Ab wann ist man schadensersatzpflichtig?

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12 Antworten

Selbstverständlich kann der Vermieter pauschalierten Schadensersatz (Stornokosten) fordern, wenn dies ausdrücklich vereinbart wurde - wie kommt man da auf eine andere Idee und hält Verträge für beliebig, wie es einem gerade passt?

Sogar den vollen Mietpreis abzüglich ersparter Aufwendungen (Deko, Reinigung, ...) beanspruchen, wenn er den nicht anderweitig vermieten könnte :-O

Und da er ja einen wirksamen Vertrag mit Erfüllungsanspruch hat, muss er auch niemanden mehr suchen, nur um euch einen Gefallen zu erweisen :-)

G imager761

DerCAM 09.05.2014, 12:59
Und da er ja einen wirksamen Vertrag mit Erfüllungsanspruch hat, muss er auch niemanden mehr suchen, nur um euch einen Gefallen zu erweisen :-)

Im Rahmen seiner Schadensminderungspflicht muss er das in zumutbarem Umfang sehr wohl.

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imager761 09.05.2014, 13:18
@DerCAM

Dann eben so: Er muss sich um einen neuen Mieter bemühen, schuldet darüber aber keinen Nachweis noch Erfolg :-O

Im Ergebnis hätte der vertraglich verpflichtet Mieter den Nachweis zu erbringen, dass die gleichwohl geforderte Schadenssumme unberechtigt oder geringer ist als beansprucht.

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Tillmann1 09.05.2014, 14:02
@imager761
Er muss sich um einen neuen Mieter bemühen, schuldet darüber aber keinen Nachweis

Auch das ist falsch, denn den Nachweis für die Bemühung schuldet er sehr wohl...

Herrje imager, gib doch mal sinnvolle und vernünftige Antworten...

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Tillmann1 09.05.2014, 13:00

PAUSCHALISIERTEN Schadenersatz bzw. Stornokosten OHNE ENTSPRECHENDE VERTRAGSVEREINBARUNG??? Dafür hätte ich aber dringend gern mal eine Rechtsgrundlage...

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imager761 09.05.2014, 13:22
@Tillmann1
PAUSCHALISIERTEN Schadenersatz bzw. Stornokosten OHNE ENTSPRECHENDE VERTRAGSVEREINBARUNG?

Auch Grossbuchstaben täuschen nicht über deine Leseschwäche hinweg: Ich schrieb: "wenn dies vereinbart wurde" :-O

Dafür hätte ich aber dringend gern mal eine Rechtsgrundlage...

Gern, nennt sich AGB und kann in nahezu in jedem Reise- oder Fereinwohnungsvertrag nachgelesen werden :-)

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Tillmann1 09.05.2014, 14:05
@imager761

Nur geht es hier nicht um eine Reise- oder Ferienwohnung, und AGBs wurden hier offensichtlich auch nicht vereinbart...

Meine Güte, kann der Fragesteller von Dir gem. den hier geltenden Regeln auch eine vernünftige Antwort erhalten, die nicht von der Absicht der Verbreitung der persönlichen Meinung geprägt ist??? Ganz offensichtlich nicht, es wist wirklich schlimm, wie ein Mensch derart ideologisch verblendet sein kann, dass er derart irreführende Beiträge liefert...

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Nanuschka2013 09.05.2014, 13:02

Ich halte hier überhaupt nichts für beliebig, ich wollte mich lediglich darüber informieren in wie weit ich dem Vermieter gegenüber schadensersatzpflichtig bin! Stell dir vor, es gibt auch Menschen die solche Situationen und die Unwissenheit des Gegenübers ausnutzen und mehr verlangen als sie eigentlich dürfen. Ich habe nicht vor den Vermieter auf seinen kosten sitzen zu lassen oder rechtlich gültigen Forderungen nicht nach zu kommen, allerdings sehe ich es auch nicht ein mehr zu bezahlen als ich eigentlich muss, Es wurde pauschal nichts vereinbart, auch keine Stornokosten, sonst müsste ich ja nicht nachfragen und die Sachlage wäre klar.

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imager761 09.05.2014, 13:35
@Nanuschka2013
es gibt auch Menschen die solche Situationen und die Unwissenheit des Gegenübers ausnutzen und mehr verlangen als sie eigentlich dürfen.

Bei einem schrfitlichen Vertrag mit klaren Aussagen sollte es keine deratige Unwissenheit geben. Tatsächlich erlebe ich in meiner Praxis, dass kaum jemand vor Vertragschluss nachfragt, was den unklare Begriffe wie "Schadensersatz" bedeuten oder sich durchliest, was er eigentlich unterschreibt, nur um dann hinterher nach Auswegen zu suchen :-(.

