Ab wann muss ich Inkassokosten bezahlen?

4 Antworten

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Am 10.02. wurde von meinem Konto ein Betrag abgebucht( gewollte Überweisung)

Was denn nun abgebucht oder überwiesen?

Muss ich diese Kosten tragen?

Hast du das Inkassobüro beauftragt? Wahrscheinlich nicht, also warum solltest du es zahlen?

Tipp: Die Inkassobriefe erst mal ignorieren. Wenn dem Inkasso aufgegangen ist, dass die Schuld bezahlt ist ein "Ich weise die Forderung vollumfänglich zurück. Ich untersage die Speicherung meiner personenbezogenen Daten und die Meldung an Auskunfteien." per Einschreiben schicken. Danach das, was kommt, ignorieren.

Sollte etwas von einem Gericht kommen, insbesondere ein gerichtlicher Mahnbescheid, "ich widerspreche komplett" ankreuzen und per Einschreiben ans Gericht zurück.

Irgendwann gibt das Inkasso dann auf.

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@mepeisen

Es ist dem Inkasso aufgefallen, dass die Hauptforderung bereits getilgt wurde. Sie schrieben eine erneute Rechnung mit ihren Kosten, die sie ja beim ersten Mal schon haben wollten. Darauf habe ich erst versucht sie telefonisch zu erreichen, Nummer hinterlassen, aber kein Gespräch gehabt. Nun kam ein Brief von einem Anwalt. was nun?

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@mellchen78

Man telefoniert mit denen nicht. Dass man zusätzlich einen Anwalt einschaltet, bedeutet für dich schon einmal folgendes: Verbotene Kostendopplung. Für die gleiche Sache (außergerichtliche Mahnung) muss man schonmal gar nicht sowohl Inkasso als auch Anwalt bezahlen. Insofern hat sich exakt nichts verändert. Das Anwaltsschreiben soll Eindruck machen, ist aber nicht viel mehr Wert als Altpapier. Hefte es in deinen Ordner und harre der Dinge, die sie noch anstellen wollen. Das wäre mein Vorschlag.

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@mepeisen

Verbotene Kostendopplung? Zählt das auch unter Verletzung der Schadenminderungspflicht? Kann man sowas im Schriftverkehr verwenden? Denn schriftl. reagieren möchte ich schon um zumind. mich zu verteidigen bzw. zu zeigen: Ich zahle nicht Weiss nur nicht wie ich es verpacken soll. Ein Anwalt sagte mir mal den Kopf in den sand zu stecken bringt mehr Probleme als zu widersprechen

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@mellchen78

Zählt das auch unter Verletzung der Schadenminderungspflicht?

Ja genau. Man kann zwar einen Rechtsdienstleister mit der außergerichtlichen Eintreibung einer Forderung beauftragen. Man kann auch zwei beauftragen oder 10, aber der Schuldner hat, sollte er im Unrecht sein, Anspruch drauf, dass der Gläubiger nur einen Rechtsdienstleister beauftragt in der gleichen Sache. Und insofern verstoßen doppelte Kosten gegen die Schadensminderungspflicht.

Kann man sowas im Schriftverkehr verwenden?

Ja. Ich würde das beispielsweise so formulieren (Einschreiben). "Werter Anwalt. Zunächst weise ich ihre Kostennote als Verstoß gegen die Schadensminderungspflicht zurück. Kostendopplung ist meinem Wissen nach verboten und gerne bringe ich das bei der zuständigen Anwaltskammer und dem fürs Inkasso zuständigen Aufsichtsgericht zur Anzeige. Die (Rest-) Forderung ergibt keinerlei Sinn. Es wurde erfolgreich an Gläubiger ABC gezahlt. Der Gläubiger wurde befriedigt, geraume Zeit bevor der Fall ans Inkasso übergeben wurde. Ich vermute hier einen Softwarefehler und keine böswillige Absicht. Insofern fordere ich Sie auf, sämtliche Betreibungen einzustellen. Weitere Bettelbriefe bleiben unbeantwortet, ich untersage ausdrücklich Ihnen und dem Inkassobüro die Speicherung meiner personenbezogenen Daten und die Meldung an Auskunfteien. Einem gerichtlichen Mahnbescheid werde ich widersprechen. Ihnen steht der Klageweg offen."

Ein Anwalt sagte mir mal den Kopf in den sand zu stecken bringt mehr Probleme als zu widersprechen

Ja, sonst kommt man auch schon mal in ein argumentativ blödes Fahrwasser. Ein Richter sagte mir einmal, dass es zum persönlichen Lebensrisiko gehört, dass man mal einen Brief erhält, auf dem man dann auch via Brief mit einer Zurückweisung antworten sollte, einmalig natürlich. Brieffreundschaften verbieten sich auch. Sprich: Einmal deutlich zu widersprechen, ohne einen Roman zu schreiben und danach kann man sich auch ruhig tot stellen, solange sich nicht wirklich etwas Neues ergibt.

