Ab wann muss ich meinem Arbeitgeber sagen das ich Schwanger bin?

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16 Antworten

Das ist Dir selbst überlassen.

Hast Du einen befristeten oder unbefristeten Arbeitsvertrag? Bei einer Befristung, die u.U. bald in eine Verlängerung oder unbefristete Stelle übergeht, würde ich noch warten wenn es gesundheitlich keine Probleme gibt.

Bei einem unbefristeten Arbeitsverhältnis kannst Du es sofort sagen oder warten bis z.B. der dritte Monat vorbei ist (machen sehr viele Arbeitnehmerinnen). Es kommt auch darauf an, was Du für einen Job hast und ob Du sofort einige Tätigkeiten einstellen musst weil sie gefährlich für Dich und Dein Kind sind.

Hast Du z.B. einen "Schreibtischjob", kannst Du auch länger als die drei Monate warten, wobei das m.E. keinen Sinn macht, da man sowieso bald etwas sieht und auch das Mutterschutzgesetz erst greifen kann, wenn der AG informiert ist.

 

HelpfulMasked 19.01.2017, 11:39

und auch das Mutterschutzgesetz erst greifen kann, wenn der AG informiert ist.

Man kann die Mitteilung dann, nach einer Kündigung, innerh. 2 Wochen nachholen. Das ist also sicher nicht das Problem.

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Hexle2 19.01.2017, 11:42
@HelpfulMasked

Ich habe beim Mutterschutzgesetz nicht die Kündigung gemeint sondern die Rechte und Pflichten für AN und AG.

Es gibt ja im Mutterschutzgesetz nicht nur das Kündigungsverbot sondern auch z.B. die Vorschriften zur Gestaltung des Arbeitsplatzes, eine Einschränkung der Arbeitszeiten (z.B. keine Nachtschicht), Beschäftigungsverbote nach § 4 MuSchG usw.)

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Hexle2 21.01.2017, 10:06

Danke fürs Sternchen, ein schönes Wochenende und alles Gute für Dich und Dein Kind

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Ich habe es sofort gesagt! Ich muß in meinem Beruf teils sehr schwer heben. Außerdem ist es ein Schichtbetrieb. Ich mußte ab dem Zeitpunkt als ich schwanger war in der Frühschicht erst um 6 statt 5.30Uhr anfangen und durfte in der Spätschicht bereits um 20.00 Uhr Nachhause gehen statt um 22.30 Uhr. War alles also nur zu meinem Vorteil:-)

Das kommt darauf an. Wenn der Beruf z. B. ein Beschäftigungsverbot während der Schwangerschaft erfordert erfährt der AG es natürlich sofort, da der Arzt ja ein Attest hierfür erstellt und die Mitarbeiterin ja sofort nicht mehr arbeiten darf.

Ansonsten ist es eher üblich dass Frau die ersten 12 kritischen Wochen abwartet und dann den AG informiert.

Allyluna 19.01.2017, 11:33

Du schmeißt da zwei Dinge durcheinander - wenn der Beruf das Beschäftigungsverbot erfordert, dann spricht nicht der Arzt es aus, sondern der Arbeitgeber (natürlich kann er das nur, wenn er a) von der Schwangerschaft weißt und b) keine geeignete Übergangsbeschäftigung für die Schwangere hat).

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Die anderen haben hier leider Unrecht. Es ist lediglich eine Empfehlung es dem AG sofort mitzuteilen. Es entstehen dir aber keinerlei Nachteile wenn du es nicht sofort sagst.

Es bleibt deshalb alleine dir selbst überlassen.

Ich selbst würde die "kritischen Wochen" noch abwarten bevor ich es mitteile. Dabei bleibt man immernoch fair und der AG kann reichtzeitig planen.

Lg

HelpfulMasked

Allyluna 19.01.2017, 11:31

Doch - es können Nachteile entstehen. Z.B. kann der Arbeitgeber sich so nicht darauf einstellen und ggf. die Arbeitsbedingungen schwangerschaftsfreundlicher gestalten oder auch ein Beschäftigungsverbot aussprechen, wenn der Arbeitsplatz für Schwangere absolut ungeeignet ist. 

