Ab welchem Alter macht die Hundeschule Sinn?

8 Antworten

Hallo, dein Hund ist viel zu früh von der Mutter und seinen Geschwistern getrennt worden. Warum habe ihr Euch nicht vorher informiert? 

Die 14 Lebenswoche ist, wie sich jetzt herausgestellt hat, der ideale Zeitpunkt um die Hundefamilie zu trennen. 

Bist dahin hätte der Welpe bereits Sozialverhalten gelernt und könnte sofort in eine Welpenspielgruppe gehen.

Du musst unbedingt Bücher über die Haltung dieser anspruchsvollen Hunderasse lesen. Der Hund wird dich sonst in der Erziehung überfordern.

Hallo,

noch ist der Hund ja überhaupt noch nicht gegen Krankheiten geschützt, dazu muss er erst noch die 2. Impfung erhalten und diese braucht dann noch einige Zeit, bis sie sicher wirkt.

Und dann ist es sehr wichtig, genau zu unterscheiden, ob es um die Hundeschule, oder diese "Welpenspielstunden" geht.

Bitte vermeide den Besuch einer Welpenspielstunde.

Bei diesen „Spielstunden“ „lernt“ dein Welpe, sich mit anderen Hunden
auseinanderzusetzen, sich mit ihnen zu messen. Er lernt also bereits jetzt,
ganz frühzeitig: wenn ich andere Artgenossen treffe, dann muss ich meine
Stärke beweisen. Prima Erfahrung, die er da macht, wo ihn alles noch
deutlich prägt.

Sich fremde Hunde – auch bei Welpen ist das so – spielen nicht
miteinander – sondern sie üben den „Ernstfall“ – für später. Dein Welpe
würde eigentlich in dieser Situation erwarten, dass du ihn schützt, das
wäre deine Aufgabe als „Rudelführer“.
Aber was machst du: du stehst dabei und findest dieses Spiel „herrlich“ und
denkst dir, dein Hund spielt ja so gerne.

Das ist für eine Mensch-Hund-Bindung sehr sehr negativ.

Sich fremde Hunde sind immer Konkurrenten – Konkurrenten um das
Revier, die wichtigen Ressourcen, den Nachwuchs, die Hündinnen – eben um alles, was wichtig im Sinne der Hunde ist. Dieses Verhalten ist durch
den Instinkt vorgegeben.

Nur Hunde, die sich wirklich kennen und auch wissen, dass vom anderen
keine Gefahr (s.o) ausgeht, können tatsächlich miteinander spielen.

Du bringst deinem Welpen also prima bei, aggressiv auf andere, fremde
Hunde zu reagieren – denn später wird er sich genauso mit anderen
Artgenossen auseinandersetzen wollen.

Und bitte bedenke, dass in solchen Welpenspielstunden oft
sehr viele Tiere ganz unterschiedlicher Rasse, Größe, Alter und auch Gewicht unkontrolliert miteinander „spielen“. Keine Mutterhündin oder „Tanten“, die hier regulierend eingreifen und den Kleinen richtiges Hundeverhalten beibringt.
Junge und kleine Welpen werden also oft massiv angegangen und dadurch auch schnell verängstigt.

Deshalb kann ich nur raten, diese Welpenspielstunden zu
vergessen und mit dem jungen Hund besser eine richtige Welpenschule zu
besuchen. Dort steht nicht das „Spiel“ (das ja keines ist) im Vordergrund,
sondern die Interaktion von Hund und Herr – und natürlich ebenso das Verhalten  von Hund zu Hund. Und das Ganze eben kontrolliert, geführt und
angeleitet.

Gutes Gelingen

Daniela

Perfekte Antwort - dem ist nichts hinzuzufügen. Schade, dass der Hund viel zu früh von der Mutter weggeholt wurde. Es ist schlimm, dass das immer wieder passiert, aus Unkenntnis zumeist.

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@dasadi

Ja, leider passiert das immer wieder, insbesondere gerne bei den "Hobbyzüchtern". Ab der 8. Woche kostet die Welpenaufzucht so richtig viel Geld - da ist es gewinnbringender, die Kleinen schnell abzugeben, bevor man noch mehr Geld investiert.

Dass die Welpen so die überaus wichtige Phase verpassen, in der sie von Mutter, Tanten und Geschwistern das richtige Hundeverhalten erlernen, ist dabei scheinbar völlig egal. Das können sie dann ja eben in diesen dubiosen "Welpenspielstunden" (mit o.g. Problematik) erlernen.

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Grundsätzlich ist die Aussage "je eher, desto besser" schon richtig. Jede seriöse Hundeschule hat auch eine Welpengruppe, da ist der Hund gut aufgehoben - und lernt schnell. Das ist auch durchaus hilfreich, um eine gute Beziehung und Vertrauen zu dir / euch aufzubauen.

Allerdings müssen auch die Voraussetzungen gegeben sein, dazu gehören die Impfungen.

Ich selbst habe mit meinem Hund mit 12 Wochen erstmalig die Hundeschule besucht - ging leider wegen eines Unfalls nicht eher.

das halte ich für absoluten Schwachsinn

Das trifft auch auf den Umstand zu, dass Tier so früh aus dem Wurf zu nehmen :-(

Etwa mit 12 bis 14 Wochen sollte man den Kontakt zu Artgenossen ermöglichen. Das trainiert das Sozialverhalten zu Mensch und (!) Artgenosse und davon profitieren beide (Halter und Hund).

Das stimmt doch auch ^^

Gerade Welpen entdecken noch die Welt. Achtet darauf das die hundeschule extra Kurse für Welpen anbietet und das es darin nicht um spielen sondern um laufen auf verschiedenen Untergründen, Erfahrungen mit bestimmten Situationen (Kinderwagen, Regenschirm, was Menschen halt für komische Sachen machen ^^) u.s.w. Geht. Wie man ihm richtig etwas beibringt und seine Sprache versteht...

Habe noch keinen Welpen/Besitzer gesehen dem das geschadet hat, was einige hier ja wohl glauben?! 

Gerade wenn man alleine ist kann man verschiedene Situationen in einer hundeschule viel besser üben und mehr über den neuen Begleiter zu lernen kann ja nie falsch sein. 

Selbst wenn du keine besuchst stimmt der Satz: übe vom ersten Tag an. Also gleich wenn es dein Hund ist! Nicht erst mit 1 Jahr! Und es gibt einen großen Unterschied zwischen Erziehung (stubenrein, verhalten,...) und Tricks (Sitz, Platz, aus, Männchen,...) ein Hund der eine gute Erziehung genossen hat kann auf die Tricks verzichten. 

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