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@mepeisen

Habe deine Schreibvorlage genutzt und den Brief heute per Einschreiben weggeschickt. Habe ein sehr mulmiges Gefühl dabei, da die Worte schon sehr hart und drohend gewählt sind. Hoffe es kommt nix schlimmeres jetzt auf mich zu!

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@mellchen78

Der Anwalt weiß schon, wie er das nehmen muss. Mit dem Schreiben zeigt man, dass man sich über die Möglichkeiten, die einem offen stehen, bewusst ist. Und damit landet man beim Gegenüber in der Kategorie "Lässt sich nicht so leicht veralbern." Das ist durchaus viel Wert. Alles andere gilt es dann abzuwarten, ob da noch jemals etwas folgt und was dann inhaltlich drin steht. Wenn man das System der Inkassos einmal durchschaut hat, ist das eigentlich gar nicht mehr so schlimm. Das System der Inkassos setzt auf die Unwissenheit der Leute. Mach den Leuten Angst, wenn "Inkassobüro" sie nicht ängstigt, dann schiebe einen Anwalt hinterher. Beim Wort "Anwalt" zucken einige zusammen, völlig ohne Grund. Der kocht auch nur mit Wasser.

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@mellchen78

Das Schreiben ist schon genau richtig. Nur keinen übertriebenen Respekt vor Rechtsanwälten. Das sind keine Behörden. Die dürfen überhaupt gar nichts. Wenn die was wollen, sollen sie doch Klage vor Gericht einreichen. Die haben null Chance, da die Forderung bereits vor der Mahnung bezahlt war und weil die Kostendopplung auch nicht vor Gericht durchgeht. Die Sache ist eindeutig. Man hat in so einem Fall durchaus das Recht, auch gegenüber einem Anwalt einen ranzigen Ton anzuschlagen. Ich mache das selbst auch und bin damit immer gut gefahren.

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Es wurde am 10.02. abgebucht

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Das Inkassobüro wird ja nicht aus heiterem Himmel beauftragt. Da muss ja schon einiges vorher gewesen sein. Wenn sich dann deine verspätete Zahlung mit diesem Auftrag gekreuzt hat, hast du Pech gehabt und wirst die Kosten zahlen müssen.

Quatsch. Inkassokosten bezahlt erst mal der, der das Inkassobüro beauftragt hat. Dann wird die Frage gestellt, ob es sinnvoll war und ob die Kosten in der Höhe gerechtfertigt waren. Dann muss die Frage gestellt werden, ob der TE diese Kosten erstatten muss. Bei außergerichtlichen Inkassogebühren bleibt, insbesondere wenn das Inkassobüro erst nach erfolgreicher Begleichung der Schuld aktiv wurde, dermeist 0€ übrig. Zahlen muss man hier nichts.

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Mensch Hans - was postest Du da - Man könnte meinen Du bist der Inkassomandator ;))

Die meisten Gerichte streichen Inkassogebühren :

