Ab wann ist man Landwirt?

5 Antworten

Du machst dir Sorgen um 4700 qm??? Das ist doch nur ein größerer Garten. Wenn du nicht gerade Cannabis dort anbaust, dann werden die Dieselkosten schon höher sein, als ihr jemals dort ernten könnt (außer eure Nachbarn wollen extrem viel für einen Sack Kartoffeln ausgeben).

Mal ganz ehrlich, mach dir keine Sorgen, baut euer Gemüse an und fertig. Du hast keine Gewinnerzielungsabsicht und das wird auch jedes Finanzamt so sehen.

Ab einer bewirtschafteten landwirtschaftlichen Fläche von 0,5 ha gehörst du der landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft an. Dabei spielt es keine Rolle ob das eigenes oder gepachtetes Land ist.

Hallo lieber DerHans, der aktuelle Wert liegt bei 0,25 ha:

Überschreitet die Fläche wieder den Grenzwert von 0,25 Hektar, entsteht ab diesem Zeitpunkt erneut Versicherungs- und Beitragspflicht.

https://www.svlfg.de/50-vmb/vmb01/vmb0105/index.html

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@siola55

Von der Größe her sind es erstmal ca. 1200 qm mit der Aussicht auf
weitere 3500 qm dann verteilt auf eben zwei Fleckchen am Berg.

Also bei 1200 qm = 12 ar = 0,12 ha seid ihr nicht versicherungs- und beitragspflichtig!

Bei 3500 qm = 0,35 ha seid ihr dann bereits versicherungs- und beitragspflichtiger Landwirt!?!

Gruß siola55

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@siola55

Danke. Als Rentner bin ich scheinbar nicht mehr auf dem Laufenden

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Meinen Sie nicht, dass Sie mit diesem Aufsatz etwas zu viel Fragestellungen für dieses Forum aufwerfen. Ich kann Ihnen empfehlen, sich an ein Landwirtschaftliche Buchstelle zu wenden.

Natürlich habe ich in meinen "Aufsatz" alle Fragestellungen gepackt, die mir unter den Nägeln brannten... Finde ich auch völlig legitim innerhalb eines Forums, das sich "guteFrage.net" nennt. Im Grunde kann ja jeder auf die Fragestellung antworten, auf die er oder sie meint eine Antwort zu wissen und den Rest ausklammern, meinen Sie nicht? ;-)

Danke trotzdem für den Hinweis auf eine Landwirtschaftliche Buchstelle, die ich bislang noch nicht kannte.

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@Sweetbeatle26

Sie erzielen mit Ihren Einnahmen aus dem Verkauf der landwirtschaftlichen Produkte im einkommensteuerrechtlichen Sinn grundsätzlich Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft. Das muss aber nicht sein. Sollten Sie keine Gewinnerzielungsabsicht haben und dies dem Finanzamt auch vermitteln können, liegt so genannte Liebhaberei vor - die Einnahmen führen nicht zu Einkünften im Sinne des Einkommensteuergesetzes. Umsatzsteuerrechtlich gibt es jedoch noch einges mehr zu beachten. Wichtig zu wissen ist jedoch, dass eine fehlende Gewinnerzielungsabsicht für die Beurteilung, ob Sie Unternehmer im Sinne des Umsatzsteuergesetzes sind, keine Rolle spielt.

So, dass wäre der Anfang einer steuerrechtlichen Beurteilung. Was Sie (final, sozusagen als letzten Schritt des beschriebenen Sachverhalts) wo in Angabe L Ihrer Einkommensteuererklärung anzugeben haben oder nicht - bis dahin wäre es noch ein sehr langer Erklärungsweg.

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@Bakaroo1976

Vielen Dank für Ihre Unterstützung! Ich denke auch, dass es schwer werden wird, das FA von einer Hobbylandwirtschaft ohne Gewinnerzielungsabsicht zu überzeugen, da wir die nicht selber benötigten Feldfrüchte ja nicht im Frühjahr wieder aufs Feld gabeln wollen und sie von daher lieber an nette Nachbarn abgeben werden.

Also werden wir Belege sammeln und die Einkünfte mit den Ausgaben aufrechnen und in der Steuererklärung angeben.

Alles andere müssen wir dann wohl mit dem zuständigen Bauernverband klären, da wir uns sonst, so wie ich das den anderen Antworten entnommen habe, versicherungstechnisch auf sehr dünnem Eis bewegen werden. - Was wir ja nicht wollen.

Dankeschön!

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