Demnach kann der Vermieter fein säuberlich all diejenigen Kosten erfassen, die ihm durch deine Absage nachweislich entstehen, und auch die vereinbarte Miete fordern, wenn er niemanden fände, der zu eurem Termin mieten möchte.

Nichts anderes meint Schadens-Ersatz-Pflicht nun einmal.

G imager761

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Tillmann1 09.05.2014, 14:14
@imager761
Bei einem schrfitlichen Vertrag mit klaren Aussagen sollte es keine deratige Unwissenheit geben.

Ob es die geben sollte oder nicht, ist irrelevant, genau wie Deine persönliche Meinung dazu hier auch. Es gibt sie und der Gesetzgeber geht darauf ein, indem er spezielle "Verbrauchergesetze" erlässt, die dem Rechenschaft tragen. Entweder Du beziehst dies in Deine Antworten mit eine, oder Du unterlässt Deine aus Deinem eigenen Fantasie-Wunschdenken erwachsenden Antworten einfach...

Tatsächlich erlebe ich in meiner Praxis, dass kaum jemand vor Vertragschluss nachfragt, was den unklare Begriffe wie "Schadensersatz" bedeuten oder sich durchliest, was er eigentlich unterschreibt, nur um dann hinterher nach Auswegen zu suchen

Das muss ein Verbraucher auch nicht zwingend, denn genau dafür gibt es entsprechende Gesetze...

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Grundsätzlich ist der Mieter schadenersatzpflichtig. Ausnahme: (Vielleicht)du schaffst einen neuen Mieter heran und der Vermieter ist einverstanden

Tillmann1 09.05.2014, 13:27

Nein, umgekehrt ist es der Fall...

Es geht hier nicht um ein Dauerschuldverhältnis für eine Wohnung...

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Einen Schadensersatz gibt es nur, wenn ein Schaden zustande kommt. Der Vermieter könnte höchstens versuchen nachzuweisen, dass ihm ein Gewinn entgangen ist wegen der Kündigung. Hier noch zum Lesen: http://dejure.org/gesetze/BGB/823.html

Im Vertrag steht das wenn der Mieter den Vertrag kündigt er dem Vermieter gegenüber schadensersatzpflichtig ist.

Dieser Passus im Vertrag ist doch mehr als deutlich und es liegt auf der Hand, dass Du schadensersatzpflichtig bist. Inwieweit Du jetzt vom Vermieter Kulanz entgegen gebracht bekommst... Wenn Du rechtzeitig Bescheid gegeben hast und er den Raum noch vermietet bekommen hat, hast Du Glück, aber er wird Dir trotzdem Kosten berechnen.

Franz577 09.05.2014, 12:43

Welche Kosten könnte der Vermieter in einem solchen Fall dann geltend machen?

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Nanuschka2013 09.05.2014, 12:45

Aber auf welcher Grundlage? Wenn er anderweitig vermietet ist ihm ja kein Schaden entstanden?

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Dann koennte ein Schaden nur noch dadurch entstanden sein, dass der Raum nur noch zu einem geringeren Preis vermietet werden konnte (die Preisdifferenz) und wenn durch die Ersatzvermietung ein bezifferbarer Aufwand entstanden ist (Anzeigenschaltung, Vermittlungsprovision oder aehnliches).

Oder handelt es sich um einen Gastronomiebetrieb und es ging nicht nur um den Raum selbst sondern auch um die Bewirtung? Dann kann die Sache natuerlich schon wieder ganz anders aussehen. Hattet ihr beispielsweise ein 4 Gaenge Menue fuer 100 Personen bestellt und der "Ersatzmieter" bringt nur 30 Leute, die jeweils nur ne Currywurst verzehren, waere hier natuerlich ein weiterer Schaden entstanden.

Nanuschka2013 09.05.2014, 12:53

Nein, es handelt sich um die reine Miete für den Raum. Es wurde auch nicht Vertraglich fest gehalten wie viele Gäste auf der Feier sind oder ähnliches.

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Wenn im Vertrag steht du musst ne Strafzahlung leisten dann musst du das so oder so. Wenn du rechtzeitig absagst kannst du dich eventuell darauf einigen dass er sie dir erlässt, er muss es aber nicht. Denn immerhin hat der Vermieter durch die Neusuche für den Abend ja auch zusätzlichen Aufwand

Franz577 09.05.2014, 12:42

Es sei denn, der Mieter findet selbst einen anderen Mieter für den Raum.

