Ab wann kann man ein Hundweibchen kastrieren lassen?

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11 Antworten

Je nach Gesundheitszustand, wäre ich dafür den Rüden kastrieren oder zumindest sterilisieren zu lassen. Da ist die OP nähmlich sind so schwerwiegend, wie die einer Hündin.

PS: Besonders schlau, sich zu einem unkastrierten Rüden, eine unkastrierte Hündin zu holen.

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Das Schlauste wäre gewesen, einen zweiten Rüden dazu zu holen-dann stünde man jetzt nicht vor dem Problem...

Noch ist der Hund aber deutlich zu jung-die erste Hitze muss in jedem Fall abgewartet werden. Und dann wäre es auch ratsam, den Hund nur zu sterilisieren-der Eingriff ist nicht so schwer wie bei einer Kastration.

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Ich weiß diese Frage ist schon alt, aber vllt liest es ja doch noch jemand der aktuell diese Frage hat.

Ich bin tiermedizinische Fachangestellte und habe folgendes beobachtet mitbekommen.

-Kastration wegen Gesäugekrebs: 70% der unkastrierten Hündinnen erkranken besonders im höheren Alter an Gesäugekrebs. Vor der 1. Läufigkeit kann man das Risiko späterer Gesäugetumoren auf unter 2% einstufen. Außerdem ist dann das Risiko dass sie nach der Op Harninkontinent werden, sehr gering. Allerdings sind die Hündinnen in dem jungen Alter meist noch nicht voll im Wesen entwickelt und bleiben dann oft recht kindlich etc. was aber einige Besitzer sogar schätzen. Ich selber denke dies ist trotz allem etwas zu früh.

Nach der 1. Läufigkeit lassen sehr viele ihre Hündin kastrieren. Dann wird das spätere Gesäugekrebs-Risiko immer noch stark gesenkt.

Nach der 2. Läufigkeit auch noch ein bisschen, ab der 3. Läufigkeit heißt es, spielt es keine Rolle mehr für das Thema Gesäugekrebs, da man ab da das Risiko nicht mehr verringern kann. Trotzdem halte ich eine Kastration einer Hündin eigentlich in den meisten Fällen für sinnvoll.

  • bis zur 3. Läufigkeit kann man mit der Kastration der Hündin das Risiko später an Gesäugekrebs zu erkranken erheblich senken.

Der Brustkrebs bei Hündinnen ist bei 99% sehr bösartig. Oft wenn man den kleinen Knoten an der Gesäugeleiste erfühlen kann, hat der Krebs im Körper schon gestreut (Lunge befallen) dies haben wir in der Praxis oft beobachtet. Die Leute kamen wegen einem kleinen Gesäugeknoten und wollten ihn operieren lassen. Davor wird meistens ein Röntgenbild der Lunge gemacht und oft war die Lunge des Tieres mit dem kleinen Knoten schon befallen. Diese kann man nicht operativ entfernen und bedeutet oft eine baldige Verschlechterung der Gesundheit und früheren Tod durch den bösartigen, schnell streuenden Krebs.

Dann ist eine Kastration auch nicht mehr hilfreich wenn die Lunge schon befallen ist.

Ist die Lunge noch nicht befallen, die Hündin hat aber schon einen kleinen Knoten am Gesäuge - wird sie kastriert und der Knoten entfernt. Allerdings entfernt man dann meistens nicht nur den Knoten und kastriert- sondern man entfernt die ganze Gesäugeleiste. Ist auf der anderen Seite auch ein Knoten entfernt man beide Gesäugeleisten.

Dies ist eine sehr große Op, nicht mit einer "einfachen" Kastration zu vergleichen. Hierbei entsteht nicht nur die Wunde im Unterbauch wo man ja die Gebärmutter entfernt, sondern eben zwei weitere riesige Wunden wo man die Gesäugeleisten entfernt hat (die ganzen beiden Reihen der Zitzen)

-"Normale Kastration: Die "normale" Kastration der Hündin bedeutet auch, dass sie nicht mehr Läufig wird. Die Blutungen entfallen und Hormonschwankungen + der Stress der damit für den Hund entsteht auch. Sie kann danach nicht mehr gedeckt (schwanger) werden und das Interesse der Rüden lässt deutlich nach.

Die Gefahr einer Scheinschwangerschaft die bei vielen unkastrierten Hündinnen nach der Läufigkeit auftritt (besonders mit zunehmendem Alter) und die damit verbundene Folgegefahr der Gebärmutterentzündung entfällt mit der Kastration, da ja die Gebärmutter entfernt und ihr Zyklus gestoppt wird.

