Ab welchem Einkommen muss eine Firma gegründet werden?

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5 Antworten

Also wenn ich das richtig sehe, dann hast Du das schon gemacht. Oder? Vulgärbegriffe sperrt gutefrage. Daher nur sch...

Egal wie klein ein Vorhaben ist: Immer erst einmal mit den Randbereichen beschäftigen. Man kommt schneller in Probleme als man denkt.

Daher gehen die Begrifflichkeiten auch noch vollkommen am Thema vorbei. Firma ist der Name eines Kaufmanns. Unter diesem schließt der Verträge, klagt und kann verklagt werden. Insoweit ist die Gründung einer Firma ein ganz formaler Akt. Mit speziellen Folgen.

Ob Gewerbebetrieb oder freiberufliche Tätigkeit will ich gar nicht erst prüfen. Außerdem besteht die Gefahr, dass irgendwann was anders gemacht wird und plubs, alles wieder anders. Daher sind das so Sachen: Da muss man sich als Unternehmer selbst oder geführt auseinander setzen. Zumal eine falsche Entscheidung natürlich auch Folgen haben kann.

Verdienst ist bei so einer Geschäftsidee, wie auch bei einer anderen ein ganz schlechtes Wort. Es geht um das Geschäftsergebnis. Das kann ein Gewinn oder Verlust sein. Dazu werden Einnahmen oder Umsatz auf der einen Seite und Aufwendungen oder Kosten auf der anderen Seite gegenüber gestellt.

Selbst etwaige Privatentnahmen oder Privateinlagen haben da nichts mit zu tun.

Das was Du da machen willst ist immer wieder genau in dem Bereich, wo man genau auf oder dicht neben einer Grenze läuft. Nicht falsch verstehen, es geht dabei nicht um legal oder illegal. Das ist alles ganz sauber was Du machen willst. Aber gerade Künstler haben häufig das Problem der Abgrenzung.

Dann kommen noch "Sonderfragen" dazu. Da wäre z.B. die Künstlersozialkasse. Eine Pflichtkasse. Auch da gibt es einiges zu beachten.

Denn aus kleinen Einnahmen über einen längeren Zeitraum können hohe Schulden entstehen. Obwohl man doch Verluste gemacht hat.

Mir ist gar nicht klar, was man Dir raten soll. Ob "komm, riskier was. Kriegst das schon organisiert" oder "renne weg" oder "suche Dir einen Berater".

Nur der Klarheit noch einmal: Unternehmer im Sinne des Umsatzsteuergesetzes oder im Sinne der Gewerbeordnung oder Freiberufler haben da keine Grenzen. Entweder sie erfüllen den Unternehmerbegriff oder nicht. Und dann sind sie dabei. Und wenn es mit einer "Null-Meldung" ist.

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Vielen Dank für die ausführlichen Antworten.

Selbst erstellte Musik ist in meinem Text nur ein Beispiel. Es können auch selbst geschriebene Bücher, selbst gemalte Bilder oder selbst programmierte Software sein. Letzteres biete ich aktuell auf meiner Internetseite an, jedoch kostenlos und mit der Option, eine freiwillige Spende abzugeben. Bei den Spenden halte ich derzeit noch fest, da damit keine Gewerbeanmeldung usw. brauche.

Da ich auf der Internetseite vielleicht mal selbst geschriebene Programme anbieten möchte, die komplexer sind und somit viel mehr Arbeit und Zeit beansprucht haben, und ich diese deshalb nicht kostenlos zur Verfügung stellen möchte, möchte ich für diese Programme Geld verlangen. Dabei denke ich so an 5 bis 10 Euro pro Programm.

Nehmen wir nun mal an, 3 Leute kaufen eines oder mehrere der Programme und ich erhalte 50 Euro. Nächstes Jahr kommen wieder 2 Leute und kaufen ein Programm für 10 Euro. Und so weiter. Also, wie man sieht, gehe ich nicht von vielen Käufern aus, obwohl die Download-Zahlen meiner Programme schon vierstellig sind.

Wie euren Antworten zu entnehmen, muss ich also ein Gewerbe anmelden, unabhängig, wie viel Geld ich einnehme? Reicht die Gewerbeanmeldung dann oder was muss man sonst noch machen?

Also, eine Firma gründen, heisst ein Gewerbe auftun. Mache ich Musik, schreibe ich Bücher, drehe ich Filme oder oder. Wenn ich dieses mit der Absicht des Verkaufens und des Gewinnerzielens mache, Gewerbe anmelden. Bei mancher Tätigkeit wie Bücher schreiben und Musik machen, stellt sich die Frage nach der Freiberuflichkeit, da muss ich dann nicht unbedingt ein Gewerbe anmelden. Wenn ich dann die Bücher und die Musik selbst vermarkte, also verkaufe, dann ja! Die Meldung ans Finanzamt mit der Titulierung der Tätigkeit würde ich auf jeden Fall vollziehen. Was dann die Zahlung von Steuern betrifft, so sagen mir das nachher die Zahlen. 1 € pro Monat sicherlich nicht. Also, nicht verrückt machen lassen. Ich halte auch manche Gesetze und Verordnungen für überflüssig, aber mein Motto nach über 40 Jahren im Steuergeschäft: Keep cool :)

Eine Firma ist eine juristische Person - die darfst du gründen, musst du jedoch nicht.

Ein Gewerbe dagegen musst du anmelden, sobald Gewinnerzielungsabsicht besteht. Der Gewinn oder Verlust ist ohne Belang.

Spielt keine Rolle, du musst deine Einnahmen so und so versteuern. In welcher Rechtsform du das machst ist erst mal deine Sache.

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