Ab wann macht es wirklich Sinn dem Hund Tricks beizubringen bzw zu erziehen?

10 Antworten

Erziehung beginnt sofort. Meine Hunde haben als allererstes das kommando Nein bzw. Lass das gelernt.

das erste Jahr war mein Rüde nur an der Schleppleine. Dort haben wir den Rückrud geübt. Meine Hündin war kaum an der Schleppe, sie klebte von Anfang an an mir.

Parallel hab ich ihnen Teicks beigebracht wie Pfötchen, dreh dich etc.

Bei Welpen und Junghunden kann man nur kurze Einheiten machen.

Erziehung beginnt bereits beim Züchter und im Wurf natürlich.

Du meinst wann Du zu Hause damit anfängst. Am besten gleich mit der Vertrauensbildung (Grundlage der Erziehung). Gib ihm Ruhe, Geborgenheit, optimiere seine Bedürfnisse, lass ihm Zeit zum Ankommen, zur Orientierung. Erziehung zur Stubenreinheit gehört unbedingt zur ersten Einheit der "Grundschule". Er gewöhnt sich schnell an seinen Namen. Dieser ist und bleibt sein ganzes Lebenlang sein "Zauberwort". Damit wird er angesprochen, worauf Kommandos folgen.  Aber bitte ganz langsam anfangen und positiv belegen. Sitzen, Stehen, Laufen, Liegen, Fressen, Trinken, alles bringt ein Welpe bereits mit, lernen muss er lediglich das vom Menschen vorgegebene Timing. Die Kommandos bleiben immer gleich, daran müssen sich alle halten. Nun aber langsam. Erst wenn das "Sitz" klappt, dann das nächste Kommando aufbauen. Lernen entsteht durch Wiederholungen, Bestärkung und Motivation. Im kleinen geschützten Raum, ohne Ablenkung damit anfangen, nicht länger als 5 Minuten ( 2-3x am Tag wiederholen) und mit Erfolg jede Lektion abschließen.

Leinenführigkeit ist ein sensibles Thema. Je sachter und umsichtiger man sie trainiert, um so nachhaltiger ist sie. Ein Welpe darf die Leine nie als Zwang mit Schmerz verbunden erfahren, nur als Grenze. Am besten im gesicherten Raum (Garten) eine leichte Leine einfach locker schleifen lassen. Man läuft mit und unterstützt bei Zug den Welpen mit der Hand als Stop od. zum Richtungswechsel damit er nicht den vollen Zug zu spüren bekommt, natürlich mit Kommando (z.B. Halt). Die Verknüpfung lernt er ganz schnell. Klappt das, dann mit längerer Leine üben. Anfangs bitte keine abrupten Richtungswechsel. Stehen bleiben und wenn der Zug nachlässt weiter laufen. In ganz kleinen Schritten und wenn es 1 m klappt, ist es ein Erfolg. Distanz erhöhen.

Soweit zur Grundschule, die je nach Team (Hund und Mensch) mit dem 1. Hundegeburtstag abgeschlossen sein kann. Manche brauchen länger. Nach der Grundschule ist Zeit für kleine Tricks.

Du kannst Deinen Hund ableinen wenn die Bindung zwischen Euch stimmt und er gern und zuverlässig auf Ruf zu Dir kommt. Das musst im gesicherten Gelände vorerst ständig trainiert werden.

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Erstmal vielen Dank! Ich muss sagen, dass die Bindung zu meinem Hund sehr groß ist, daher ist es komischerweise echt kein Problem mit ihr ohne Leine spazieren zu gehen da sie nach höchstens 3 Metern wieder zu mir kommt, was bestimmt ein Vorteil bei dem Freilau Training ist..

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@huccci

Super, so soll es sein. Eine bessere Basis gibt es nicht. Darauf kannst Du gut aufbauen.

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Besser kann man es nicht sagen. Sehr schön erklärt, was im ersten Lebensjahr an grundgehorsam wichtig ist. DH

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Die eigentiche Erziehung beginnt schon nach der Geburt durch die Mutter der Welpen. Sie lernen nach und nach nicht in die Schlafkiste zu machen und wie weit sie mit ihren Tobereien gehen dürfen und wie man sich respektvoll im Rudel benimmt. Der Züchter sollte dann schon den Grundstein zur Stubereinheit legen und die Welpen an's Autofahren gewöhnen, sowie an verschiedene andere Alltagssituationen.

Die weitere Erziehung bei dir zu Hause beginnt ab dem Tag, wo der Welpe bei dir eingezogen ist. Er lernt nicht im Haus zu machen, wo er liegen darf, dass man Möbel nicht ankaut, wie sein Name ist, wie man an der Leine geht, allein bleiben ohne Theater und darf natürlich auch weiter üben wie man sich zu fremden Hunden, Menschen und Kinders benimmt und in der Öffentlichkeit nicht negativ auffällt - natürlich alles nach und nach in kleinen Schritten, jeden Tag ein bisschen.

Die "Dressur" kann man dann auch langsam anfangen. Als erstes würde ich das "Hier" üben - macht Sinn für Freilauf, ist klar. Dann kann mach nach und nach weitere Kommandos einführen. Praktisch finde ich "Sitz" und "Platz" - hier sollte der Hund lernen, dass ich ihn IMMER abhole und er solangesitzt/liegt und wartet. Außerdem "Steh" - auch hier muss er warten bis ich ihn freigebe z.B. mit "Lauf". Dazu noch "Fuß" (ohne Leine und nur auf mich fixiert, wie bei Prüfungen) und "Komm" (nicht herkommen sondern mitkommen/folgen).

Tricks machen immer Sinn. Es ist eine tolle Möglichkeit den Hund geistig auszulasten und man kann seinem Hund da durchaus auch Nützliches beibringen. Hat aber alles Zeit, bis der Hund die Grundkommandos einigermaßen sicher beherrscht.

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Denkt ihr das sein ganzes Vertrauen in mich jetzt weg ist und unsere Bindung kaputt ist bzw. gar nicht mehr da? Zumal ich ihn ja nicht "nur" getreten und geschlagen habe, sondern auch angebrüllt und innerlich sehr sehr wütend war, das merken Hunde ja auch.

Und hat jemand eventuell Tipps wie ich unser großes Problem in den Griff bekommen könnte.

Ich hasse mich!

LG

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