Scheinschwangerschaften sind purer Stress für die Hündin und wie gesagt, passiert dies bei einer unkastrierten Hündin oft und nimmt zu, je älter sie wird. Dies passiert einige Wochen nach der Läufigkeit wenn die Hündin nicht gedeckt (von einem Rüden befruchtet) wurde. Die Zitzen schwellen an und manche Hündinnen produzieren sogar Milch. Dabei kann auch eine Mastitis (Entzündung der Brust /Zitze) entstehen die sehr schmerzhaft ist. Manche Hündinnen wirken dann depressiv und fangen an Spielzeug oder Stofftiere als Welpenersatz zu bemuttern und bauen sich ein "Nest". Eben ganz so als wäre die Hündin wirklich tragend (schwanger). Es kann passieren das diese Scheinträchtigkeit im Nachhinein zu einer Pyometra (Gebärmutterentzündung ) führt. Die Anzeichen sind für den Halter nicht immer sofort zu erkennen. (Mattigkeit, Fieber, Scheidenausfluss).

Wenn der Tierarzt dies erkennt, muss schnell Antibiotika gegeben werden, wenn dies nicht anschlägt oder die Hündin oft nach ihren Läufigkeiten scheinschwanger wird und zur Gebärmutterentzündung neigt, muss die Not Op "Not-Kastration " so schnell wie möglich erfolgen. Bei der Gebärmutterentzündung ist wie der Name schon sagt die Gebärmutter stark entzündet und oft schon voller Eiter- eine Blutvergiftung droht. Die Kastration bei einer bestehenden Gebärmutterentzündung ist sehr risikoreich, da das Tier durch die vereiterte Gebärmutter schon geschwächt ist.

Viele Besitzer sagen ihre Hündin ist nach der Kastration allgemein etwas ruhiger geworden und der Stress der Läufigkeit entfällt sowohl für den Besitzer als auch für den Hund. Da der Energiebedarf einer kastrierten Hündin niedriger ist, sollte besonders auf die Futterzufuhr geachtet werden falls sie nach der Kastration schnell zunimmt.

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Wenn man alle möglichen Problem vermeiden will, wie Zickig werden, Wesensveränderung oder auch andere, dann sollte man die erste Hitze einmal abwarten. Ich würde beim nächsten Tierarztbesuch mit ihm darüber reden.

Normalerweise darf man das In Deutschland nicht, wenn nicht eine medizinische Indikation vorliegt und das ist gut so. lass dir vom Tierarzt alle möglichen Vor- und Nachteile genau erklären.

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Ach ja die Pille oder die Anti-Läufigkeitsspritze sollte man nicht als Dauerlösung benutzen da sie auf Dauer das Risiko einer Gebärmutterentzündung oder des Gesäugekrebs enorm steigert.

Mit jeder Läufigkeit steigt die Gefahr einer Scheinschwangerschaft die sehr stressig für das Tier ist. Und jede Scheinschwangerschaft kann eine Gebärmutterentzündung provozieren, die dann oft nur noch mit einer Not-Kastration endet die sehr risikoreich ist.

Natürlich greift man in die Natur ein, aber schon mit triftigen Gründen.

Ein Wolf oder ein Wildhund würde regelmäßig gedeckt werden und hat ohnehin eine Viel niedrigere Lebenserwartung als unsere Haushunde. Unsere Haushunde werden teilweise ja bis zu 20 Jahre alt (kleinere Rassen) und mit dem Alter steigt die Krankheitsanfälligkeit.

Will man seiner Hündin jahrelang den Stress der Läufigkeit antun? Wenn sie nicht gedeckt wird und Scheinträchtig wird ist dies ebenso ein sehr großer Stress und eine psychische Belastung für das Tier die sogar zu Depressionen führt, da der Hund das Gefühl hat er ist trächtig, aber die Jungen kommen einfach nicht.

Man sollte abwägen was für seinen Hund gesundheitlich und psychisch gesehen auf Dauer das Beste ist.

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Sobald eine medizinische Indikation vorliegt.

PS: Dummheit und Faulheit gelten nicht als medizinische Indikation.

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Kommentar von Hunde4ever
14.07.2011, 18:46

Sie wollen keine Welpen, das ist die Indikation.

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Du weißt aber schon, dass das Kastrieren und Sterilisieren nur mit medizinischer Indikation erlaubt ist?

Ich empfehle Dir die Lektüre des § 6 TierschutzGesetz.

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So halbes Jahr denk ich

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Ein Weibchen kastrieren, interessante Idee, sollte man mal ausprobieren. Achja, wo wir schon bei sowas sind..einen Rüden kann man sterilisieren lassen, sobald man das Geschlecht kennt. Damit keine Missverständnisse über mich aufkommen:

Kastrieren - Sterilisieren. Nebenbei; Ich lache gerade übre diesen Fehler da ganz oben. mfg Kolyamatic

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Kommentar von derrolf
12.07.2011, 19:31

Dass du meinst das wäre ein Fehler zeigt dass du keine Ahnung hast. Auch ein Weibchen wird kastriert, sonst wird sie immer wieder läufig.

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Kommentar von aStRaDaNy
12.07.2011, 19:33

Schon komisch, dass ich meine Katze (Weibchen) kastrieren lies!

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Man sagt nach der ersten Läufigkeit.

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Bemühe doch mal Google, da findest du jede Menge zu dem Thema von Leuten, die sich auskennen.

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