Von Mieter A die volle Miete zu verlangen, obwohl Mieter B den Raum zu gleichen Konditionen mietet, würde ich jedenfalls nicht als gerechtfertigt betrachten.

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Der Vermieter ist im gefragten Fall der ggf. Geschädigte und schadenersatzt-berechtigt.

Die Annahme ist richtig. Aber da bedarf es gewisser Zeitfenster. Wenn z.B. für das Wochenende gebucht wurde muss sich der VM für dieses Wochenende keine Ersatz mehr buchen und Mieter sind/wären ersatzpflichtig

entscheidend ist wann der raum gekündigt worden ist. hatte der vermieter eine reelle chance den raum neu zu vermieten oder war das nur 24 std. vor mietbeginn

Nanuschka2013 09.05.2014, 12:42

Der Vertrag wurde 5 Monate im voraus gekündigt, ich denke das müsste genug Zeit sein einen Ersatz zu finden, zumal es sich um einen Raum handelt der im Großraum Düsseldorf liegt und so gut wie jedes Wochenende ausgebucht ist.

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jockl 09.05.2014, 12:45
@Nanuschka2013

Diese Auskunft/Info hätte in der Frage enthalten sein sollen ! ! !

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imager761 09.05.2014, 13:00
@Nanuschka2013
ich denke das müsste genug Zeit sein einen Ersatz zu finden

Mag sein, aber mit gültigem Vertrag muss er niemanden suchen. Irgendwie verstehst du Schadensminderungspflicht da völlig falsch.

Und vereinbarte Stornokosten bei Vertragsrücktritt sind immer zu bezahlen, so wie sie vereinbart sind, selbst wenn er den anderweitig vermieten könnte.

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Nanuschka2013 09.05.2014, 13:09
@imager761

Stornokosten wurden überhaupt nicht vereinbart und davon das er sich jemanden suchen muss war auch nicht die rede. Die potenziellen Mieter rufen ja ihn an und nicht umgekehrt, deswegen kann es ja gut sein das jemand für den Abgesagten Termin anfragt.

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imager761 09.05.2014, 13:39
@Nanuschka2013

Hätte, wäre, könnte - du hast gefragt, was und wie hoch deinen Schadensersatzpflicht ist und das dürfte nun hinlänglich geklärt sein:0 EUR bis vereinbarter Mietpreis kann alles vom Vertrgspartner nachgewiesen und auch gefordert werden :-O

Mit dieser qauälenden Ungewissheit wirst du bis zum 31.12.2017 (Verjährung) einfach leben müssen :-)

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Wenn er den Raum für jemand anders Bucht, dann natürlich nicht, da ja kein Schaden enstanden ist

Ist der Vermieter nun generell dazu verpflichtet Schadensersatz zu zahlen>

Du meinst der Mieter, oder?

Aber rein vom Gefühl her würde ich auch sagen, daß man nur dann Schadenersatz leisten muß, wenn auch tatsächlich ein Schaden entstanden ist.

schadensersatz heisst,dass dem vermieter der schaden ersetzt werden muss d.h. wenn er für den termin nen anderen mieter findet,gibts keinen schadensersatz.

Ist der Vermieter nun generell dazu verpflichtet Schadensersatz zu zahlen oder nur wenn der Vermieter den Raum nicht anderweitig vermietet bekommt?

Also, der VERmieter ist gar nicht dazu verpflichtet, Schadenersatz zu zahlen, sondern wenn überhaupt der Mieter...

Ansonsten ist der VERmieter dazu verpflichtet, zu beweisen, dass ihm auch ein Schaden entstanden ist. Das muss nicht zwingend die Absage eines anderen Mieters sein, kann es aber auch. Es kann aber auch der bereits erfolgte Einkauf von Waren etc. sein...

Ohne nachgewiesenen Schaden muss der Mieter auch nicht zahlen...

Nanuschka2013 09.05.2014, 13:05

Entschuldige, natürlich meinte ich wie du schon richtig vermutet hast den Mieter. Also die Feier wurde 5 Monate im voraus abgesagt und der Vermieter hat lediglich den Raum zur Verfügung gestellt, für alles andere ist der Mieter zuständig gewesen.

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Tillmann1 09.05.2014, 13:25
@Nanuschka2013

Naja, dann soll er doch mal nachweisen, was er in den 5 Monaten versucht hat, um den Raum zu vermieten, um seiner Schadensminderungspflicht genüge zu tun...

Wenn er das natürlich tatsächlich nachweisen kann und ebenfalls nachweislich niemanden gefunden hat, dann kann er auch Schadenersatz verlangen...

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