Ab welchem Alter ist sexuelle Aufklärung pädagogisch sinnvoll?

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17 Antworten

Hi Du,

ich bin Mama eines 6 jährigen Jungen und wir hatten das Thema auch schon oft. Es gab verschiedene Anstöße für ihn zu fragen. Einige Dinge habe ich ihm schon erklärt aber nach dem eigentlichen Akt bzw. wie kommt das Sperma zum Ei der Frau, hat er nie gefragt und musste ich also auch noch nicht beantwortet. Ich habe mich mit einer Bekannten darüber unterhalten, die Psychologin ist, weil ich mir auch manchmal unsicher war wie viel wir ihm erklären sollten. Sie rät mir es so weiter zu handhaben wie bisher, Fragen auf jeden Fall zu beantworten aber nur die, die gestellt werden! In dem Alter also noch kein großes Aufklärungsgespräch zu führen. Sie hatte in Ihrer Praxis schon einige Erwachsene, die als Kind zu viel aufgeklärt wurden und das gar keinen guten Eindruck hinterlassen hat, sondern Kinder überfordert. So muss man z.B. keine Spielarten und Liebesmodelle erklären, dass eine Frau die Periode bekommt, blutet und dabei Schmerzen hat usw. Eben nur wenn danach gefragt wird. Aber Kinder in dem Alter Fragen in der Regel nur die einfachen Dinge ab. Kurz vor der Pubertät kann man Kinder dann aber schon mal in einem Gespräch aufklären, was in den nächsten Jahren mit ihrem Köper passieren wird und inwiefern sie damit umgehen müssen in Bezug auf Verhütung, Periode, Körperhygiene etc. wenn es vorher noch nicht erfragt wird. Aufklärungsbücher nutze ich nicht. Da hab ich noch keins gefunden was mir passt.

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Kommentar von Irgendwerxyz
26.11.2015, 11:30

PS: Die Antwort auf die Frage wie ein Baby entsteht oder in den Bauch der Frau kommt ist, dass ein Ei im Bauch der Frau von einem Samen vom Mann befruchtet wird. 

Den eigentlichen Akt kann man erklären wenn gefragt wird wie der Samen in die Frau gelangt. Das meine ich mit Fragen beantworten die gestellt werden. 

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Kommentar von Libertinaer
27.11.2015, 23:20

Kein Aufklärungsbuch, sondern ein kostenloser Erziehungsratgeber der BZgA: Einfach mal goggeln nach

 "Über Sexualität reden" filetype:pdf

Gibt es jeweils für die Zeit vor sowie in der Pubertät.

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  • Kinder haben ein Recht auf Antworten! Auch auf solche im Bereich Sexualität und Fortpflanzung. Am besten finde ich zunächst die Grundregel, dass Kinder nur das fragen, was sie offensichtlich auch beschäftigt und womit sie umgehen können. Gerade in diesem Sinne gibt es daher kein "zu jung".
  • Die konkrete Antwort auf die Frage, wie ein Baby in den Bauch der Mutter kommt, ist, dass das Baby aus einer Eizelle in der Mutter heranwächst. Manchen kleinen Kindern reicht schon diese simple Information. Sie haben eben bemerkt, dass sie selbst oder sogar Neugeborene (falls im Bekanntenkreis aktuell) zu groß sind, um in der Mutter gewesen oder in sie hinein gekommen zu sein. Etwas älter kann man auch erklären, dass nur dann aus der Eizelle ein Baby entsteht, wenn der Vater sie befruchtet.
  • Die Regel für die Eltern ist also Achtsamkeit dafür, was das Kind eigentlich wissen will. Sag einfach einen harmlosen Satz und warte ab, ob das Kind damit zufrieden ist. Wenn nicht, wird es weiter fragen und du kannst schrittweise weiter antworten. Das ergibt auch einen viel besseren Dialog, als wenn ein Elternteil zu einer länglichen Erklärung ansetzt und völlig am Kind vorbeiredet. Häufig wollen kleine Kinder wirklich nur ganz grundlegende Antworten. Sexualität muss mit so einer einfachen Fragen wie in der Titelfrage gar nicht erwähnt werden.
  • Ich finde wichtig, dass ein Kind merkt, dass es Fragen stellen darf und sinnvolle, ehrliche Antworten bekommt. Du darfst auch gerne nachfragen, warum das Kind das fragt. Oft erfährt man so interessante Themen aus dem Freundeskreis des Kindes. Dialog und Ernstnehmen ist immer gut.
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Ich würde ihm das ganz sachlich erklären, wie es ist, natürlich ohne die Lustaspekte auszumalen oder die hässlichen Begriffe zu verwenden, mit denen Kinder in diesem Alter oft um sich werfen, ohne zu wissen, wovon sie eigentlich reden (ich bin ehrenamtlicher Betreuer von Erst- bis Viertklässlern). Wenn Du es jetzt nicht tust und zwar mit der ganzen väterlichen Vorsicht und ohne selber Scham zu zeigen, werden es die anderen Kinder in der Schule tun. Und Du kannst sicher sein, dass die das sehr viel weniger liebevoll tun werden.