AG Brandenburg Entscheidungsdatum: 27.08.2012 Aktenzeichen: 31 C 266/11 Dokumenttyp: Urteil Die Mahnungen von Inkassounternehmen sollen im Übrigen zwar in mehreren Fällen Erfolg haben, in dem Sinne, dass der Schuldner auf diese Mahnungen leistet. Da aber die Mitarbeiter des Inkassounternehmens in der Regel weder über besondere Rechtskenntnisse verfügen, noch über ein nachhaltiges Druckmittel, das über die eigenen Möglichkeiten des Gläubigers hinaus geht, ist dieser Erfolg wohl nur unter den Aspekten zu würdigen, dass der Schuldner ohnehin auf nachdrückliche und mehrfache Mahnungen des Gläubigers geleistet hätte oder der Schuldner den Mahnungen des Inkassounternehmens aus irrationalen Gründen eine größere Bedeutung beimisst als den Mahnungen des Gläubigers selbst und nur deswegen die Forderung bedient. Beides rechtfertigt jedoch noch nicht, dem säumigen Schuldner deswegen allein schon auch die Inkassokosten aufzuerlegen. Denn der behauptete Erfolg von Inkassounternehmen – so dies den überhaupt zutrifft – beruht entweder auf einer Tätigkeit (Mahnwesen), die zunächst eine Aufgabe des Gläubigers selbst ist und auf Kosten des Schuldners in unwirtschaftlicher Art und Weise auf das Inkassounternehmen ausgelagert wird oder ggf. sogar auf der Ausnutzung einer unterschwelligen irrationalen Angst.Zahlt der Schuldner nicht innerhalb der üblichen Frist, ist es nämlich zunächst Sache des Gläubigers, sich um die Erfüllung der Forderung zu bemühen. Dazu gehören nach herrschender Auffassung die Überwachung der Zahlungseingänge und Zahlungsfristen sowie zumindest eine zweimalige Mahnung. (…) Die Beauftragung des Inkassounternehmens dient insofern nämlich ausschließlich der Bearbeitung und außergerichtlichen Abwicklung des Anspruchs. Solche Aufwendungen kann der Gläubiger von dem Schuldner aber regelmäßig gerade nicht ersetzt verlangen (BGH, BGHZ Band 181, Seiten 233 ff. = ZGS 2009, Seiten 369 ff. = NJW 2009, Seiten 2530 ff. = Das Grundeigentum 2009, Seiten 974 ff. = VersR 2009, Seiten 1121 ff. = Schaden-Praxis 2009, Seiten 304 f. = NZM 2009, Seiten 595 ff. = WM 2009, Seiten 1664 ff. = DAR 2009, Seiten 515 ff. = ZfSch 2009, Seiten 558 ff. = MDR 2009, Seiten 1166 ff. = VRS Band 117, Seiten 23 ff., Nr. 7; BGH, NJW 1977, Seite 35; BGH, BGHZ Band 66, Seiten 112 ff. = NJW 1976, Seiten 1256 ff. = VersR 1976, Seiten 857 ff. = MDR 1976, Seiten 831 f.; OLG Dresden, NJW-RR 1994, Seiten 1139 ff.; OLG Köln, WM 1989, Seiten 246 ff.; LG Berlin, Urteil vom 20.07.2009, Az.: 5 O 468/08, u. a. in: “juris”; AG Kehl, Urteil vom 26.04.2011, Az.: 4 C 19/11, u. a. in: “juris”).Diesen grundsätzlich somit nicht ersatzfähigen Eigenaufwand für die Einziehung einer eigenen Rechnung hat die Klägerin vorliegend aber nur “ausgelagert”, indem sie nach Eintritt des Verzugs ein Inkassobüro mit der Beitreibung beauftragt hat. Ihr stand selbstverständlich frei so zu verfahren. Jedoch kann sie die damit verbundenen Kosten nicht ohne weiteres auf den Schuldner umlegen, weil es sich gerade um Kosten des grundsätzlich nicht ersatzfähigen Eigenaufwands handelt.

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Die Frage ist doch, wann das Inkassounternehmen beauftragt wurde und, ob Du zur Zeit der Beauftragung in Zahlungsverzug gewesen bist. Da fehlen leider die Daten.

Wie kann ich denn rausfinden wann es beauftragt wurde? Ich meine eine Überweisung dauert doch keine 7 Tage

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@mellchen78

Da wird ja schon einiges an Schriftverkehr gelaufen sein.

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@DerHans

Spielt hier eigentlich keine Rolle ob Verzug vorliegt da der Forderungseinzug nur an ein Inkassobüro abgetreten wurde und nicht an eine Anwaltskanzlei

****AG Pfaffenhofen, 1 C 61/14 Urteil vom 17.02.2014


  1. Bei einem Großanbieter von Telekommunikationsleistungen wie der Klägerin bedarf es keiner Zwischenschaltung eines Inkassoinstituts, da die Mahnungen und Folgeschreiben ohne weiteres durch das Personal der Klägerin gefertigt werden können.

  2. Auch das Argument, dass vorgerichtliche Anwaltskosten ggf. ansonsten erstattungsfähig wären, überzeugt nicht. Denn hier gilt die Argumentation des BGH gleichermaßen, wonach bei einem gewerblichen Großvermieter die Einschaltung eines Anwalts in einfachen Fällen wie dem vorliegenden nicht notwendig und deshalb auch nicht erstattungsfähig ist.

  3. Im Hinblick auf einen Verstoß gegen die Schadensminderungspflicht nach § 254 Abs. 2 ist stets im Wege einer Einzelfallprüfung zu entscheiden, so dass sich eine grundsätzliche Entscheidung hierzu verbietet.

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Direktzahlung an den Gläubiger

Wie ist das,wenn von einem Inkassounternehmen ne Forderung kommt,aber der fällige Betrag direkt an den Gläubiger gezahlt wird,muß man dann trotzdem die oftmals überzogenen Inkassokosten auch bezahlen ? Hab mal gehört,jeder Gläubiger wäre angehalten den Weg vom Mahnbescheid bis zum Vollstreckungsbescheid in Anspruch zu nehmen,ansonsten ist der Schuldner nicht verpflichtet die Kosten vom Inkassounternehmen zu tragen .

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Ich muss jetzt zur einer neuen Bank Morgen, damit ich es dem Arbeitsamt den kommenden Tage melde und die mein Geld dorthin schicken am Ende des Monats

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Ich brauche dringend Hilfe! Leute die damit sich auskennen! Ich bin 24 und habe zum ersten mal in meinem Leben solche großen Probleme 😢😭

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