Ab wann kann man Wohngeld beantragen?

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Hi,

Schüler-Bafög:

also für Schüler-Bafög bräuchtet ihr anerkannte ausbildungsbedingte Gründe für den Wegzug aus dem Elternhaus:

  • Schulweg ist zu weit vom Elternhaus

  • es liegt ein eigener Hausstand vor und es werden eigene Kinder von Euch betreut

  • Ihr seid verheiratet oder geschieden

Liegen diese Voraussetzungen nicht bei Euch vor, so besteht kein Anspruch auf Schüler BAföG. Ersatzweise besteht aber bei Hilfebedürftigkeit Anspruch auf Arbeitslosengeld II (Hartz IV) nach § 7 Abs. 6 Nr. 1 SGB II. Lebt Ihr noch bei den Eltern, so besteht überhaupt kein Anspruch.

http://www.bafoeg-aktuell.de/bafoeg/schueler-bafoeg.html

Wohngeld:

Wenn ihr ohne anerkannten Grund auszieht, gibts kein Schüler-Bafög. Da könntet ihr theoretisch Wohngeld bekommen. Dafür braucht es aber ein Mindesteinkommen (ca.600€ pro Person) Ihr müsst also beweisen, wie ihr euer Leben finanziert. Nur wenn klar ist, dass ihr den Rest alleine finanzieren könnt, gibt es ggf. einen Mietzuschuss. Häufig wird Wohngeld überschätzt. Das ist eine minimale Entlastung, wenn man sich sonst alles selbst finanzieren kann und bekommt (mal etwas doof ausgedrückt) ein paar Euro zusätzlich für die Miete. Ohne Mindesteinkommen gibts da aber auch nichts.

Verdienen tun wir eigentlich nichts, nur durch einen Nebenjob ca. 150 € im Monat (Jeder).

Ähm und wie wollt ihr das dann finanzieren? Unterhalt würde dem 18jährigen zustehen, aber das muss ja auch erstmal bei Unwillen der Eltern eingeklagt werden. Und das dauert und kostet Zeit und Nerven. Wenn die eltern nicht zahlen können, dann müst ihr daheim wohnen bleiben oder auf eigene Gefahr ausziehen. von letzterem würd ich abraten.

der 17jährge braucht ersten die Unterschrift der Eltern für en Mietvertrag und ihm steht gesetzlich gar kein Barunterhalt zu. Die eltern können entscheiden, dass sie ihren Unterhalt in Sachleistungen (Dach über Kopf, gefüllter Kühlschrank) geben.

Alles in allem im Moment eine ziemlich blöde Idee. Nach dem gesetz steht euch eigentlich gar nichts zu und wenn, dann müsstet ihr das selbst einklagen. Das kann echt Monate oder Jahre dauern.

Wenn eure Eltern damit einverstanden sind, dem Minderjährigen unterschreiben, eine Bürgschaft machen (sonst vermietet euch keiner was) und euch dann noch genügen Geld geben, könnte es klappen. Aber ohne dieses Gesamtpaket ist es eine sehr naive Idee.

In eurer Sitaution sind die Eltern der erste Ansprechpartner. wollen oder könmnen die nichts zahlen, dann ist es eigenes Risiko, eigener Luxus. Sozialleistungen oder Förderungen gibts dann nicht.

Die Erlaubnis der Eltern haben wir natürlich, auch das Geld für Miete, Essen, etc. können diese aufbringen. Wäre nur gut gewesen, wenn die Möglichkeit bestehen würde, da jeder € zählt :)

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@MongoxD

achso okay. Hier werden meist solche Fragen gestellt ohne Eltern die das finanzieren können/wollen (bzw. es wurde vorab nie mit den Eltern geredet) deswegen meine antwort auch so umfangreich.

Aber nein, dann gibts nichts extra dazu.

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Jeder kann, der zur Miete wohnt mit Mietvertrag und ob er bekommt, ist ja eine andere Sache. Der Haushaltsvorstand muß Einkommen im Sinne des Steuerrechts beziehen, wenn ich denn die Literatur so richtig lese. Somit bekommt ein Schüler, Student, Hartz IV-Patient, kein Wohngeld. Viel Glück.

Und was zahlen Eure Eltern? Sie sind nämlich bis zum Ende Eurer ersten Ausbildung für Euch zuständig.

Wie gesagt, sie sind einverstanden und lassen uns monatlich Geld zukommen. Genug für Miete, Strom, Essen, ...

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