Aber das wird die Fragestellerin ja ggf. auch selbst einschätzen können.

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HelpfulMasked 19.01.2017, 11:34
@Allyluna

Das geht dann aus der jeweiligen Treuepflicht etc. ggü. den AG einher. Aber generell gilt dies so ja nicht. Das kommt dann immer auf den jeweiligen Beruf der Schwangeren an. Ein Beschäftigungsverbot wird heutzutage auch seltener ausgesprochen als man denkt. In vielen Berufen ist das nicht der Fall und auch nicht zwingend notwendig.

Das man es dennoch fair und rechtzeitig mitteilen sollte damit der AG rechtzeitig planen kann schrieb ich ja bereits dazu.

Und mit letzterem hast du natürlich Recht. Daher auch der Hinweis es bliebe ihr selbst überlassen. Was ja auch so der Fall ist.

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Den gesetzlichen Schutz (Kündigung, Arbeitszeiten, Art der Arbeit) hast Du erst, wenn Dein Arbeitgeber von Deiner Schwangerschaft weiß.

Ansonsten ist es Dir überlassen.

Ich selbst als Mutter, würde es erst bekannt geben, wenn die Schwangerschaft relativ sicher ist. Nach der 12. Woche (3.Monat).

Ich würde es aber definitiv auch davon abhängig machen, welchen Beruf Du ausübst.
Schließlich gibt es Berufe, wo Du Dein Kind gefährden könntest (nur Beispiele: Schichtdienst, Kühlhaus, Labor-schädliche Dämpfe, Lager-schwer heben, Psychiatrie-gefährliche Patienten...)
Und da hast Du eine Mitteilungspflicht!

Und da kann Dich der Arbeitgeber z.B. erst ins Büro versetzen, wenn er Bescheid weiß. Der Mutterschutz greift dann.

Zusätzlich ist es sinnvoll, wenn Du eine Führungsposition inne hast, damit der Arbeitgeber dann organisieren kann. Ausschreibungen starten kann, Vertretung einstellen kann  ....

Das musst du selber wissen. Das Mutterschutzgesetz greift auf jeden Fall erst ab dem Moment, in dem der AG Bescheid weiß.

Ich habe dem AG das dann gesagt, als ich den Mutterpass hatte.

Ergänzend zu der Antwort von DieKatzemitHut, dass es der Schwangeren selbst überlassen ist:

Das stimmt im Allgemeinen, nur in besonders speziellen Fällen könnte eine echte Pflicht aufgrund des Treueverhältnisses bestehen, dem AG es rechtzeitig zu sagen.

Z.b. wenn frau es dem AG bis zum Tag vor dem gesetzlichen Beschäftigungsverbot verschweigt und sich dann mit einem "Übrigens, bin ab morgen 3 Monate weg, das wusste ich schon seit 5 Monaten, aber fand es lustiger, dass erst jetzt zu sagen.", dann könnten dem AG zusätzliche Kosten entstehen, weil die AN es wirklich ohne guten Grund nicht früher sagte (z.b. weil der kurzfristige Ersatz erheblich teurer ist als wenn der AG früher informiert worden wäre).

Und diese Kosten können dann eventuell zu Lasten der Schwangeren gehen.

Aber ich glaube das geht wirklich nur dann, wenn man sowas wichtiges wie ein absehbares Beschäftigungsverbot bis auf den letzten Drücker nicht mitteilt und man nicht leicht durch Kollegen ersetzbar ist. Bis nach dem 3.-5. Monat mit der Mitteilung warten, sollte eigentlich so gut wie immer unproblematisch sein.

"Die gesetzliche Empfehlung lautet, es zu sagen, sobald man es weiß[...]. Es habe jedoch keine Folgen für die Frau, wenn sie dieser Empfehlung nicht folgt. "Es ist ihr deshalb selbst überlassen, wann sie es dem Vorgesetzten sagt.""

http://www.t-online.de/eltern/schwangerschaft/id_17499360/schwangerschaft-wann-muss-der-chef-informiert-werden-.html

BaileyOnIce 19.01.2017, 11:27

Vielen dank für die vernünftige Antwort. Jetzt weis ich bescheid...

