Ab wann spricht man von Gefahr für Leib und Leben?

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6 Antworten

Ich denke nicht, dass es da eine Faustregel gibt. Rein logisch gesehen ist selbst oberflächliches Ritzen eine Gefahr für Leib und Leben und es ist klar, dass derjenige Hilfe benötigt. Leider beinhaltet "Hilfe" aber auch immer, dass der Betroffene dazu bereit ist, diese Hilfe auch anzunehmen und hier scheiden sich die Geister.

Daher wird bei oberflächlichen Ritzereien niemand akut einschreiten, sondern erst dann, wenn wirklich Gefahr in Verzug ist, sei es in Form von versehentlichem zu tiefen Ritzen oder aber auch absichtlich zu tiefem Ritzen. In dem Moment, wo das Leben desjenigen in Gefahr ist, kann die Behandlung auch gegen seinen Willen angeordnet werden.

Ich hoffe, ich konnte Deine Frage so einigermaßen beantworten.

Hin oder her ... Ritzen ist niemals eine gute Idee. Wenn man sich unbedingt Schmerzen zuführen möchte, um wieder zu Verstand zu kommen, dann gibt es weniger lebensbedrohliche Methoden. So kann man sich z.B. eine Chilischote in den Mund stopfen. Das führt auch zu Schmerzen, aber die gehen nach kurzer Zeit von alleine wieder weg und führen nicht zu lebenslangen Narben.

Alles Gute

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Ich denke das hat nichts mit dem ritzen an sich zu tun. Es geht eher darum, wenn man sterben will, aber das bedeutet ja nicht direkt, dass es mit ritzen zu tun hat. Es gibt viele Möglichkeiten sich umzubringen, also man ist eine Gefahr für sich selbst, wenn man sich umbringen möchte und/oder es wirklich versucht.

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Per Definition spricht man von einer Gefahr für Leib und Leben im medizinischen Sinne, wenn eine Person eine Verletzung bzw. ein Krankheitsbild hat das akut lebensbedrohlich ist bzw. in nächster Zeit (zwischen einer und mehreren Stunden) lebensgefährlich wird. 

Ebenso gilt dieser Grundsatz wenn eine Person eine Gefahr für sich selbst darstellt (Suizidgefährdet) oder für andere (z.B. prügelt auf jemadne ein und verliert jegliche Hemmungen - verletzt Gegner schwer oder tötet ihn sogar)

Wenn jemand genäht werden muss weil er sich geritzt hat ist das also keine Gefahr für Leib und Leben, wohl schon wenn diese Person damit Selbstmord begehen wollte. Wenn die Wunde genäht werden muss ist die Verletzung nur oberflächlich. Tiefen Wunden hingegen können lebensgefährlcih werden, wenn man eine großes Gefäß verletzt. Dies muss aber dann operativ behandelt werden.

Ich hoffe ich konnte helfen :) 

Falls du noch Fragen hast - Gerne

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Ich würde sagen, es ist Arzt / Klinikabhängig. Auch hängt es von deinem Alter ab und von der Wunde (welche Körperstelle, Größe der Wunde,Tiefe usw.), davon ob du in Behandlung bist und wie du dich gibst.

Die Behandler in meiner Umgebung sind was das angeht zu entspannt oder zu gleichgültig. Ich schneide ziemlich tief, hatte Ops aufgrund von Selbstverletzungen, hab mein Blutbild manipuliert usw. - aber ich muss selten bei der Versorgung mit einem Psychiater sprechen und überraschenderweise besteht bei mir laut Ärzten KEINE Gefahr für Leib und Leben. Bei ner Freundin von mir (die etwas weiter weg wohnt) ist es dagegen anders. Sie muss nach dem nähen immer mit einem Psychiater sprechen, darf nur in Begleitung das Krankenhaus verlassen und wenn sie ein zweites Mal in einem kurzen Zeitraum in die Klinik kommt (um eine Wunde versorgen zu lassen) wird sie stationär aufgenommen und muss ein paar Tage dort bleiben.

Du siehst, pauschal lässt sich da leider nichts sagen.

Lieben Gruß

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Oh ja, ich denke, man spricht in diesem Fall IMMER von Gefahr für Leib und Leben. Das ist ein Problem für den Therapeuten.

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