Ab wann (wenn ihr Buddhisten seid) habt ihr euch als Buddhisten bezeichnet?

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5 Antworten

Ich habe mich als Nichiren-Buddhist bezeichnet seitdem ich die offizielle "heilige" Schriftrolle der Nichiren-Buddhisten, den Gohonson, offiziell von einem Soka Gakkai (größte Gemeinschaft der Nichiren-Buddhisten) -Verantwortlichen überreicht bekommen habe.

Das war 2008 - Wie Enzylexikon richtig geschrieben hat, geht das mit dem Konvertieren hier in D nicht.

Ich habe allerdings die gleiche Sache wie Du beobachtet: Wenn man sich als Buddhist bezeichnet, handelt man auch "buddhistischer" bzw. praktiziert eher.

Ansonsten dürfte ich mich lt. NewKemroy überhaupt nicht als Buddhisten bezeichnen, da die Nichiren-Buddhisten die precepts 3 und 5 nicht beherzigen - zumindest nicht durchgehend:)

...liegt sicher daran, dass wir eine Laienorganisation sind...

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In Deutschland ist der Buddhismus keine anerkannte Religionsgemeinschaft im Sinne einer Körperschaft des öffentlichen Rechts und daher kann man auch rein amtlich keine buddhistische Konfession angeben.

Für mich ist jeder Buddhist, der die buddhistische Lehre annimmt, Buddhismus praktiziert und dabei keine Patchwork-Religiosität betreibt.

"Buddhist" habe ich mich erst genannt, nachdem ich formell, im Rahmen einer Zeremonie die so genannte "Zufluchtnahme" absolviert hatte - also dass, was man im landläufigen Sinne vermutlich als "offiziell konvertiert" bezeichnen würde..

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Kommentar von Till87
18.09.2016, 20:14

Und wie ist die Zufluchtnahme abgelaufen? Du nimmst Zuflucht zu den drei Juwelen Buddha, Dharma und Sangha, nicht?

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Kommentar von Till87
18.09.2016, 20:26

Und wie lange hast du gebraucht, um die passende Richtung im Buddhismus für dich zu finden?

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Für einen wahren Buddhisten ist es belanglos sich Buddhist zu nennen.

Es geht darum sich von seinem Ego zu befreien, das nicht mehr bewertet und kein Verlangen hat.

Wir denken, das der Mensch, dessen Geist sich mit seinem Glauben beschäftigt, heiliger ist als der Mensch, der an Geld denkt. Doch sie sind praktisch beide das gleiche. Beide wünschen Ergebnisse!

Das Bild im Anhang, trifft es am besten.

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Für mich war das immer nur ein Wort. Also nix als Blabla. Sicher gab es einen Zeitpunkt wo ich mich als Buddhisten bezeichnet hatte. Allerdings nicht mit Inbrunst und nicht so dass ich unbedingt Wert darauf gelegt hätte etwas zu sein was man Buddhist nennt.

Ich glaube daraufgekommen war ich als ich in einem Buch von Buddhadasa Bhikkhu gelesen hatte, indem er schrieb, man sei Buddhist, sobald man einen Nutzen aus der buddhistischen Lehre zieht. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch nicht meditiert.

Neben der zeremoniellen Zufluchtnahme könntest Du Dich auch als Buddhist bezeichnen, wenn Du die Sila (Sittenregeln) auch genannt die "five precepts" achtest, anerkennst, versuchst zu befolgen oder einhältst.

Diese Fünf wären:

Nicht töten.

Nicht stehlen.

Keine sexuellen Handlungen vorzunehmen.

Nicht Lügen.

Und keine berauschenden Mittel (Alkohol) zu sich zu nehmen.

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Kommentar von Till87
18.09.2016, 21:34

Kein sexuelles Fehlverhalten, oder? Weil das man auch als Laie den Zölibat leben soll stimmt ja nicht, oder?

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Kommentar von Till87
18.09.2016, 21:41

Und welcher Richtung gehörst du an?

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sowas wie Buddhisten gibts eigentlich gar nicht. Wenns aber denn hilft, die Buddha-Lehre etwas konsequenter auszuüben, na denn. Im Altbuddhismus, da hat es gereicht, und reicht heute immer noch beim Theravada, wenn ein Laie (Nichtmönch) feierlich gesagt hat:

So nehme ich meine Zuflucht zum Buddha, dem Erwachten; so nehme ich meine Zuflucht zum Dhamma, dem Lehrprinzip des Erwachens; so nehme ich meine Zuflucht zur Sangha, der Gemeinschaft der Erwachenden.

Du bist dann ein Upasaka, ein Dabeisitzender, Hörender, und das ist wohl so ein Wort wie 'Buddhist'. Du musst ansonsten keine Gelübde ablegen, kriegst aber Ratschläge mit auf den Weg, wie du künftig dein Leben gestalten sollst, um dein seelisches Klima günstig zu beeinflussen. Wie du ansonsten deinen Tag gestaltest, ob und welche spirituellen Übungen zu machst, das ist ausschliesslich deine Entscheidung. In der Buddha-Lehre gibt es keine Sünde; alles üble, das du tust, tust du immer auch dir selber an, wie mit dem Hammer auf deinen Fuss zu kloppen, zum Beispiel.

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Kommentar von ArbeitsFreude
20.09.2016, 16:03

Danke für Deine Antwort, liebe Suziesext!

Wollte mal wieder was fragen, was der FS vielleicht auch noch nicht weiß: Warum sprechen sehr viele Buddhistische Strömungen vom "Zuflucht nehmen"? (ich meine: Wir Nichirens kennen das nicht...)

Woher kommt der Ausdruck?

Ich meine: Ich war nicht auf der Flucht, bevor ich den B. kennenlernte (außer vielleicht vor mir selbst?)

- bzw. wenn mich ne Mörderbande verfolgt, hätte ich jetzt nicht so das volle Zutrauen, dass ich zum Dharma Zuflucht nehmen könnte...:)

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