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Du musst es deinem Arbeitgeber überhaupt nicht mitteilen. Du solltest es natürlich sobald wie möglich mitteilen, falls sich aus deiner Beschäftigung eine gesundheitliche Gefährdung ergibt. Verpflichtet bist du aber nicht.

so früher umso besser. In der Schwangerschaft geniesst du speziellen Kündigungsschutz, außerdem kann dein Arbeitgeber so besser sein Personal planen.

HelpfulMasked 19.01.2017, 11:28

Den Kündigungsschutz hat man auch ohne Mitteilung der Schwangerschaft. "Je früher umso besser" gilt hier im Übrigen nicht immer.

Es gibt da durchaus grausame Beispiele wie mit Frauen nach einer FG umgegangen wird. Bis hin zur Kündigung. Alleine hier auf GF habe ich da schon einiges gelesen.

Da eine FG zu Anfang möglich ist sollte man durchaus etwas warten. Aber das bleibt jeder Schwangeren selbst überlassen.

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das ist dir selber überlassen. nur solange du es ihm nicht gemeldet hast, gilt für dich auch kein kündigungsschutz etc.

HelpfulMasked 19.01.2017, 11:30

nur solange du es ihm nicht gemeldet hast, gilt für dich auch kein kündigungsschutz etc.

Das ist (zum Glück) falsch.

Kündigt der Arbeitgeber vorher, also ohne, dass er von der
Schwangerschaft Kenntnis hat, hat die Mutter bis zu zwei Wochen nach Zugang der Kündigung Zeit, ihn darüber in Kenntnis zu setzen.

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Ich würde die ersten 12 Wochen lieber nichts sagen. Man weiß ja nie... Bist du schwanger? Alles Gute und herzlichen Glückwunsch!

BaileyOnIce 19.01.2017, 11:30

Die Anzeichen stehen dafür ja.. Habe aber noch keinen Test gemacht..Vielen dank für die Glückwünsche...

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Du musst es gar nicht melden. 

Erst wenn du es sicher weißt bzw. den Mutterpass hast.

HelpfulMasked 19.01.2017, 11:27

Auch dann muss man es noch nicht mitteilen. Es bleibt der Schwangeren hier selbst überlassen.

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Lexa1 19.01.2017, 11:31
@HelpfulMasked

Allerdings sollte man fair sein und es nicht zu spät sagen, damit das
Unternehmen für die Abwesenheit rechtzeitig planen kann. Dies nutzt auch
der Frau, denn Schwangere werden vom Gesetzgeber besonders geschützt.
Das Mutterschutzgesetz regelt, welche Rechte sie haben.

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HelpfulMasked 19.01.2017, 11:36
@Lexa1

Das hat aber immernoch nichts mit einem "muss" zu tun. Das man fair sein sollte ist natürlich richtig. Dennoch besteht nunmal kein muss.

Der Kündigungsschutz besteht auch vor der Mitteilung der Schwangerschaft.

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Sofort, wenn du es weißt. 

HelpfulMasked 19.01.2017, 11:25

Das ist nicht notwendig. Es bleibt der Schwangeren selbst überlassen. Es entstehen für sie auch keinerlei Nachteile wenn sie es nicht sofort mitteilt.

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Kleckerfrau 19.01.2017, 11:27
@HelpfulMasked

Kommt ja wohl drauf an welche Tätigkeit man macht. In manchen Berufen ist es ratsam, es sofort zu sagen. Also nicht Einfach sagen, ist nicht notwendig.

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HelpfulMasked 19.01.2017, 11:30
@Kleckerfrau

Doch, es ist schließlich nicht zwingend notwendig. Hier war schließlich die Frage wann man es sagen muss. Und das muss man sicher nicht sofort.

Es bleibt der Schwangeren selbst überlassen. Es entstehen ihr auch keine Nachteile wenn sie es nicht sofort mitteilt.

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Allyluna 19.01.2017, 11:35
@HelpfulMasked

Es kann auch Betriebsvereinbarungen geben, in denen geregelt ist, dass die Frau es sofort sagen muss - nämlich, wenn es ein Beruf ist, den sie als Schwangere nicht ausüben darf...

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