Ab wann sitzt man in der Schuldenfalle?

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9 Antworten

Nimm Dir einen Zettel und Stift und schreibe Dir auf, was Du im Monat an Geld bekommst.

Dann zieh davon ab, was du an Miete, Telefon, Heizung, Strom usw. jeden Monat bezahlen musst (also das, was meist ohnehin jeden Monat im gleichen Betrag vom Konto abgeht).

Wenn Du danach (als Einzelperson) keine 300,- EUR mehr im Monat hast für "unregelmäßige" Ausgaben (Essen, Kleidung, Sprit fürs Auto etc.), sollte das ein Grund zum Nachdenken sein. Das ist von mir jetzt relativ willkürlich angegeben.

Wenn Banken Kredite vergeben, machen sie eine ganz ähnliche Rechnung. Dort setzt man voraus, dass Du mindestens 200,- EUR im Monat nur für Lebensmittel ausgibst - absolutes Minimum.

Die Schuldenfalle beginnt dort, wo Finanzierungsraten, Leasingzahlungen, Kreditkartenabrechnungen etc. dieses "Lebensminimum" von 200,- EUR im Monat schon beeinträchtigen. Allerspätestens dann sollte man überlegen, ob man nicht auf das eine oder andere Finanzierungsgeschäft verzichten kann.

Hallo ja ich würde sagen wenn du rechnungen bekommst und du sie nicht bezahlen kannst dann kommen mahnungen......Mir ist es so ergangen Mache jetzt eine Kolektive schuldenreglung bin dann in 5 jahren schuldenfrei.Bei mir war es aber keine unbezahlten rechnungen,sondern bin bei der Schwarzarbeit erwischt worden.Muß jetzt dem Arbeitslosenamt das geld zurückgeben ist eine ganze menge.

Sobald die Schulden nicht mehr abgebaut werden können und die Zinsen immer mehr werden. D.h. das man am Monatsende trotz Sparen an allen Ecken und Enden kein Plus macht, sondern nur noch "tiefer in die Schuldenfalle rutscht". Erste Warnsignale? Notorisch Pleite, Dispo, Kredite und wenig Einnahmen. Wie so viele heut zu tage :(

In die Schuldenfalle ist man dann geraten, wenn das eigene disponible Einkommen (Geld, das nach alen Abzügen und Existensicherung übrig bleibt) nicht mehr für die Schuldentilgung ausreicht.

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Also... wenn man viele Kredite am laufen hat, wo Zinsen fällig werden, und öfters kein Geld übrig hat oder neue Schulden aufnehmen möchte, um die "alten Schulden" zu bedienen, dann ist man überschuldet.

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Ein erstes Warnlämpchen wäre, wenn man keine finanziellen reserven mehr hat und auch kein Notgroschen zur Verfügung.

Bezogen auf den letzten Satz: Also, wenn das dein "erstes Warnlämpchen" ist, was ist dann die Notleuchte? Keine Finanziellen Reserven UND kein Notgroschen wäre meiner Meinung nach schon einen Schritt über die Klippe hinaus.

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Hallo. Früher hat man erst gespart und dann gekauft. Die Guthabenzinsen haben die Wartezeit belohnt.

Heute will dies keiner mehr abwarten. Es wird erst gekauft und dann abbezahlt. Diese Gier wird mit Sollzinsen bestraft.

Seien wir ehrlich. Den Betrag X muß man auf jeden Fall bezahlen. Ob man nun auf die eine oder andere Weise kauft. Bei der Entscheidung zur zweiten Vorgehensweise (gleich kaufen) muß man auch die Zinsen noch mitbezahlen. Es wird also schwerer...

Ein weiterer wesentlicher Punkt: Während man auf ein Ziel hinspart, versagt sich der Sparer andere unnötige Ausgaben um sein Ziel möglichst schnell zu erreichen. Der Abzahler jedoch wird schon kurz nach dem Sofortkauf weitere Wünsche verspüren und im Kopf leichtsinnig überschlagen: "Die bisherigen Raten sind doch gar nicht so hoch, vielleicht passt dieser Wunsch noch ins Budget...". Es folgen ein dritter, ein vierter, ein fünfter...... Wunsch.

Die Schuldenspirale ist ein Gang gesetzt und die Überschuldung ist bei jemandem, der nicht ganz konsequent sein kann und voll den Überblick behält, schon beim ersten Finanzierungskauf vorprogrammiert.

Wer also Sachen auf Pump kauft, die er glaubt sich so nicht vorher (mit der Hilfe von Guthabenzinsen) ersparen zu können, hat schon einen Denkfehler gemacht und ist in die Falle getappt.

Achtung: Konsumieren ist nicht Investieren. Eine Investition kann auch "auf Pump" erfolgen, bringt aber i.d. Regel mehr Geld in die Kasse als ausgegeben wurde. Dies ist durchaus sinnvoll. Beim Konsumieren gibt man für schnelllebige Konsumgüter mehr Geld aus, als diese nach kurzer Zeit noch Wert sind. Und Geld in die Kasse bringen die schon gar nicht. Dafür auch noch Zinsen zu bezahlen ist dumm!

Die Schuldenfalle schnappt also schon viel früher zu, als man denkt und vor allem sehr viel früher als das Geld zu Ende ist. Wenn das Geld nicht mehr reicht ist es i.d. Regel bereits zu spät.

Schöne Grüße justii

Super Antwort! Kann dir zu 100% zustimmen - nicht nur was die Erklärung an sich betrifft, sondern auch deine Einstellung zum Geld allgemein!

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Mal ganz einfach ausgedrückt: Wenn am letzten des Monats kein Geld mehr da ist aber es sind noch div. Rechnungen oder Raten zu zahlen. Schon dann sollte man sich ernsthaft Gedanken machen irgendwo zu sparen.

Viele kaufen auf Pump und geraten so hinein also "nie" Kretite aufnehmen und "Leasen" wür ich auch nicht.

Bei uns in der Schweiz sind allerdings die meissten Verschuldeten wegen den Steuern.

Lg Flöich

Das erste Warnsignal ist da, wenn Du Dir auf Pump etwas kaufen möchtest.

Wenn am l. des Monats der Geldbeutel schon wieder leer und noch immer nicht alles bezahlt.

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