hier ausrechnen (bei Bruttolohn zwischen 400 und 800 Euro bitte Berechnungsmodud "mit Gleitzone" aktivieren):

http://www.sueddeutsche.de/app/jobkarriere/gehaltsrechner/

Wenn der Bruttoverdienst bis 400 Euro brutto beträgt, hat man 2 Möglichkeiten:

1) Freiwillige Versicherung in der bisherigen Krankenkasse. Beitragshöhe ist vom Bruttoeinkommen desEhegatten und der Zahl der Kinder abhängig und liegt zwischen 147 und 322 Euro monatlich.

2) Wechsel in die private Krankenversicherung (PKV). Das kann ggf. eine lebenslange Entscheidung sein (z.B. auch bei Scheidung oder Tod des Ehegatten). Auch bei Bezug von Arbeitslosengeld II vom Jobcenter bleibt man in der PKV.

Bei Bezug von Arbeitslosengeld von der Arbeitsagentur oder eine Arbeitnehmertätigkeit für mehr als 400 aber weniger als 4237 Euro brutto kann man wieder in die GKV wechseln.

Bei den PKV-Leistungen sollte man besonders auf folgende Leistungen achten:

• Reha/Kur (z.B. nach Herzinfarkt, Schlaganfall, Krebs, Unfällen ...)

• Hilfsmittel: Katalog der GKV:

db1.rehadat.de/gkv2/Gkv.KHS

Hilfsmittel erreichen schnell 4- und teilweise 5-stellige Beträge.

• Psychotherapie (Anzahl und Erstattungshöhe)

•kieferorthopädische Behandlung (Zahnspange) für Kinder

  • Hebammenhilfe

  • Haushaltshilfe

• Heilmittel (z.B. Krankengymnastik, Sprachtherapie, Ergotherapie), z.B. nach Schlaganfall

-> Heilmittelarten und Erstattungshöhe

Die PKV-Beiträge bleiben gleich, auch wenn der Ehemann in Frührente/-pension geht, Kurzarbeit macht, als ehemaliger Selbständiger Arbeitslosengeld II bezieht oder bei verschiedenen anderen Konstellationen.

Weitere Fragen?

Gruß

RHW

RHWWW 16.03.2012, 21:34

Danke für den Stern!

0

Sobald du einer sozial versicherungspflichtigen Arbeit nachgehst, kommst du in den Genuss der gesetzlichen Krankenversicherung. es gibt Firmen, die ihre Mitarbeiter nicht als Minijob arbeiten lassen, sondern sozial versicherungspflichtig angemeldet und das obwohl sie weniger als 400 Euro verdienen.

Nein, dann ist keine Krankeversicherung dabei. Das ist ein Minijob, da musst du dich schon bei deimem Mann mitversichern lassen oder freiwillig Krankengeld zahlen.

Aber einer Arbeitszeit von 15stunden die Woche bist du gesetzlich krankenversichert. Wie meine vorredner schon sagten bist du bei einem mini job nicht versichert.

Bei einem sogenannten Minijob bis 400 € bist du nicht krankenversichert!

Sobald Du mit Steuerkarte arbeitest bist Du krankenversichert. Also bis 400,-- nicht.

auf 400 Euro Basis musst Du Dich leider selber versichern.Der Betrag hierfür liegt so ungefähr bei 145-150,- Euro.Lg

TriererAchim 12.03.2012, 12:39

Quatsch ! Bei einem 400 Euro Job ist man sehr wohl versichert !Also krankenversichert ! Der Arbeitgeber zahlt dann 30,77 % an die Minijonzentrale in Magdeburg !

Ich melde meine Angestellten immer an und dann sind sie auch versichert !

0
didi0611 12.03.2012, 12:41
@TriererAchim

Das stimmt. Hab auch einen mini job und wenn mir was passiert möchte man ja dennoch abgesichert sein ;-)

0
speadix82 12.03.2012, 12:43
@didi0611

also bei uns ist das leider nicht so ich bin nicht versichert. Hab extra nachgefragt bei der 400 Euro stelle............

0
speadix82 12.03.2012, 12:46
@glaubeesnicht

mhh ok dann frag ich da nochmal nach. Laut deren Aussage ist man dort nicht krankenversichert da man ja keine Lst-Karte abgibt.

0
Ignatius 12.03.2012, 12:55
@TriererAchim

@TriererAchim: Da besteht bei dir ein Missverständnis. Die von dir als Arbeitgeber an die Knappschaft Bahn-See abgeführten Krankenversicherungsbeiträge führen nicht dazu, dass der Minijobber krankenversichert ist. Arbeitgeber haben keine Wahl, sie müssen die Arbeitnehmer so oder so anmelden. Wer Minijobber beschäftigt soll aber nicht besser gestellt sein, als ein Arbeitgeber der Arbeitnehmer in "normaler Teilzeit" mit regulären Abzügen beschäftigt. Deshalb musst du für Krankenversicherung, Rentenverssicherung, Pauschalsteuer und die drei Umlagen zahlen.

Der Arbeitnehmer hat in Bezug auf die Krankenversicherung nichts davon.

0
FordPrefect 12.03.2012, 16:04
@TriererAchim

Das ist gefährlicher Unsinn! Bei einem Minijob bis € 400.-- werden zwar durch den AG pauschale Beiträge zur KV abgeführt, diese begründen aber keinerlei Leistungsanspruch!
Ein Versicherungsschutz besteht regelmäßig erst bei SV-pflichtigen Beschäftigungsverhältnissen ab € 401.--/mtl. (sog. Midi-Job) und darüber. Wer also nicht bereits KV-Schutz durch z.B. eine FV besitzt, ist gezwungen, sich selbst zu versichern!

0

Was möchtest Du wissen?