Ich habe zwei Mädchen großgezogen, und diese Erziehung hat auch mich erkenntnisreicher gemacht, sie hat mir nämlich gezeigt, dass man Kinder niemals unterschätzen soll. Übrigens sind beide jetzt erwachsen und verheiratet und gehen fröhlich und unverklemmt aber auch verantwortungsvoll mit der Sexualität um. Sie haben so viel Vertrauen zu mir, dass die Älteste damals mit 16 zu mir kam, und mir lachend gesagt hat, dass sie jetzt zum ersten Mal mit einem Jungen geschlafen hat. Wir haben mit einem Gläschen Sekt darauf angestoßen und uns beide gefreut, dass sie jetzt die schönste Sache der Welt entdeckt hatte.

Sex an sich ist wunderschön, er wird nur dreckig, wenn er von Verklemmten Menschen durch den Dreck gezogen wird.

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Bei kleinen Kindern ist es am besten, wenn man ehrlich  und dem Alter angepasst auf das antwortet was sie fragen.

Das Buch Peter Ida und Minimum hat unseren Kindern sehr gut gefallen. Ehrlich und ohne Schnörkel. Geh mal in eine gute Buchhandlung, da findest du eine Fülle von Büchern zum Thema.

Mich irritiert nur, dass die Mutter findet es sei deine Sache, der der gefragt wird soll Auskunft geben. Tut man es nicht, holt sich das Kind Wissen von der Strasse und das ist sicher nicht gut.

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Da ab wenn ist leicht zu beantworten: Ab da wo das Kind fragen stellt. 

Das schwierige an der Sache ist halt eben, das KInd nicht zu überfordern. Sondern Alters- und entwicklungsgemäß zu erklären.

Es gibt viele (Bilder)bücher zu diesem Thema. Für Kinder von 2-18. Diese können bei Aufkärungsgesprächen ungemein helfen. Kindern bis zur Pubertät sollte man die Teile allerdings nicht in die Hand drücken sondern zumindest am Anfang, gemeinsam mit ihnen die Bücher "durcharbeiten"

Dein FRau hat zwar schon recht wenn sie sagt das ist Papas Aufgabe. Aber nicht nur. Es ist die Aufgabe BEIDER Eltern. Der der gefragt wird sollte auch erklären.

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Mein Sohn war 3, als er mich das gefragt hat. Ich hatte "ein neues Baby im Bauch" und er wollte wissen, wie es hinein gekommen ist. Ich habe es ihm erklärt  - natürlich kindgemäß - er wusste, dass Papa und Mama verschieden aussehen, weil wir z.B. nie die Badtür abgeschlossen haben. Ich habe ihm gesagt, dass Papa und Mama gern zusammen kuscheln, so wie er ja auch gern mit uns gekuschelt hat, und dass es dabei geschehen kann, dass Papas P# in Mamas V# hineinrutscht, wenn beide das wollen. Und dass daraus ein neues Baby entstehen kann. Das wars. Kein peinliches Getue und Getuschel, das Kinder erst auf die Idee bringt, es könnte "was Schlimmes" sein.

