Ab wann zeigte sich während des ersten Weltkriegs allgemeiner Unmut in der Bevölkerung?

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7 Antworten

Es ist eine irrige Annahme und Fehlinformation in einem, anzunehmen, dass alle Soldaten begeistert in den Krieg zogen. Dies war so bei der akademisch-bürgerlichen Jugend der Fall, recht selten jedoch bei den jungen Arbeitern, deren Unmut die Medien bewußt übersehen.

Die Kriegsstimmung verdüsterte sich schon nach einigen Monaten, als ersichtlich wurde, dass sich kein leichter Sieg einstellt, stattdessen nur gestorben wurde.

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1914. Die sogenannte Kriegsbegeisterung dürfte nur in den Städten vorgeherscht haben. Auf dem Lande, wo die meiste Bevölkerung gelebt hat, war die Stimmung deutlich schlechter, weil die jungen Männer als Arbeitskräfte in der Landwirtschaft gefehlt haben und die Sache hoch gefährlich war, dass sie nicht und schwer verletzt wiederkommen.

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Allgemeiner Unmut zeigte sich schon 1914. Noch während der Julikrise gab es Massendemonstrationen gegen den Krieg. Während des Krieges sowieso.

Daß "alle Soldaten" 1914 kriegsbegeistert gewesen seien, ist zeitgenössische Propaganda, die später von den Nazis kolportiert wurde und sich bis heute erhalten hat. Die Realität sah anders aus. Ein "Augusterlebnis" hat es höchsten in manchen bürgerlichen Kreisen gegeben.

Der Unmut in der Bevölkerung nahm freilich von Jahr zu Jahr zu - und entlud sich schließlich in der Novemberrevolution.

"Also dachten die deutschen Soldaten, wenn sie den Krieg gewinnen würden,
würde die Schere zwischen arm und reich nicht mehr so hoch sein und sie
würden großzügig ausgezahlt werden?!"

Glaub ich nicht. Den kleinen Leuten hat man noch nie etwas geschenkt. Es gab keinen Grund, jetzt etwas anderes anzunehmen.


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Also dachten die deutschen Soldaten, wenn sie den Krieg gewinnen würden, würde die Schere zwischen arm und reich nicht mehr so hoch sein und sie würden großzügig ausgezahlt werden?!

Nein, das haben sie nicht gedacht. Sie wussten ja für wen der Krieg geführt wurde.

Wenn alle Menschen, d.h. Franzosen, Briten Engländer, Deutsche, usw. gleiche Lebensbedingungen hätte und es nicht die Schere zwischen Arm und Reich gäbe, würde es gar keinen Krieg geben.

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Kommentar von liquorcabinet
19.12.2015, 20:14

Der erste Weltkrieg entstand aber nicht aus sozialer Ungleicheit/sozialen Unruhen.

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Nach überlieferung meiner Oma war 1917/1918 mit Nahrungsmittel eine Knappheit eingetreten was sich vor allem bei den Arbeitern und Angestellten bemerkbar machte.Die Reichen hatten vorgesorgt mit Anlegungen von Vorräten.Der Unmut gipfelte im November 1918 mit dem Matrosenaufstand in Kiel.

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Es ist doch immer der gleiche Mist seit tausenden von Jahren. Die "Obere Etage" in einem Land, also Reiche die noch reicher werden wollen, Waffenhersteller und gewissenlose Menschen die sich irgendwelche Vorteile versprechen wollen Krieg. Das gemeine Volk wird angelogen (wenn wir den Krieg gewonnen haben, sind wir alle reich) und aufgehetzt (diese Untermenschen die wir besiegen werden sind nicht wert zu leben). Wenn dann die ersten toten Soldaten heimgebracht werden, fangen die Leute an zu denken. Wenn man dann trotz Lügenpropaganda merkt, dass der Krieg doch kein Spaziergang wird, wenn man sich dann auf der Verliererstraße befindet, merkt meist auch der Dümmste, dass er mal wieder hereingelegt wurde.   Glaube nicht dass das heute anders ist. Was haben wir in Afghanistan erreicht außer 50 tote deutsche junge Soldaten???? Krieg wollen immer die "Oben" den Kopf hinhalten tun immer die Deppen. Was glaubt`s du wie viele der Bundestagsabgeordneten die für den Afghanistan Einsatz gestimmt haben, würden in den Kampfeinsatz gehen?? 

Ich wäre dir grenzenlos dankbar wenn du mir einen Namen nennen könntest. 

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Probleme mit Lebensmitteln gab es im "Steckrübenwinter" 1916/17

als sogar Kaffee-Ersatz aus jenen "Mecklenburger Ananas" geröstet wurde....

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