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Kommentar von lamarle
25.11.2015, 21:54

Ich halte sexuelle Aufklärung dann für sinnvoll, wenn die Kinder Fragen dazu stellen. Nicht sagen "das verstehst Du noch nicht" - man kann alles kindgerecht erklären.

Ich denke, allerspätestens mit 10 Jahren sollten Kinder Bescheid wissen - wie Kinder entstehen und vor allem auch, wie sie nicht entstehen, wenn es nicht gewollt ist.

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Kommentar von mychrissie
29.11.2015, 11:53

Findest Du nicht, dass es auch ein bisschen verklemmt ist, die Worte Penis und Vagina noch nicht mal auszuschreiben? Das sind doch keine Schimpfworte und werden deshalb von GF auch nicht unterbunden.

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Immer dann ohne Ausflüchte aufklären, wenn das Kind fragt und nur soviel wie das Kind fragt - egal welchen Alters.

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Meiner Meinung nach ist es sinnvoll, Kinder altersgerecht aufzuklären, wenn sie fragen.

Es gibt richtig viele Aufklärbücher - auch für 6-jährige.

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Das mit den Trollen ist gut *grins*.

Es kommt immer drauf an, wie das Kind damit umgeht wie weit und wie neugierig es ist.

Schau mal bitte hier. http://www.elternwissen.com/erziehung-entwicklung/erziehung-tipps/art/tipp/sexuelle-aufklaerung.html

LG Pummelweib :-)

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Ich finde, wenn Kinder alt genug sind zu fragen, sind sie alt genug für eine Antwort. Und keine Angst. Sooo genau wird es gar nicht wissen wollen. Die Basics werden reichen.

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Die Aufklärung beginnt dann, wenn ein Kind entsprechende Fragen stellt. Darauf antwortet man dem Alter entsprechend.

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Hallo Xaxoon,

beantworte die Fragen die er hat einfach, klar und ohne Lügen oder Umschreibungen.

Es gibt sehr schöne Bilderbücher für Kinder in dem Alter.

Gelegentlich sieht man entsprechede Bilder in Tierdokus oder auf der Kuhweide ;)

Dann musst Du ihm nicht die Augen zuhalten, sondern ihn einfach sehen lassen und vorsichtig nachfühlen, ob er eine Erklärung zu dem gesehenen braucht.

LG und viel Erfolg!

Hourriyah

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Auch einem 6 jährigen kann man solche Fragen beantworten, dann aber gerne auf spielerische Weise als zu plastisch darstellen.

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Ab welche Alter? Wie schon gesagt. Ab dann wenn das Kind Fragen stellt. Falls du nicht gleich antworten willst, weil du noch nicht genau weist wie, dann frag ihn, was er glaubt. Das musst du gar nicht kommentieren, aber du zeigst ihm, dass du ihn ernst nimmst und es kein "komisches Tabuthema" ist.

Die Videos aus dieser Reihe finde ich einfach süß und altersgerecht:

Falls du dein Kind dieses Video sehen lassen willst musst du auf jeden Fall mit ihm zusammen kucken und bei eventuellen Fragen zu Stelle sein.

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Schau mit ihm das Was-ist-Was Buch dazu an :) Das ist kindgerecht erklärt. (ich glaube es heißt: Wie kommen die Babys in den Bauch)

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Wie kommt er auf diese Frage?

Ich weiß nicht hat man in der Schule schon so eine Art Aufklärungsunterricht?

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Kommentar von xXLiraXx
25.11.2015, 22:01

Also ich (jetzt 12. Klasse) hatte ab der 4. einmal Kindgerecht Aufklärung und dann glaub in der 7. oder 8. nochmal (oder 6.... Irgendwo da in dem Zeitraum)

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bei mir hat das die Schule im alter von 9 gemacht bin 15/m

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